Roosevelt, Taft - Historisches Bild

Schon früher ging es bei amerikanischen Präsidentschaftswahlen turbulent zu. Die Karikatur aus dem Satire-Magazin „Punch“ stammt aus dem Jahr 1912. Sie zeigt die beiden Präsidentschaftskandidaten Theodore Roosevelt (oben) und William Howard Taft. Doch wenn zwei sich streiten ...

Der Republikaner Theodore Roosevelt war von 1901 bis 1909 26. amerikanischer Präsident. Ihm folgte der Republikaner William Howard Taft von 1909 bis 1913. Roosevelt war mit der konservativen Amtsführung seines Parteikollegen und Nachfolgers nicht einverstanden und wollte ihn 1912 ablösen und erneut Präsident werden. Doch die Republikaner hielten zu Taft. Roosevelt war verärgert und gründete eine eigene Partei, die „Progressive Party“, für die er kandidierte. Doch keiner der beiden Republikaner wurde gewählt. Das Rennen bei den Wahlen am 5. November 1912 machte der Demokrat Woodrow Wilson. Er erhielt 42 Prozent der Stimmen, Roosevelt 27 Prozent und Taft 23 Prozent. Woodrow Wilson gilt als Gründer des Völkerbunds. 1919 erhielt er den Friedensnobelpreis. In Genf, wo der Völkerbund seinen Sitz hatte, gibt es ein Quai Wilson und ein „Palais Wilson“, heute der Sitz des Uno-Hochkommissariats für Menschenrechte. (Karikatur: Leonard Raven-Hill/Punch Magazine, 1912)
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