Beate Klarsfeld - Historisches Bild

Es war ein ganz kurzer Auftritt, der Beate Klarsfeld schlagartig bis hinein in die letzten deutschen Wohnzimmer berühmt und berüchtigt machte: die öffentliche Ohrfeige für Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger am 7. November 1968 auf dem Parteitag der CDU. Am 13. Februar wird Beate Klarsfeld 80 Jahre alt.

Ihr Mädchenname war Beate Auguste Künzel, und geboren wurde sie in Berlin. Ihr Ehemann, Serge Klarsfeld, ein Franzose, teilte ihre Leidenschaft für die Aufklärung der dunklen und schamlos verschwiegenen Seiten der deutschen Vergangenheit. Ihre Recherchen führten auch über Ost-Berlin, und ihr kompromissloses Engagement sorgte sogar unter eher links stehenden deutschen Schriftstellern für Kontroversen. Ganz sicher aber ist es ein grosses Verdienst, den distinguierten Herrn Kiesinger an die Seiten erinnert zu haben, die nicht nur er, sondern auch grosse Teile der deutschen Öffentlichkeit am liebsten unter den Teppich gekehrt hätten.

Für die Ohrfeige bekam sie zunächst ein Jahr Gefängnis, ein Gerichtsurteil, das später weitgehend revidiert wurde. Auch nach ihrem spektakulären öffentlichen Auftritt war sie unermüdlich an der Entlarvung früherer Kriegsverbrecher, die sich zum Teil eine unauffällige bürgerliche Existenz aufgebaut hatten, beteiligt. Im Jahr 2012 wurde sie von der Partei Die Linke gegen Joachim Gauck als Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten aufgestellt.

Das Bild stammt vom 21. August 1969. Das Buch, das sie präsentiert, hat die CDU ganz gewiss nicht als Sonderdruck herausgegeben. Neben Beate Klarsfeld ihr Sohn David. (Foto: Keystone/AP/Kurt Hilliges)
Es war ein ganz kurzer Auftritt, der Beate Klarsfeld schlagartig bis hinein in die letzten deutschen Wohnzimmer berühmt und berüchtigt machte: die öffentliche Ohrfeige für Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger am 7. November 1968 auf dem Parteitag der CDU. Am 13. Februar wird Beate Klarsfeld 80 Jahre alt.

Ihr Mädchenname war Beate Auguste Künzel, und geboren wurde sie in Berlin. Ihr Ehemann, Serge Klarsfeld, ein Franzose, teilte ihre Leidenschaft für die Aufklärung der dunklen und schamlos verschwiegenen Seiten der deutschen Vergangenheit. Ihre Recherchen führten auch über Ost-Berlin, und ihr kompromissloses Engagement sorgte sogar unter eher links stehenden deutschen Schriftstellern für Kontroversen. Ganz sicher aber ist es ein grosses Verdienst, den distinguierten Herrn Kiesinger an die Seiten erinnert zu haben, die nicht nur er, sondern auch grosse Teile der deutschen Öffentlichkeit am liebsten unter den Teppich gekehrt hätten.

Für die Ohrfeige bekam sie zunächst ein Jahr Gefängnis, ein Gerichtsurteil, das später weitgehend revidiert wurde. Auch nach ihrem spektakulären öffentlichen Auftritt war sie unermüdlich an der Entlarvung früherer Kriegsverbrecher, die sich zum Teil eine unauffällige bürgerliche Existenz aufgebaut hatten, beteiligt. Im Jahr 2012 wurde sie von der Partei Die Linke gegen Joachim Gauck als Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten aufgestellt.

Das Bild stammt vom 21. August 1969. Das Buch, das sie präsentiert, hat die CDU ganz gewiss nicht als Sonderdruck herausgegeben. Neben Beate Klarsfeld ihr Sohn David. (Foto: Keystone/AP/Kurt Hilliges)