Montezuma II. (Houghton Library, Cambridge, Massachusetts) - Historisches Bild

Vor 500 Jahren starb Montezuma II., der Herrscher über das Reich der Azteken. Er hatte sich dem spanischen Konquistador Hernán Cortés unterworfen. Damit hatte der spanische Siegeszug in Lateinamerikas begonnen. Die Unentschlossenheit und Passivität Montezumas schmerzt die mexikanische Volksseele noch heute.

Die Azteken beherrschten weite Teile Zentralmexikos mit der Hauptstadt Tenochtitlán (das heutige Mexico-City) sowie Gebiete Mittelamerikas. Cortés war 1519 in Mexiko gelandet. Die Eroberer verfügten über Pferde und Gewehre, die im Aztekenreich unbekannt waren.

Montezuma versuchte zunächst mit allen Mitteln, Cortés zum Abzug zu bewegen. Er machte ihm Geschenke und übergab ihm sogar die Schatzkammer der Azteken. Dann unterwarf er sich den Spaniern immer mehr. Am 14. November 1519 wurde er gefangen genommen. Laut einem Zeitzeugen wurde er am 30. Juni 1520 von seinen eigenen Leuten gesteinigt. Ein anderer Bericht besagt, dass er von den Spaniern erdolcht wurde.

Montezumas Nachfolger waren zunächst sein Bruder Cuitláhuac, der kurz darauf an den von Spaniern eingeschleppten Pocken starb. Ihm folgte Cuauhtémoc, der „landende Adler“, der 1525 auf Befehl Cortés‘ gehängt wurde. Damit brach das Aztekenreich zusammen.

Das Bild zeigt eine Phantasiedarstellung Montezumas II. in einem Kupferstich von Antonio de Solis aus dem Jahr 1699 (Houghton Library, Cambridge, Massachusetts)

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