Währungsreform - Historisches Bild

Im Rückblick sieht die Währungsreform Deutschlands von 1948 wie eine makellose Erfolgsstory aus. Aber vor 50 Jahren, am 12. November 1948, kam es deswegen zu einem Generalstreik, an dem nach Gewerkschaftsangaben etwa 9 Millionen der 11,7 Millionen Arbeitnehmer teilnahmen. Das hatte es seit dem Kapp-Putsch von 1920 nicht mehr gegeben.

Der Auslöser für diesen Streik war die Tatsache, dass die Währungsreform Ludwig Erhards mit einer Freigabe der Preise auf Güter des täglichen Bedarfs verbunden war. Das hatte den positiven Effekt, dass Bauern, Bäcker und andere Anbieter ihre Waren nicht mehr horteten. Plötzlich gab es wieder volle Läden und Schaufenster. Gleichzeitig aber stiegen die Preise. Das führte zu erbitterten Auseinandersetzungen. Legendär ist der „Eierkrieg“ auf dem Münchner Viktualienmarkt: Aufgebrachte Bürger fingen plötzlich an, die Stände der Bauern zu plündern.

Mit seiner Währungsreform und der Freigabe der Preise stand Ludwig Erhard damals ziemlich allein da. Auch in seinem Ministerium regte sich Widerspruch. Er blieb stur, machte aber eine Konzession: Dringend benötigte Waren wurden staatlich subventioniert, so dass sie verbilligt an die Verbraucher abgegeben werden konnten. Nach und nach geriet die Wirtschaft in Schwung, wobei der Korea-Krieg als zusätzliches Stimulans wirkte.

Das Foto stammt vom Juni 1948, aber es ist nicht bekannt, in welcher Stadt es aufgenommen wurde. (Foto: Keystone/EPA/STR)
Im Rückblick sieht die Währungsreform Deutschlands von 1948 wie eine makellose Erfolgsstory aus. Aber vor 50 Jahren, am 12. November 1948, kam es deswegen zu einem Generalstreik, an dem nach Gewerkschaftsangaben etwa 9 Millionen der 11,7 Millionen Arbeitnehmer teilnahmen. Das hatte es seit dem Kapp-Putsch von 1920 nicht mehr gegeben.

Der Auslöser für diesen Streik war die Tatsache, dass die Währungsreform Ludwig Erhards mit einer Freigabe der Preise auf Güter des täglichen Bedarfs verbunden war. Das hatte den positiven Effekt, dass Bauern, Bäcker und andere Anbieter ihre Waren nicht mehr horteten. Plötzlich gab es wieder volle Läden und Schaufenster. Gleichzeitig aber stiegen die Preise. Das führte zu erbitterten Auseinandersetzungen. Legendär ist der „Eierkrieg“ auf dem Münchner Viktualienmarkt: Aufgebrachte Bürger fingen plötzlich an, die Stände der Bauern zu plündern.

Mit seiner Währungsreform und der Freigabe der Preise stand Ludwig Erhard damals ziemlich allein da. Auch in seinem Ministerium regte sich Widerspruch. Er blieb stur, machte aber eine Konzession: Dringend benötigte Waren wurden staatlich subventioniert, so dass sie verbilligt an die Verbraucher abgegeben werden konnten. Nach und nach geriet die Wirtschaft in Schwung, wobei der Korea-Krieg als zusätzliches Stimulans wirkte.

Das Foto stammt vom Juni 1948, aber es ist nicht bekannt, in welcher Stadt es aufgenommen wurde. (Foto: Keystone/EPA/STR)