Udo Lindenberg - Historisches Bild

Udo Lindenberg wird 75. Der Rockmusiker, Schriftsteller, Maler und Politaktivist verhalf der deutschsprachigen Rockmusik zum Durchbruch. Seine Lieder befassen sich mit politischen, gesellschaftlichen und privaten Themen. Er kritisiert die Umweltzerstörung, die Rüstung, die soziale Ungleichheit zwischen Nord und Süd und die Gefühllosigkeit unserer Zeit. Der bekennende Sozialdemokrat trat immer wieder gegen Neonazis und rechte Gewalt auf. Lindenberg wurde mit Preisen überhäuft, so erhielt er u. a. 2009 die „Goldene Kamera“, den „Berliner Bär“ (2009), den „Bambi“ (2010), den „Jakob-Grimm-Preis“ (2010) und das „Bundesverdienstkreuz 1. Klasse“ (2019). Im Bild: Udo Lindenberg bei der „Bambi“-Verleihung am 17. November 2016. (Foto: Keystone/EPA/Jens Kalaene)

Lindenberg setzte sich stets für eine Verständigung zwischen der BRD und der DDR ein. 1987 überreichte er dem SED-Generalsekretär Erich Honecker eine Gitarre mit der Aufschrift „Gitarren statt Knarren“. Zu seinen grössten Erfolgen gehört das Stück „Sonderzug nach Pankow“, aber auch „Mittendrin“, „Durch die schweren Zeiten“, „Cello“, „Ein Herz kann man nicht reparieren“, „Mein Ding“, „Wenn Du gehst“, „Hinter dem Horizont geht’s weiter“. Er engagierte sich für die Afrikahilfe, das Projekt Live Aid und unterstützt Greenpeace als Botschafter. Einige seiner Bilder befinden sich im deutschen Bundeskanzleramt. Immer wieder hatte er mit Alkohol- und Drogenproblemen zu tun. Seit Mitte der Neunzigerjahre lebt er im Hamburger Hotel Atlantic Kempinski. Einen Zweitwohnsitz hat er am Berliner Potsdamer Platz. Am 17. Mai feiert er seinen 75. Geburtstag. (J21)