Obama in Asien - Seitenblick auf Europa

Daniel Woker's picture

Obama in Asien - Seitenblick auf Europa

Von Daniel Woker, 26.04.2014

Präsident Obama bereist Ost - und Südost-Asien. Alle besuchten Länder wollen politisch-militärische Rückendeckung. Es gibt Parallelen zur Ukraine-Krise in Europa.

Mit der Würde kommt die Bürde.  Die USA sind immer noch, und weiterhin mit grossem Abstand das mächtigste Land der Welt.  Entsprechend gross sind die Ansprüche, welche die vier von Obama besuchten Länder ( Japan und Korea sowie die Phillippinen und Malaysia) im Grossraum Asien-Pazifik (A-P) an die einzige wirkliche Weltmacht stellen. Sie wollen primär politische Rückendeckung und militärische Rückversicherung gegenüber  China.

China als Gegenmacht

Dies werden sie erhalten, allein schon weil die USA ihre eigenen Intressen als pazifische Grossmacht verteidigen müssen und wollen.  Der vielzitierte ‘Asia pivot’ (Hinwendung zu Asien) Washingtons bringt nichts grundlegend Neues, erscheint aber angezeigt mit Blick auf den unaufhaltsamen Aufstieg Beijings zur dominierenden Regionalmacht. Japan erhielt von Obama bereits die Bestätigung, dass dank vertraglichen Bindungen jede Aggression Chinas gegen Japan automatischen militärischen Beistand bedeuten würde. Südkorea wurde versichert, dass trotz gewaltigen Abstrichen im Pentagon die 30’000 amerikanischen Soldaten im Land verbleiben werden,  allein schon als strategischer Stolperdraht gegenüber nordkoreanischen Wahnsinnsakten.

Malaysia darf den Besuch von Obama als Unterstützung für seine noch im Aufbau begriffene Demokratie, verstehen und damit als Rückweisung eines authoritären Staatsmodells wie jenes der chinesischen KP. Ähnliches  gilt für andere  Mitglieder der ASEAN (Association of South East Asian Nations). Die Phillippinen wünschen sich die die amerikanischen Stützpunkte zurück, welche noch vor wenigen Jahren  durch innenpolitischen Druck geschlossen worden waren. Dies um  Manilas  Hahnenkämpfen mit China über unbewohnte Felsklippen im südchinesischen Meer grösseren Nachdruck zu verleihen.

In der Perspektive Washingtons verständlich  erscheint das amerikanische Verlangen, dafür etwas zurückzuerhalten. Damit tuen sich alle vier besuchten Staaten, und viele weitere Länder im A-P-Gossraum , schwer. Dies beginnt mit einer erschreckenden  Unfähigkeit zur  wirksamen und nachhaltigen Bewältigung eigener Krisen. Japan hatte sein Fukushima, Korea sein Fährenunglück, die Phillippinen einen verheerenden Wirbelsturm (Taifun Haiyan) und die Malaysian Airlines haben es  als erste grosse staatliche Fluggesellschaft fertiggebracht, ein eigenes Grossflugzeug spurlos  verschwinden zu sehen.

Lokale Schwachpunkte

Obama hat also wohl als erstes die Stärkung eigener Strukturen, verbunden mit politischer Mässigung verlangt.  So würde etwa ein zweites Fukushima der Erzeugung von Nuklearenergie und damit auch der globalen Nuklearindustrie, zumindest im Westen, wohl den Todesstoss versetzten.  Mit agressiven nationalistischen Gebärden und entsprechender Rethorik heizt der japanische Premierminister Abe zudem die ohnehin spannungsgeladene Atmosphäre  im ostchinesischen Meer, wo sich China immer breiter macht, unnötig auf. Auch in  Südkorea, das wiederum japanischem Revanchismus seine eigenen Vergangenheitswunden herausfordernd entgegenhält, muss Obama mässigend einwirken und auf bessere Zusammenarbeit zwischen Tokio und Seoul pochen, um die gemeinsame  Front gegen China zusammen zu halten.

Auf dem Weg Malaysias zur Demokratie ist die andauernede wirtschaftliche Benachteiligung von Minderheiten, direkt verbunden mit einer gewissen Islamisierung der Gesellschaft,  zu kritisieren. In den Phllippinen die ungebrochene politische Macht der wenigen regiernden Familien, welche dieses einst vielversprechende Land zum ewigen Schwellenkandidaten gemacht, und im regionalen Vergleich an das Ende der Entwicklungsskala zurückgeworfen haben.

