Zoll - Historisches Bild

Zollschranken sind vermeintlich einfache Mittel zum Schutz der heimischen Wirtschaft. Dass sie am Ende tatsächlich so brummt wie auf dieser Karikatur von 1897, darf bezweifelt werden.

Der Herr, der links auf der Veranda sitzt, ist Präsident William McKinley, dessen Amtszeit nach nur vier Jahren 1901 durch ein Attentat beendet wurde. Schon vor seiner Amtszeit gab es in den USA eine erbitterte Auseinandersetzung um Zölle und die Bildung von Monopolen, den sogenannten Trusts. McKinley, der in seiner Zeit als Gouverneur von Ohio den Gewerkschaften nahestand, was in Amerika viel heissen will, wollte nur eine mässige Erhöhung der Einfuhrzölle. Der Kongress aber beschloss höhere Zölle. Bezüglich der Trusts favorisierten Teile des Kongresses relativ scharfe Massnahmen, die McKinley im Sinne seiner Laissez-faire-Theorie aber stark abmilderte.

Der Karikaturist Udo Keppler hat nun alles in dieses Bild gepackt: Der Weg heisst „Prosperity Road", und das Tor trägt die Aufschrift „Dingley Tariff“, benannt nach dem Mitglied des Repräsentantenhauses Nelson Dingley, der starke Erhöhungen der Abgaben durchgesetzt hat. Der Farmer auf dem Wagen händigt dem beleibten Herrn rechts einen Sack mit der Aufschrift „Toll“ aus. Dieser Herr mit der Schleife „Monopoly“ sitzt auf Säcken mit der Aufschrift „Trust Profits“. Dem Farmer bleiben nur die Säcke mit Getreide. Es folgt ein hoch beladener Wagen, der wohl das Ansteigen der Monopolgewinne symbolisieren soll. (Library of Congress Prints and Photographs Division Washington)
Zollschranken sind vermeintlich einfache Mittel zum Schutz der heimischen Wirtschaft. Dass sie am Ende tatsächlich so brummt wie auf dieser Karikatur von 1897, darf bezweifelt werden.

Der Herr, der links auf der Veranda sitzt, ist Präsident William McKinley, dessen Amtszeit nach nur vier Jahren 1901 durch ein Attentat beendet wurde. Schon vor seiner Amtszeit gab es in den USA eine erbitterte Auseinandersetzung um Zölle und die Bildung von Monopolen, den sogenannten Trusts. McKinley, der in seiner Zeit als Gouverneur von Ohio den Gewerkschaften nahestand, was in Amerika viel heissen will, wollte nur eine mässige Erhöhung der Einfuhrzölle. Der Kongress aber beschloss höhere Zölle. Bezüglich der Trusts favorisierten Teile des Kongresses relativ scharfe Massnahmen, die McKinley im Sinne seiner Laissez-faire-Theorie aber stark abmilderte.

Der Karikaturist Udo Keppler hat nun alles in dieses Bild gepackt: Der Weg heisst „Prosperity Road", und das Tor trägt die Aufschrift „Dingley Tariff“, benannt nach dem Mitglied des Repräsentantenhauses Nelson Dingley, der starke Erhöhungen der Abgaben durchgesetzt hat. Der Farmer auf dem Wagen händigt dem beleibten Herrn rechts einen Sack mit der Aufschrift „Toll“ aus. Dieser Herr mit der Schleife „Monopoly“ sitzt auf Säcken mit der Aufschrift „Trust Profits“. Dem Farmer bleiben nur die Säcke mit Getreide. Es folgt ein hoch beladener Wagen, der wohl das Ansteigen der Monopolgewinne symbolisieren soll. (Library of Congress Prints and Photographs Division Washington)