Ende des Prager Frühlings - Historisches Bild

Am 8. Januar 1969 trat Parteichef Alexander Dubček im Fernsehen und Radio auf (Foto). Auf seine Ansprache hatten Millionen von Menschen im Land gewartet. Vorausgegangen war der Einmarsch von Truppen des Warschauer Paktes im August 1968, um dem „Prager Frühling“ ein gewaltsames Ende zu setzen.

Dazu wurden die Spitzenfunktionäre des Staates, Alexander Dubček, Josef Smrkovský oder Ludvík Svoboda nach Moskau verschleppt. Sie durften erst nach Hause kehren, nachdem sie sich in den sogenannten „Moskauer Protokollen“ vom Reformkurs losgesagt hatten. Der Druck war so gewaltig, dass Dubček in Moskau einen Nervenzusammenbruch erlitt. Trotzdem firmierten alle drei nach ihrer Rückkehr als „Reformpolitiker des Januar“, obwohl sie sich an der Verabschiedung neuer Gesetze beteiligt hatten und weiterhin beteiligten, die Bürgerrechte und Freiheiten wesentlich einschränkten.

In seiner Ansprache am 8. Januar blieb Alexander Dubček vage: „Wenn manchmal der Arbeitsdruck oder andere Umstände walten, wie es in den letzten Monaten der Fall war, bekommen wir alle dies zu spüren. Ich bin mir dieser Mängel bewusst, und in Zukunft wollen wir sie vermeiden. Bestimmt können Sie verstehen, dass sich dies unter den bestehenden Umständen auf unsere Arbeit auswirken könnte.“

Ein grosser Teil der Bevölkerung verfiel in eine Resignation, die bis zur Wende 1989 anhalten sollte. Andere begingen Verzweiflungstaten So hat sich am 16. Januar 1969 auf dem Prager Wenzelsplatz der Student Jan Palach mit Benzin übergossen und angezündet. Jan Palach soll in einem Brief unter anderem die sofortige Aufhebung der Zensur gefordert haben. Palach starb vier Tage später an seinen Verletzungen.  (Foto:Keystone/AP)
Am 8. Januar 1969 trat Parteichef Alexander Dubček im Fernsehen und Radio auf (Foto). Auf seine Ansprache hatten Millionen von Menschen im Land gewartet. Vorausgegangen war der Einmarsch von Truppen des Warschauer Paktes im August 1968, um dem „Prager Frühling“ ein gewaltsames Ende zu setzen.

Dazu wurden die Spitzenfunktionäre des Staates, Alexander Dubček, Josef Smrkovský oder Ludvík Svoboda nach Moskau verschleppt. Sie durften erst nach Hause kehren, nachdem sie sich in den sogenannten „Moskauer Protokollen“ vom Reformkurs losgesagt hatten. Der Druck war so gewaltig, dass Dubček in Moskau einen Nervenzusammenbruch erlitt. Trotzdem firmierten alle drei nach ihrer Rückkehr als „Reformpolitiker des Januar“, obwohl sie sich an der Verabschiedung neuer Gesetze beteiligt hatten und weiterhin beteiligten, die Bürgerrechte und Freiheiten wesentlich einschränkten.

In seiner Ansprache am 8. Januar blieb Alexander Dubček vage: „Wenn manchmal der Arbeitsdruck oder andere Umstände walten, wie es in den letzten Monaten der Fall war, bekommen wir alle dies zu spüren. Ich bin mir dieser Mängel bewusst, und in Zukunft wollen wir sie vermeiden. Bestimmt können Sie verstehen, dass sich dies unter den bestehenden Umständen auf unsere Arbeit auswirken könnte.“

Ein grosser Teil der Bevölkerung verfiel in eine Resignation, die bis zur Wende 1989 anhalten sollte. Andere begingen Verzweiflungstaten So hat sich am 16. Januar 1969 auf dem Prager Wenzelsplatz der Student Jan Palach mit Benzin übergossen und angezündet. Jan Palach soll in einem Brief unter anderem die sofortige Aufhebung der Zensur gefordert haben. Palach starb vier Tage später an seinen Verletzungen. (Foto:Keystone/AP)