Japans zäher Agrarprotektionismus

Neben dem Hinweis auf diese strukturellen Schwächen steht ein konjunkturelles Anliegen hoch oben auf der amerikanischen Prioritätenliste für den A-P-Raum. Es handelt sich um einen von zwei globalen Pfeilern einer weiterhin westlich dominierten Welthandelsordnung, wo sich Lösungen  in der Doha-Runde der WTO (World Trade Organzation) als immer weniger machbar erweisen.  Im Rahmen der TPP (Trans Pacific Partnership) soll die heutige und zuküftige Realität des wirtschaftlichen Austausches (globale Produktions- und Wertschöpfungsketten) aufgefangen werden. Also nicht nur Zollvergünstigungen und Abbau andere Handelsschranken, sondern auch  umfassender Schutz von geistigem Eigentum sowie die  Regelung des Verhältnisses zwischen privatem und öffentlichem Sektor, eingeschlossen der Rechte und Pflichten aller jener, die an internationalen Produktionsketten beteiligt sind.

Im Verhältnis zwischen den USA und Japan, also der ersten und der vierten Weltwirtschaftsmacht geht es indes immer noch um hergebrachten Agrarprotektionismus, welchen  insbesondere Tokio meisterhaft beherrscht. Die entsprechende Kompromissbereitschaft von Abe wird einen wichtigen Hinweis darauf geben, ob Japan verstanden hat, was der amerikanische Schutzschirm kostet. 
Wenn sich diese beiden pazifischen Elephanten einmal geeinigt haben, werden wohl die weiteren Teilnehmer im TPP, die wichtigsten liberalen Wirtschaften in Lateinamerika und in der  A-P-Region, ebenfalls zustimmen, womit ein Wirtschaftsblock entstehen würde welcher rund ein Drittel der globalen Wertschöpfung auf die Waage bringt.  Dies, bewusst und zumindest zu Begin unter Ausschluss von China.

Ringen um Eingrenzung von Russland und China

Der zweite der oben erwähnten  Pfeiler, noch etwas gewichtiger und anspruchsvoller als der TPP, soll das angestrebte Nordatlantische Freihandelsabkommen (TTIP, Transatlantic Trade and Investment Partnership) sein, welches im Moment zwischen der EU und den USA, damit letztlich dem NAFTA (North American Free Trade Agreement, Kanada, USA, Mexiko), also der ersten und der zweiten globalen Wirtschaftsmacht ausgehandelt wird.  Dies unter Ausschluss von Putins  Russland, welches auch in diesem Bereich seine internationale Akzeptibilität wegen seiner Aggression gegen die Ukraine  eingebüsst hat.

Die aktuelle Parallelität zwischen der strategischen Grosswetterlage im A-P-Raum einerseits und in Europa andererseits ist offensichtlich.  Von den jeweiligen Partnern angehalten, sowohl sicherheits- auch als wirtschaftspolitisch (z.B. Boykotte) die Führung zu übernehmen in der Auseinandersetzung mit  einer  Grossmacht welche das regionale  Gleichgewicht stört, fordert Washington zunehmend Eigenleistungen dieser Partner ein.  Weder im A-P-Raum  noch in Europa sind kalte Kriege ausgebrochen, wohl aber müssen China respektive Russland, im gemeinsamen Bemühen aller an einer stabilen und grechten Weltordnung interessierten Länder, Grenzen aufgezeigt werden, deren Überschreitung sie mehr kostet als ein noch so verlockender Machtgewinn wert ist. 

   
 
 

 

Herr Woker, mit Verlaub:
Momentan müssen vor allem der USA/Nato dringend die Grenzen aufgezeigt werden. Ich bitte Sie dem folgenden Link zu folgen, die Zahlen die Sie darin finden stehen für die toten Kriegsopfer die Amerika auf dem Weg zur Weltmacht und im Kampf um deren Erhalt zu verantworten hat. Braucht es wirklich noch mehr davon?

