„Dick“ Fosbury - Historisches Bild

Ein Flop, der keiner ist. Der Amerikaner „Dick“ Fosbury verblüfft das Publikum vor 50 Jahren mit einer zirkusreifen neuen Sprungtechnik. Fosbury überspringt am 20. Oktober 1968 an den Olympischen Sommerspielen in Mexiko die Höhe von 2.24 Meter rückwärts und gewinnt die Goldmedaille. Seine Sprungtechnik geht als „Fosbury Flop“ in die Leichtathletik-Geschichte ein. 

Die Olympischen Spiele 1968 in Mexiko brachten zwei weitere Highlights: 

•	Der 1.91 Meter grosse Amerikaner Bob Beamons sprang im Weitsprung 8 Meter und 90 Zentimeter weit – 55 Zentimeter weiter als der bisherige Weltrekord. 

•	Als erster Mensch durchbrach der Amerikaner Jim Hines beim 100-Meter-Lauf die 10-Sekunden-Grenze. Er wurde elektronisch mit 9,95 Sekunden gestoppt.

Die Mexiko-Spiele fanden in unruhigen Zeiten statt. Zehn Tage vor der Eröffnung richteten mexikanische Militärs und Sicherheitskräfte im Quartier Tlatelcolco in Mexico-City ein Massaker an (Matanza de Tlatelolco). Auf Befehl von Präsident Gustavo Díaz Ordaz schossen Scharfschützen, die auf Dächern postiert waren, auf friedlich streikende Studenten. 300 Menschen wurden getötet. 

Es war auch die Zeit der Rassenunruhen und der Black-Power-Bewegung. Ein gutes halbes Jahr vor Eröffnung der Spiele war Martin Luther King ermordet worden. Bei der Siegerehrung des 200-Meter-Laufs protestierten der schwarze Goldmedaillen-Gewinner Tommie Smith und der ebenfalls schwarze Bronzemedaillen-Gewinner John Carlos gegen die Rassendiskriminierung in den USA. Sie erschienen barfuss zur Siegerehrung – Symbol der Armut der Schwarzen – und reckten die rechte, mit einem schwarzen Handschuh überzogenen Faust in die Höhe. Smith und Carlos wurden daraufhin aus dem Olympischen Dorf ausgewiesen. Der weisse australische Silbermedaillen-Gewinner Peter Norman, der sich mit Smith und Carlos solidarisierte, wurde vom australischen Verband für die Sommerspiele 1972 in München gesperrt.
Ein Flop, der keiner ist. Der Amerikaner „Dick“ Fosbury verblüfft das Publikum vor 50 Jahren mit einer zirkusreifen neuen Sprungtechnik. Fosbury überspringt am 20. Oktober 1968 an den Olympischen Sommerspielen in Mexiko die Höhe von 2.24 Meter rückwärts und gewinnt die Goldmedaille. Seine Sprungtechnik geht als „Fosbury Flop“ in die Leichtathletik-Geschichte ein.

Die Olympischen Spiele 1968 in Mexiko brachten zwei weitere Highlights:

• Der 1.91 Meter grosse Amerikaner Bob Beamons sprang im Weitsprung 8 Meter und 90 Zentimeter weit – 55 Zentimeter weiter als der bisherige Weltrekord.

• Als erster Mensch durchbrach der Amerikaner Jim Hines beim 100-Meter-Lauf die 10-Sekunden-Grenze. Er wurde elektronisch mit 9,95 Sekunden gestoppt.

Die Mexiko-Spiele fanden in unruhigen Zeiten statt. Zehn Tage vor der Eröffnung richteten mexikanische Militärs und Sicherheitskräfte im Quartier Tlatelcolco in Mexico-City ein Massaker an (Matanza de Tlatelolco). Auf Befehl von Präsident Gustavo Díaz Ordaz schossen Scharfschützen, die auf Dächern postiert waren, auf friedlich streikende Studenten. 300 Menschen wurden getötet.

Es war auch die Zeit der Rassenunruhen und der Black-Power-Bewegung. Ein gutes halbes Jahr vor Eröffnung der Spiele war Martin Luther King ermordet worden. Bei der Siegerehrung des 200-Meter-Laufs protestierten der schwarze Goldmedaillen-Gewinner Tommie Smith und der ebenfalls schwarze Bronzemedaillen-Gewinner John Carlos gegen die Rassendiskriminierung in den USA. Sie erschienen barfuss zur Siegerehrung – Symbol der Armut der Schwarzen – und reckten die rechte, mit einem schwarzen Handschuh überzogenen Faust in die Höhe. Smith und Carlos wurden daraufhin aus dem Olympischen Dorf ausgewiesen. Der weisse australische Silbermedaillen-Gewinner Peter Norman, der sich mit Smith und Carlos solidarisierte, wurde vom australischen Verband für die Sommerspiele 1972 in München gesperrt.