Dee Dee Bridgewater - Historisches Bild

Am 27. Mai konnte die Jazz-Sängerin Dee Dee Bridgewater ihren 70. Geburtstag begehen.

Dee Dee Bridgewater stammt aus einer musikalischen Familie aus Memphis, Tennessie. Ihr Vater war Trompeter, ihre Mutter und Grossmutter erfolgreiche Sängerinnen. Ab 1966 trat Bridgewater als Soul- und Jazzsängerin in verschiedenen Clubs in Michigan auf. Es folgten diverse musikalische Engeagements. Von 1974 bis 1976 spielte sie am Broadway in dem Musical „The Wiz" mit. Für ihre Rolle als Glinda erhielt sie im Jahr 1975 den Musicalpreis Tony Award. 1974 erschien ihr Debüt-Album Afro Blue.

In den 1970er Jahren arbeitete sie unter anderem mit Sonny Rollins, Dexter Gordon, Dizzy Gillespie, Clark Terry und Ray Charles. 1986 verliess sie die USA und ging nach Paris. Heute lebt sie in der Nähe von Las Vegas. Ihr 1987 erschienenes Album „Live in Paris" war auch kommerziell ein grosser Erfolg. Sie trat bei verschiedenen Jazzfestivals wie zum Beispiel in Montreux auf. Ihre CD „Dear Ella" als Verneigung vor Ella Fitzgerald gewann 1997 einen Grammy. Schauspielerisch erfolgreich war Bridgewater unter anderem in dem Stück „Lady Day", in dem sie Billie Holiday darstellte und in „Cabaret". Seit 1999 engagiert sich Bridgewater als UN-Botschafterin der FAO gegen den Welthunger. Ihre Tochter ist die Jazzsängerin China Moses. Das Foto entstand am 17. Juli 1990 während des Montreux Jazz Festivals. (Keystone/Str)