Terror in Wien

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Terror in Wien

Von Journal21, aktualisiert - 03.11.2020

Ein islamistischer Täter schiesst wahllos auf Passanten. Vier Menschen sterben. Der Schütze wird erschossen.

Die Schiesserei ereignete sich am Montagabend in der Wiener Innenstadt. Laut Angaben des österreichischen Innenministers war mindestens ein islamistischer Terrorist an der Tat beteiligt.

Es war der letzte Abend vor dem Lockdown. Viele Wienerinnen und Wiener nutzten die lauen Temperaturen und wollten die letzten Stunden im Freien geniessen. Der Täter, der nach Angaben von Innenminister Karl Nehammer ein Sympathisant des „Islamischer Staats“ (IS) ist, schoss wahllos auf Passanten. Der Mann sei mit einem Sturmgewehr bewaffnet gewesen. Er habe einen Sprengstoffgürtel getragen, der sich als Attrappe erwiesen hat. 

Der Täter sei um 20.09 Uhr „neutralisiert“ worden, erklärte Polizeipräsident Gerhard Pürstl am Dienstagmorgen. Die Schiesserei ereignete sich nahe der Synagoge in der Seitenstettengasse beim Schwedenplatz.

Beim Täter handelt es sich um einen 20-jährigen Mann mit nordmazedonischen Wurzeln. Er ist vorbestraft und ist zweifelsfrei ein Anhänger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Er wurde am 25. April 2019 zu 22 Monaten Haft verurteilt, weil er versucht hatte, nach Syrien auszureisen, um sich dort dem IS anzuschließen. Am 5. Dezember wurde er vorzeitig bedingt entlassen – er galt als junger Erwachsener und fiel damit unter die Privilegien des Jugendgerichtsgesetzes (JGG). Er besass neben der österreichischen auch die nordmazedonische Staatsbürgerschaft.

Bei den Toten handelt es sich um zwei Frauen und zwei Männer. Eines der Todesopfer ist eine Kellnerin. 22 Personen seien zum Teil schwer verletzt worden, berichtet die österreichische Nachrichtenagentur APA. Sieben Menschen befinden sich in lebensbedrohlichem Zustand.

Nehammer sagte, im Umfeld des 20-jährigen erschossenen Attentäters habe es 18 Razzien und 14 vorläufige Festnahmen gegeben. Die Festgenommenen würden zurzeit vernommen. Im Laufe des Tages hatte es Hausdurchsuchungen in Wien, Linz und St. Pölten gegeben.

Nehammer betonte, dass die hohe Sicherheitsstufe und Polizeipräsenz in der Wiener Innenstadt aufrecht bleibe, damit es nicht zu Wiederholung oder Nachahmung kommt. Der Innenminister betonte, dass auch die Auswertung der Handyvideos von dem Anschlag noch andauere. Nach wie vor könnten weitere Täter nicht vollständig ausgeschlossen werden. Bisher deute allerdings nichts auf andere Täter hin.

Nehammer rief die Bevölkerung auf, zuhause zu bleiben.

Eine solche Situation habe Österreich noch nie erlebt, sagte Nehammer. Es sei ein völlig untauglicher Versuch gewesen, „unsere demokratische Gesellschaft zu schwächen“. „Das lassen wir uns auf keinen Fall und auf keine Weise von wem auch immer gefallen.“

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) verurteilte die Schiesserei als „widerwärtigen Terroranschlag“. Die Regierung beschloss eine dreitätige Staatstrauer. Neunzig Prozent der Geschäfte in der Wiener Innenstadt, im Ersten Bezirk, sind geschlossen.

(J21)

Die Gewaltkultur des Islams wird nicht erst am Terrorismus bewiesen, sondern schon an der systematischen Menschenrechtsverletzung, die in allen islamischen Staaten Prinzip ist. Der Terrorismus gegen Israel und den "Westen" ist nur die letzte Stufe dieses Prinzips.

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