http://www.schweizmagazin.ch/nachrichten/ausland/19174-Weltbrandstifter-...
Jeder hat heute genug Informationen darüber wo die USA tatsächlich steht. Warum wird das hier so konsequent verschwiegen?
Will man nicht sehen? Oder hält man die Leserschaft für derartig uninformiert und in der Folge leichtgläubig, um sie immer noch mit diesen alten Überlegenheitsgeschichten über eine tatsächlich sterbende (und deshalb so gefährliche) Supermacht füttern zu können?
Es geht hier um Krieg - oder genügend Vernunft, um ihn aus Rücksicht auf Milliarden potentieller menschlicher Kriegsopfer zu vermeiden.
Keine Zeit mehr für vergnügliche Gedankenspiele mit überholten Vorstellungen der Machtverteilung auf dieser Erde.
Nicht USA hält die Fäden in den Händen. China, Russland, die BRICs, arbeiten zusammen gegen den Dollar und zwar ganz konkret, nicht etwa theoretisch.
Russland und China arbeiten eng zusammen und setzen ihre Pläne konkret um. Der Dollar wird seine Position als Leitwährung verlieren.
China steht bei Russland bereits im Wort und unterzeichnet im Mai einen Vertrag zum Ausbau eines Tiefseehafens bei der Krim. China wird in den Aufbau von alternativen Energien investieren (Krim). undsoweiter. Diese und alle weiteren Informationen der letzten Zeit zum Wirken von China und RU legen die Schwäche der USA bloss. Genau diese Schwäche ist in Wirklichkeit die grosse Gefahr, denn keine "Siegermacht" hat je kampflos auf ihre Führungsposition verzichtet.

Ich will nicht für Amerikas Kampf gegen seinen Niedergang geopfert werden. Keiner will das! Die Menschen wollen keinen Krieg! Übrigens auch nicht die amerikanischen Menschen, wie man hört.
Nicht mal die Menschen die zur Zeit Soldaten sind!
Das ist der Punkt - nicht die amüsanten Strategiespiele nach überholten Mustern von Geistesarbeitern hinter dem scheinbar geschützten Schreibtisch.
Die möglichst objektive, unparteiische Sicht auf die Weltlage und die Aufklärung über die Tatsachen ist der dringend nötige Beitrag den die schreibende Zunft zur Vermeidungs eines entsetzlichen Krieges in Europa leisten soll.

sg,herr woker,
diese analyse ist so schwach,wie heurige winter:schauen sie sich,wie gern obama in asien erwartet wird.aber sie müssen auch won etwas leben.

Die Welt hat beschlossen das ein sich selbst erhaltendes Pyramidensystem auf Kosten der Menschen nicht weiter hingenommen werden kann.Die tolerante Welt,kooperative Menschen lassen sich nicht mehr von wenigen lenken und beherschen.Ob es ohne die Auslöschung des grösten Teiles der Menschheit möglich ist den Wandel zu vollziehen,können wohl nur die Menschen in den USA beeinflussen.

ach ja? "Die Welt" hat das "beschlossen"? Muss an mir irgendwie vorbeigegeangen sein.
Und was das mit "Auslöschung" soll und warum das mit den "Menschen in den USA" zusammenhängt, müssen Sie uns unbedingt noch darlegen. Bin schon ganz gespannt...

Ich muss Ihnen leider wiedersprechen, wir erleben nur ein Ablösungsversuch einer Pyramide durch eine andere Pyramide, die jedoch kein Stück besser sein wird.
Die Weltbevölkerung ist noch weit weg von einer loslösung durch teilweise mehrere Tausendjahre alte Machtstrukturen.
Zwar begreifen heute viel mehr interessierte die Hintergründe, sind aber nicht in der Lage etwas zu ändern, da eine echte Änderung das Ende der Strom und Öl, Geld Zivilisation bedeuten wird.
Ich kenne keinen einzigen, der auf die Bequemlichkeiten freiwillig verzichten würde. Ich sehe mich als einer der wenigen, der bereit wäre einen totalen

Sorry, habe auf die falsche Taste gedrückt...

Ich sehe mich als einen der wenigen, der bereit wäre, einen totalen Systemwandel vorzunehmen, auf ALLE Bequemlichkeiten zu verzichten. Und selbst ich habe keine Lust für längere Zeit in einer Höhle zu wohnen.

Der Trend zeigt in Richtung der globalen totalen Industrialisierung. Selbst Naturvölker werden gezwungen in Fabriken zu arbeiten, weil sie in der Natur schlicht keine Lebensgrundlage mehr finden.

Ich spiele gedanklich seit Jahren immer wieder alle möglichen Szenarien durch und finde echt keine Lösung, ohne Finanzcrash, Krieg, Gewalt und eine markante reduktion der Menschen etwas am System zu ändern. Wie länger ich darüber nachdenke, halte ich unsere Lage für auswegslos. Ohne äusseren Zwang (Vulkan, Meteorit, Atomkrieg, Seuche, Jesus 2.0 usw.) ändert sich die Menschheit nie.

