Plötzlich ist wieder alles möglich

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Plötzlich ist wieder alles möglich

Von Newsdesk Journal21, 15.04.2017

Kommt der linke Jean-Luc Mélenchon in die Stichwahl? Schafft es François Fillon doch noch? Fällt Emmanuel Macron zurück?

Die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahlen findet am kommenden Sonntag, 23. April, statt.

Die jüngsten Meinungsumfragen ergeben, dass plötzlich wieder alles offen ist. Die vier Spitzenkandidaten liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Alle haben die Möglichkeit, sich für die Stichwahl im Mai zu qualifizieren. Dies sei eine „seit einem halben Jahrhundert nie dagewesene Situation“, schreibt die Zeitung „Le Monde“.

Die neuesten jetzt veröffentlichten Werte beruhen auf Umfragen von zehn Forschungsinstituten. Der französische Fernsehsender BFMTV hat die Mittelwerte dieser Umfragen errechnet. Sie decken sich auch mit einer Untersuchung des Instituts Ipsos-Sopra Steria für „Le Monde“.

  • Danach haben Marine Le Pen und Emmanuel Macron je zwei Prozentpunkte verloren und kommen auf je 22 Prozent.
     
  • Dicht dahinter, mit 20 Prozent folgt der linke sozialistische Kandidat Jean-Luc Mélenchon, der damit François Fillon knapp überholt hat. Mélenchon, ein Polemiker, tritt für die von ihm gegründete Partei „La France insoumise“ (Das aufständische Frankreich) an. Sie steht links des Parti Socialiste (PS) von Staatspräsident Hollande. Mélenchon ist vor allem mit seinen scharfen Attacken gegen Deutschland, Angela Merkel und die EU-Sparpolitik aufgefallen.
     
  • François Fillon kommt auf 19 Prozent.

Da die Fehlerquote dieser Umfragen zwischen plus/minus 2 bis 3 Prozent beträgt, und da sich die Kandidaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, sind Prognosen nicht möglich.

Sicher scheint einzig, dass Benoît Hamon, der Kandidat des Parti Socialist (PS), keine Chance hat. Er kommt laut den Umfragen auf 7,5 Prozent. Tendenz sinkend.

Wenn am 23. April keiner der Kandidaten das absolute Mehr erreicht (was jetzt schon feststeht), findet am 7. Mai die Stichwahl mit den beiden bestplatzierten Bewerbern statt.

(J21/hh/BFMTV/Le Monde)

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