Melina Mercouri - Historisches Bild

„Jamais le dimanche“: Vor 100 Jahren, am 18. Oktober 1920, wird die griechische Sängerin, Schauspielerin und Politikerin Melina Mercouri geboren. 1966 heiratet sie den amerikanischen Regisseur Jules Dassin. Unter seiner Regie entsteht 1960 der Film „Jamais le dimanche“, mit dem Melina Mercouri weltberühmt wird. Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus dem Film. (Foto: Keystone/Str)

Ihren ersten Erfolg als Filmschauspielerin hatte sie 1955 im Film „Stella“ von Michalis Kakogiannis gefeiert. 1956 trat sie dann erstmals in einer Produktion von Jules Dassin auf: „Celui qui doit mourir“. Nach dem Erfolg von „Jamais le dimanche“ spielt sie 1962 die Hauptrollen in „Phaedra“ und 1964 in „Topkapi“ (beide unter der Regie von Dassin). Ihren letzten Film drehte sie 1978.

Melina Melina Mercouri wehrte sich lautstark gegen die griechischen Militärdiktatoren, die von 1967 bis 1974 an der Macht waren. Das Regime entzog ihr darauf die griechische Staatsbürgerschaft. Darauf sagte sie: „Ich bin als Griechin geboren und werde als Griechin sterben. Herr Pattakos (der damalige griechischer Innenminister) ist als Faschist geboren. Er wird als Faschist sterben.“

Nach dem Sturz der Militärregierung wurde sie 1977 als Pasok-Abgeordnete ins griechische Parlament gewählt. Unter Ministerpräsident Andreas Papandreou wurde sie 1981 griechische Kulturministerin. Das Amt bekleidete sie mit Unterbruch bis 1994.

Am 6. März 1994 starb die Vielraucherin in New York an Lungenkrebs.