Montblanc - Historisches Bild

Vor 99 Jahren landet der Genfer Luftfahrtpionier François Durafour als Erster im Montblanc-Massiv auf über 4000 Meter Höhe.

Durafour wird 1888 in Eaux-Vives (heute ein Genfer Stadtquartier) geboren. 1910 erwirbt er sein Pilotenbrevet und geht 1912 nach Mittel- und Nordamerika. In Guatemala unternimmt er erste Flüge und fliegt von Guatemala-City nach San Salvador. Bei New York begeistert er das Publikum mit einigen Demonstrationsflügen. Im Ersten Weltkrieg wird er Testpilot der neuen Schweizer Luftwaffe.

Am 25. Mai 1919 fliegt er als Erster mit einem Caudron-Doppeldecker von Paris nach Genf Saint-Georges in vier Stunden und dreissig Minuten.

Am 30. Juli 1921 erreicht er den Höhepunkt seiner Karriere. Mit einem Caudron-G.3-Doppeldecker landet er unversehrt auf dem 4304 Meter hohen Dôme du Goûter im Montblanc-Massiv zwischen Hochsavoyen und dem Aostatal – dem dritthöchsten Berg in den französischen Alpen.

1923 kehrt er der Luftfahrt den Rücken und eröffnet in Versoix bei Genf eine Autogarage und nimmt an Autorennen teil. 1939 erhält er die französische Staatsbürgerschaft und gehört zu den Initianten des Flugplatzes von Annemasse bei Genf. Er wird mehrfach geehrt, unter anderem wird er Officier de la Légion d’honneur und Grand Officier de l’Orde du Quetzal in Guatemala. Er stirbt 1967. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Str)

(J21)