PdA - Historisches Bild

Vor 75 Jahren wird die kommunistische „Partei der Arbeit“ (PdA) der Schweiz gegründet. Die oft Totgesagte gibt immer wieder Lebenszeichen von sich. Zurzeit verfügt sie über einen Nationalratssitz. 

Im Bild PdA-Plakate 1963 an der Zürcher Weinbergstrasse (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Grunder). Nachdem die kommunistischen Parteien während des Zweiten Weltkriegs verboten worden waren, erfolgte am 21. Mai 1944 in Basel die Neugründung unter dem Namen „Partei der Arbeit“. Bei den Nationalratswahlen 1947 kam sie gesamtschweizerisch auf 5,1 Prozent der Stimmen und gewann 7 Sitze. (In Genf erhielt sie 29,1 Prozent, in Basel 19,7 Prozent, in der Waadt 16,3 Prozent und in Zürich 6,1 Prozent.) 

Der Kalte Krieg, die sowjetischen Aggressionen und vor allem der Einmarsch in Ungarn setzten der PdA schwer zu. Zudem bildeten sich in mehreren Kantonen andere Parteien und Bewegungen, die klar links von der SP standen, so die „POCH“, die „Revolutionäre Marxistische Liga“ und „Ensemble à gauche“. In der Westschweiz heisst die Partei auch „Parti ouvrier et populaire“ POP. 

Nachdem sich die PdA durch mehrere Jahre durchgeserbelt hatte, flog sie bei den Eidgenössischen Wahlen 2011 erstmals seit dem Krieg ganz aus dem Nationalrat. Bei den Wahlen 2015 gewann sie wieder einen Sitz. Der frühere Bürgermeister von Le Locle, Denis de la Reussille, erhielt 12,2 Prozent der Stimmen und eroberte im Kanton Neuenburg für die PdA eines der vier Neuenburger Nationalratsmandate. Gesamtschweizerisch erhielt die Partei vor vier Jahren noch 0,4 Prozent der Stimmen. Sie ist nach wie vor in Genf, der Waadt, im Wallis, im Jura, in Neuenburg und im Tessin in den Kantonsparlamenten vertreten. 

(J21)
Vor 75 Jahren wird die kommunistische „Partei der Arbeit“ (PdA) der Schweiz gegründet. Die oft Totgesagte gibt immer wieder Lebenszeichen von sich. Zurzeit verfügt sie über einen Nationalratssitz.

Im Bild PdA-Plakate 1963 an der Zürcher Weinbergstrasse (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Grunder). Nachdem die kommunistischen Parteien während des Zweiten Weltkriegs verboten worden waren, erfolgte am 21. Mai 1944 in Basel die Neugründung unter dem Namen „Partei der Arbeit“. Bei den Nationalratswahlen 1947 kam sie gesamtschweizerisch auf 5,1 Prozent der Stimmen und gewann 7 Sitze. (In Genf erhielt sie 29,1 Prozent, in Basel 19,7 Prozent, in der Waadt 16,3 Prozent und in Zürich 6,1 Prozent.)

Der Kalte Krieg, die sowjetischen Aggressionen und vor allem der Einmarsch in Ungarn setzten der PdA schwer zu. Zudem bildeten sich in mehreren Kantonen andere Parteien und Bewegungen, die klar links von der SP standen, so die „POCH“, die „Revolutionäre Marxistische Liga“ und „Ensemble à gauche“. In der Westschweiz heisst die Partei auch „Parti ouvrier et populaire“ POP.

Nachdem sich die PdA durch mehrere Jahre durchgeserbelt hatte, flog sie bei den Eidgenössischen Wahlen 2011 erstmals seit dem Krieg ganz aus dem Nationalrat. Bei den Wahlen 2015 gewann sie wieder einen Sitz. Der frühere Bürgermeister von Le Locle, Denis de la Reussille, erhielt 12,2 Prozent der Stimmen und eroberte im Kanton Neuenburg für die PdA eines der vier Neuenburger Nationalratsmandate. Gesamtschweizerisch erhielt die Partei vor vier Jahren noch 0,4 Prozent der Stimmen. Sie ist nach wie vor in Genf, der Waadt, im Wallis, im Jura, in Neuenburg und im Tessin in den Kantonsparlamenten vertreten.

(J21)