Lotte Lenya, Kurt Weill - Historisches Bild

Er war zweimal verheiratet – mit der gleichen Frau. Zusammen mit Bertolt Brecht schuf er 1928 die „Dreigroschenoper“. Das Bild zeigt den in Deutschland geborenen Komponisten Kurt Weill mit seiner Frau, der Sängerin und Schauspielerin Lotte Lenya. Sie spielte in der Dreigroschenoper die Seeräuber-Jenny. Vor 70 Jahren ist Kurt Weill im Alter von 50 Jahren gestorben.

Der Jude Weill, der 1933 vor den Nazis zunächst nach Paris flüchtete, schrieb die Musik zu Opern, Musicals, Balletten, Liedern, Kantaten, Songspielen, Tanzmusik und Chansons. Neben der Dreigroschenoper machte ihn auch der 1930 komponierte „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ (Libretto: Bertold Brecht) berühmt. Bei der Uraufführung von „Mahagonny“ 1930 in Leipzig kam es zu einem Tumult. Anhänger der NSDAP versuchten, einen Abbruch der Aufführung zu erzwingen. Weills Werke wurden dann von den Nazis verbrannt.

1933 reichte Lotte Lenya die Scheidung ein. Zwei Jahre später emigrierten die beiden in die USA, wo sie 1937 erneut heirateten und die amerikanische Staatsbürgerschaft annahmen. Am Broadway konnten beide grosse Erfolge feiern. Weill protestierte dagegen, als „deutscher Komponist“ bezeichnet zu werden. Er sei amerikanischer Staatsbürger. Schwer erkrankt starb er am 3. April 1950 an den Folgen eines Herzinfarktes. Lotte Lenya starb am 27. November 1981 in New York.

(J21)