Volkes Stimme im Netz

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Volkes Stimme im Netz

Von Medienwoche, 19.12.2014

Leserkommentare sind vielen Medien zur Last geworden.

Während sich die einen dem permanenten Schwall an Beleidigungen und Pöbeleien machtlos ausgesetzt sehen, experimentieren andere mit neuen, erfolgversprechenden Formen der Publikumsinteraktion. Das Ei des Kolumbus hat noch niemand gefunden, aber die Suche ist intensiver als auch schon. Unser Dossier zur Kommentarkultur im Netz.

Lesen Sie in der Medienwoche das Dossier zum Thema "Kommentarkultur im Netz"

Kommentare

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Beleidigungen und Pöbeleien durch Leser sind eher selten. Das kann vielleicht auch darin begründet sein, das zahlreiche Kommentare von den Redaktionen gar nicht veröffentlicht werden. Aber auch welche, die keine Pöbeleien und Beleidigungen enthalten, werden nicht veröffentlicht. Massive Propaganda und Desinformation durch diverse Medien ist dagegen zur Zeit allgegenwärtig. Die FAZ, die NZZ und die SZ sind mir in diesem Zusammenhang besonders negativ aufgefallen. Wenn ich allein darüber nachdenke, wie viele Meldungen der Putschregierung in Kiew insbesondere die deutschsprachigen Medien veröffentlicht haben, die einer Überprüfung nicht einmal ein paar Stunden Stand gehalten haben, glaube ich, das manche Leser lediglich ein überschaubarer Teil des Problems sind.

so sehe ich es auch, schließe mich an

C'est le ton, qui fait la musique, solange Redaktor|inn|en in jede Geschichte möglichst ihre ur-eigene, parteipolitisch vorgefärbte, Interpretation zum Besten zu geben bestrebt sind, muss sich niemand darüber wundern, dass es viele Themen gibt, zu Denen sich überwiegend nationale, also (heute) politisch rechts 'gesehene' Kreise, kritisch äussern. Kreise, die mit dieser Einstellung übrigens vor wenigen Jahrzehnten noch als POLITISCHES ZENTRUM anerkannt und gehegt und gepflegt wurden. Dass nur nebenbei, auch wenn man mit allen Mitteln versucht, es tot zu schweigen.

Es geht mir selber so, nichts geht mir mehr an den Nerv, als wenn Ideologisch sorgfältig vorgekochte Kost über Themen serviert wird, und es gibt noch Leute, die halt 'richtig' zuhören. Und auch ohne 'Rechter' zu sein, erkennt man leicht, dass doch bei jeder nur denkbaren Gelegenheit versucht wird, immer nur auf die Gleichen einzuhauen. Deutschland machte es jahrzehntelang vor, und plötzlich werden sie jetzt halt dazu gezwungen, zur Kentnis zu nehmen, dass es halt trotzdem nicht funktionierte, das blanke Gegenteil ist der Fall...

So vergiften wir uns langsam selbst, jeden Tag ein paar Tropfen mehr, und bricht nicht bald doch noch ein Krieg aus, werden wir wohl, vor lauter Gezänk, uns halt selber abschaffen. Als Land, als Staat, und als Nation. Und die Medien haben nichts Besseres zu tun, als uns dabei und darin noch zu bestärken, dass es ja in Wirklichkeit der einzig gangbare Weg sei, um überhaupt zu überleben.
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Nicht nur Leser, auch Medien werden von vielen Menschen zunehmend als Last empfunden, aber einfach auf Medien zu verzichten, ist nicht möglich. Wir sind schliesslich Alle Teil davon. Oder zumindest bezahlen wir mit. Müssten wir es nicht, ginge es uns vielleicht auch am Rücken vorbei. So aber sicher nicht...

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