James Buchanan - Historisches Bild

Er gilt als der (bisher) schlechteste Präsident der USA. Der Demokrat James Buchanan, von seinen Gegnern als „Teiggesicht“ (doughface) bezeichnet, wurde am 4. November 1856 zum 15. Amerikanischen Präsidenten gewählt.

Da er das Land in den Bürgerkrieg stürzte, steht er auf der Liste der schlechtesten Präsidenten ganz am Ende. Die Journalistin Gail Collins liess 2017 in der New York Times durchblicken, dass Buchanan die Rote Laterne vielleicht bald einmal abgeben könnte.

Die USA sind Mitte des 19. Jahrhunderts zerrissen, Rassismus spaltet den Norden und den Süden; es wird geprügelt und gemordet, Populisten verbreiten Fake News und Verschwörungstheorien. Vor allem die Sklavenfrage spaltet das Land. Die Republikaner sind gegen die Sklaverei, die Demokraten eher dafür.

Der Wahlkampf ist schmutzig. Dem republikanischen Kandidaten John Frémont wird vorgeworfen, er sei nicht in den USA geboren worden (was falsch ist), er sei Katholik (was falsch ist, aber damals im protestantisch geprägten Amerika die grösste Schmach war). Doch auch Buchanan wird angegriffen. Er habe einen Selbstmordversuch unternommen und er sei homosexuell (er war der einzige nicht-verheiratete Präsident). Er hatte einmal behauptet, 10 Cent Lohn würden für einen Arbeiter genügen, deshalb wird er nun „Ten-Cent-Jimmy“ genannt.

Bei den Wahlen von 1856 geht es um die Einheit des Landes. Buchanan hätte die Aufgabe gehabt, einen Ausgleich zwischen den verfeindeten Landesteilen zu suchen. Doch stellte sich klar auf die Seite der Demokraten im Süden und bereitete so den Boden für den amerikanischen Sezessionskrieg vor.

Mit 45 Prozent der Stimmen wird Buchanan schliesslich zum Präsidenten gewählt. Noch während seiner vierjährigen Amtszeit treten die ersten Bundesstaaten aus der Union aus. Der Bürgerkrieg beginnt 1861. Bu Buchanans Nachfolger ist Abraham Lincoln. (Foto: Library of Congress, Washington)

(J21)