Bellinzona 1924, Zugunglück - Historisches Bild

In den frühen Morgenstunden des 23. April 1924 prallen bei Bellinzona zwei Personenzüge frontal aufeinander. 15 Menschen sterben. Unter den Toten befindet sich der rechtsextreme, antisemitische, antirepublikanische deutsche Politiker Karl Helfferich.

Helfferich befand sich im vollbesetzten Nachtschnellzug Mailand-Basel, und zwar im teils aus Holz gebauten „Badischen Wagen“, der für seine Gasbeleuchtung 1,2 Kubikmeter Gas mit sich führte. Um 02.30 Uhr stiess die Zugkomposition beim Güterbahnhof Sao Paolo nördlich von Bellinzona mit hoher Geschwindigkeit auf einen aus Arth-Goldau kommenden Personenzug zusammen. Ursache der Kollision ist einerseits ein Fehlentscheid des Bahnhofvorstandes von Ambri-Piotta. Andererseits hatte der Lokomotivführer des Zugs Basel/Zürich/Arth-Goldau-Mailand ein Haltesignal ignoriert. Bei der Kollision entzündete sich das mitgeführte Gas. Drei Wagen brannten aus. Rechtsextreme deutsche Kreise behaupteten später, die Kollision sei von der Freimaurerei inszeniert worden, um Helfferich zu beseitigen. Die offizielle Schweiz bezeichnete dies als „Unsinn“.
In den frühen Morgenstunden des 23. April 1924 prallen bei Bellinzona zwei Personenzüge frontal aufeinander. 15 Menschen sterben. Unter den Toten befindet sich der rechtsextreme, antisemitische, antirepublikanische deutsche Politiker Karl Helfferich.

Helfferich befand sich im vollbesetzten Nachtschnellzug Mailand-Basel, und zwar im teils aus Holz gebauten „Badischen Wagen“, der für seine Gasbeleuchtung 1,2 Kubikmeter Gas mit sich führte. Um 02.30 Uhr stiess die Zugkomposition beim Güterbahnhof Sao Paolo nördlich von Bellinzona mit hoher Geschwindigkeit auf einen aus Arth-Goldau kommenden Personenzug zusammen. Ursache der Kollision ist einerseits ein Fehlentscheid des Bahnhofvorstandes von Ambri-Piotta. Andererseits hatte der Lokomotivführer des Zugs Basel/Zürich/Arth-Goldau-Mailand ein Haltesignal ignoriert. Bei der Kollision entzündete sich das mitgeführte Gas. Drei Wagen brannten aus. Rechtsextreme deutsche Kreise behaupteten später, die Kollision sei von der Freimaurerei inszeniert worden, um Helfferich zu beseitigen. Die offizielle Schweiz bezeichnete dies als „Unsinn“.