New York Times - Historisches Bild

Der „Composing Room“ der „New York Times“ im September 1942. Das Bild zeigt Setzer („Operators“) an den „Linotype“-Setzmaschinen. Das Verfahren war 1886 vom Deutsch-Amerikaner Ottmar Mergenthaler, einem Uhrmacher, entwickelt worden. Die Setzer tippten die Manuskripte der Journalisten über eine Tastatur in die Maschine. Pro Stunde konnten 5’000 bis 6’000 Buchstaben gesetzt werden. Einzelne Maschinen besassen bis zu sechs Buchstabenmagazine für unterschiedliche Schriftarten und Schriftgrössen. Die Linotype-Maschinen waren über hundert Jahre im Einsatz, galten als Motor des Fortschritts und trugen wesentlich zur Verbreitung der Presse bei.

Die Linotype-Maschinen wurden fast ausschliesslich für den Druck von Zeitungen eingesetzt. Für den Buchdruck kam das Satzsystem „Monotype“ zur Anwendung. Die Bleisatztechnik wurde in den Sechziger- und Siebzigerjahren schrittweise durch den Fotosatz abgelöst.
(Foto: Library of Congress, Washington)