Nachvollziehbar wie Sie die Lage sehen. Allerdings haben wir das was sich seit einigen Jahren zuspitzt so noch nie erlebt. Es ist also nicht möglich vorauszusagen wie wir uns verhalten, wenn wir noch länger in die Ecke getrieben werden.
Wir könnten erkennen, dass wir alle nichts als Opfer sind die gegeneinander ausgespielt werden. Dann könnte sich die Marschrichtung ändern.

Die USA versuchen verzweifelt einen Krieg vom Zaun zu brechen, um ihre illegal erworbene Dollarleitwährung zu schützen. Denn die ist in akuter Gefahr vor China.
Die USA ist ohne diese Leitwährung runiniert. Ein aufholen von diesem finanziellen Untergang würde mindestens 500 Jahre dauern.
Die 17 Billionen Staatsschulden werden niemals abgetragen werden können. Und kein einziges Land würde den Amerikanern je Kredit oder Waren auf Kredit geben.

Das blöde ist, dass diese Amis Atomwaffen und eine Armee besitzen, deren Soldaten zu 90 Prozent im Ausland tätig sind und mit einer totalen Überwachung ihrew Feinde gut kennt.
Diese Weltmacht wird vermutlich eher den ganzen Planeten radioaktiv abfackel, als einfach so unterzugehen. Und genau aus diesem Grund legt man sich mit Russen, Chinesen und Nordkoreanern an. Man provoziert wie ein Klassenschläger den ersten Schlag des vermeintlich schwachen Gegners, um dann seine Überlegenheit auszuspielen.

Wir tun gut daran, die USA zu stoppen.

"illegal"? bitte erläutern Sie das mal

Ich erläutere es Ihnen gerne. Dazu hole ich etwas aus.
Vor dem Zweiten Weltkrieg war die Weltwirtschaft infolge des Zins und Zinseszinses zusammengebrochen, da die Schulden und damit die Geldmenge in die Höhe schoss und in der Folge eine Hyperinflation auslöste.

1929 bei der grossen Depression geben viele Historiker der FED die Schuld, da sie falsch auf die Krise reagierte. Andere behaupten, dass die FED genau so reagierte, wie es die Aktionäre wünschten, durch die Konkurse konnten die Banken Konzerne für ein Butterbrot aufkaufen und so die Grundlage für den anscheinend gewüsnschten zweiten WK gelegt wurde.

Die Privatisierung der FED, war ebenfalls auf eine sehr dubiose Geschichte und nicht im Interesse der Gründerväter. Man schickte das Parlament 1913 in die Weihnachtsferien, während eine Geheimverhandlung durch einige eingeweihte die Privatisierung umgesetzt wurde.

Als die Staaten 1944 beim Bretton Woods Abkommen und Gründung des IWF und die Weltbank, als Lösung den Goldstandard einführten, haben die Amerikaner kurz vor der Vertragsunterzeichnung Blätter in die Verträge geschmuggelt. Die Staatschefs lasen die dicken Verträge nicht nochmals. Und ab 1944 hatten die Amis die Leitwährung für Gold und Ölgeschäfte an der Börse durch einen Trick eingeführt und somit den britischen Pfund als Leitwährung abgelöst, dabei haben sie ihre Nationalbank zur mächtigsten Nationalbank gemacht. Da gerade der Krieg in die heisse Schlussphase überging, bemerkten es vermutlich die meisten Länder gar nicht.

Normalerweise wäre ein solcher Billionenbetrug bestimmt eine Kriegserklärung wert. Doch mit dem Abwurf der beiden Atombomben in Japan wussten die anderen Länder genau, woran sie waren. Die kürzlich aufgedeckten Billionenbetrügereien wie Libor, manipulierte Gold- und Aktienkurse, sind meines Erachtens eine Folge von den Betrügereien zu Anfang. Nach dem Motto, bisher ging‘s gut, wieso machen wir nicht weiter?

Als dann die Sowjetunion 1949 ebenfalls an die A-Bombe kam, war dies eine gefährliche Situation für die alleinige Vormachtstellung der USA. Eine Pattsituation die bis heute anhält, bzw. immer wieder neue Konflikte auslöst. Russland besitzt einen Viertel aller Weltressourcen, und die wecken natürlich Begehrlichkeiten in der ruinierten aber hochgezückteten millitärischen Grossmacht.

