Kulturrevolution - Historisches Bild

Vorläufiges Ende der Kulturrevolution in China am 27. April 1969: Vor fünfzig Jahren löste die chinesische Volksbefreiungsarmee auf Beschluss des 9. Parteitags der Chinesischen Kommunistischen Partei die marodierenden Roten Garden auf.

Die Kulturrevolution begann auf Initiative Maos im Mai 1966. In diese Zeit fällt auch die Etablierung von Maos Personenkult. Mit der vordergründigen Zielsetzung, kapitalistische, bürgerliche und traditionalistische Infiltrierungen der Gesellschaft durch eine Fortsetzung des Klassenkampfs zu eliminieren, war diese Bewegung mit massiven Menschenrechtsverletzungen und politischen Morden bis zur höchsten Ebene verbunden. Nach heutigen Schätzungen gab es mindestens 400’000 Tote in ganz China. Darüber hinaus waren viele Millionen Menschen Folter und anderen physischen und psychischen Misshandlungen ausgesetzt. Es gab zahllose Verhaftungen. Wer nicht in einem Gefängnis landete, fand sich in einem Arbeitslager wieder. Andere wurden in entlegene Gebiete verschleppt.

Es ist umstritten, ob die Auflösung der Roten Garden tatsächlich das Ende der Kulturrevolution bedeutete. Manche Experten verbinden das Ende mit dem Tod von Lin Biao 1971, der als Maos Nachfolger vorgesehen war, aber in Ungade fiel. Es gibt auch die Meinung, dass das Ende der Kuturrevolution erst  mit Maos Tod 1976 gekommen ist. 

Von den nachfolgenden chinesischen Regierungen, vor allem in der Beurteilung durch Deng Xiaoping, wird die Kulturrevolution seit 1981 als gravierender Fehler und grösster Rückschritt in der Geschichte des Landes angesehen, aber man schweigt darüber.

Das Foto stammt vom 10. August 1966. Auf dem Tian’anmen-Platz in Peking feuert eine junge Frau die Roten Briganden an, die sich dort versammelt hatten. (Foto: Keystone/AP)
Vorläufiges Ende der Kulturrevolution in China am 27. April 1969: Vor fünfzig Jahren löste die chinesische Volksbefreiungsarmee auf Beschluss des 9. Parteitags der Chinesischen Kommunistischen Partei die marodierenden Roten Garden auf.

Die Kulturrevolution begann auf Initiative Maos im Mai 1966. In diese Zeit fällt auch die Etablierung von Maos Personenkult. Mit der vordergründigen Zielsetzung, kapitalistische, bürgerliche und traditionalistische Infiltrierungen der Gesellschaft durch eine Fortsetzung des Klassenkampfs zu eliminieren, war diese Bewegung mit massiven Menschenrechtsverletzungen und politischen Morden bis zur höchsten Ebene verbunden. Nach heutigen Schätzungen gab es mindestens 400’000 Tote in ganz China. Darüber hinaus waren viele Millionen Menschen Folter und anderen physischen und psychischen Misshandlungen ausgesetzt. Es gab zahllose Verhaftungen. Wer nicht in einem Gefängnis landete, fand sich in einem Arbeitslager wieder. Andere wurden in entlegene Gebiete verschleppt.

Es ist umstritten, ob die Auflösung der Roten Garden tatsächlich das Ende der Kulturrevolution bedeutete. Manche Experten verbinden das Ende mit dem Tod von Lin Biao 1971, der als Maos Nachfolger vorgesehen war, aber in Ungade fiel. Es gibt auch die Meinung, dass das Ende der Kuturrevolution erst mit Maos Tod 1976 gekommen ist.

Von den nachfolgenden chinesischen Regierungen, vor allem in der Beurteilung durch Deng Xiaoping, wird die Kulturrevolution seit 1981 als gravierender Fehler und grösster Rückschritt in der Geschichte des Landes angesehen, aber man schweigt darüber.

Das Foto stammt vom 10. August 1966. Auf dem Tian’anmen-Platz in Peking feuert eine junge Frau die Roten Briganden an, die sich dort versammelt hatten. (Foto: Keystone/AP)