Rosa Luxemburg - Historisches Bild

Vor 150 Jahren, am 5. März 1871, kam Rosa Luxemburg zur Welt. Die Sozialistin gilt bis heute als eine Ikone der Frauenbewegung. Und in gewisser Weise verkörpert sie auch das Dilemma der Sozialdemokratie, einen Weg zwischen Anpassung und Fundamentalopposition zu finden. Ihre Ermordung zusammen mit Karl Liebknecht am 15. Januar 1919 in Berlin hat einen tiefen Schatten auf die Weimarer Republik geworfen.

Die gebürtige Russin kam über Polen nach Deutschland. 1998 trat sie den Sozialdemokraten bei und geriet im Zusammenhang mit dem Kriegsausbruch 1914 in scharfe Opposition zur Parteiführung, die für die Kriegskredite stimmte. Im Laufe der Auseinandersetzungen gründete sie die „Gruppe Internationale“, aus der der Spartakusbund hervorging. Sie sympathisierte mit der russischen Oktoberrevolution, kritisierte aber die Parteidiktatur Lenins. Nach dem Ende des 1. Weltkriegs trat sie in Deutschland für eine Räterepublik ein.

Das Foto entstand 1. Mai 1969 in Zürich. Eine interessante Frage wäre, ob sie sich in der Gesellschaft Maos wohlgefühlt hätte. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Str)