Als dann 1971 der Goldstandard zusammen mit wichtigen Finanzregeln abgesetzt wurde - übrigens auf Anraten von Starökonom Milton Friedman - konnte man schon damals davon ausgehen, dass dieses ganze Luftgeldkartenhaus bald in sich zusammenstürzt. Der Goldstandard konnte nicht gehalten werden, weil die USA mehr Geld druckte, als dass sie Gold zur Verfügung hatten. Die arabischen Staaten kapierten dies und wollten den Amerikanern kein Öl mehr verkaufen, worauf die erste Ölfinanzkrise kam und 1979/80 die Zweite. Seit dem Zusammenbruch der Dot.com Blase, war es ein deutliches Zeichen, dass etwas nicht stimmte.

In 2007 ging der Benzinpreis stark rauf und danach die Automobilindustrie stark ins Rudern geriet, kam das ganze Finanzsystem wieder ins Wanken. Unzählige Banken, die von Ratingagenturen falsch bewertete amerikanische Immobilien kauften, gingen ein. Schliesslich mit dem von Goldman Sachs initiierten Konkurs 2008 der Lehman Brothers Bank crashte das Finanzsystem. Goldman Sachs beriet Obama, und schlug vor ihre Konkurrenz nicht zu retten. Goldman Sachs war auch verantwortlich dafür, dass Griechenland mit falschen Bilanzen in die EU eintrat und danach die EU-Finanzkrise einläutete, die bis heute anhält und vermutlich nicht mehr gelöst werden kann. Es war eine Massnahme, um die Dollar Leitwährung nicht zu gefährten, denn Irak wollte, nur noch mit Euro bezahlen.
Und diese Bank beteiligt sich jetzt wieder in Griechenland und komischerweise schreiben seither die Medien über tolle Zahlen. Herr Zeyer schrieb am 24.04.2014 im Artikel: Schönrechnen in Athen darüber.

Seit 2008 haben die Staaten weltweit über 35 Billionen Dollar in die Banken und Versicherungen, die ja auch als Finanzinstitute gelten, eingespritzt, damit das heutige Geldsystem nicht zusammenbricht, auch die UBS war darunter. Leider brachte diese Aktion nicht viel, da die Banken das erhaltene Geld nicht in die Wirtschaft pumpte, sondern in Staatsanleihen investierten. Wenn es wieder eine ähnliche Situation gibt, können die Staaten den totalen Crash nicht mehr verhindern, da sie diese unzähligen Billiardenschulden unmöglich stemmen können. Es wäre besser gewesen, denn Crash nicht herauszuzögern, denn seither versuchen die Staaten mit allen möglichen und unmöglichen Methoden, an Geld zu gelangen. Der Angriff auf unser Bankgeheimnis zum Beispiel, Fracking und Kriege, Putschs (Libyen, Syrien, Ukraine,) usw.

Aus diesem Grund sind viele Staaten dabei etwas zu ändern. Die Chinesen wollen wieder einen Goldstandard einführen und mit dieser Deckung den Leitdollar ablösen, was uns nahe an einen Weltkrieg bringen kann. Zu denken gibt auch, dass bereits einige grosse chinesische Banken über ihre Verhältnisse lebten.

Die Schweiz diskutiert ebenfalls über Golddeckung oder über Vollgeld, Letzteres sollte man mit gutem Gewissen unterstützen. Die Golddeckung wäre zwar um Welten besser als die Giralgeldluftnummer von heute, aber da Gold ein an der Börse gehandelter Rohstoff ist, ist der Goldstandard sehr einfach manipulierbar, wie man es in dem letzten halben Jahr eindrücklich sehen kann. Idealerweise wäre zum Vollgeld auch eine Abschaffung von Zins und Zinseszins sinnvoll, da diese immer eine logarithmische Kurve ausweisen und dadurch etwa alle 60-80 Jahre mathematisch einfach berechenbar einen grossen Finanzcrash auslösen. In einer solchen Phase stecken wir gerade. Eine andere sinnvolle alternative zum Goldstandard wäre ein Fliessgeldsystem in Zusammenhang mit einem neuen Bodenrecht und einem Grundeinkommen eine friedliche Zeit einläuten würde.

Die Antwort wurde etwas länger, aber ich denke, es lohnt sich, damit man die geopolitischen Zusammenhänge versteht. Denn Politik und Geld spielen leider immer Hand in Hand.

SRF Archiv

Newsletter kostenlos abonnieren