Konzil von Konstanz - Historisches Bild

Habemus papam: Ein Geistlicher verkündet in Konstanz die Wahl von Oddo di Colonna zum Papst. Er nimmt den Namen Martin V. an. (Bild aus der Konzilschronik von Ulrich von Richental)

Die Wahl eines Einheitspapstes stand im Zentrum des fast dreieinhalbjährigen Konzils von Konstanz, das vor 600 Jahren, am 22. April 1418, zu Ende ging. Ziel war die Beendigung des Grossen Abendländischen Schismas und die Wiederherstellung der Einheit der Kirche. 

Gleich drei Päpste hatten um die alleinige Macht gerungen: Gregor XII. (Rom) und die Gegenpäpste Benedikt XIII. (Avignon) und Johannes XXIII. (Bologna/Lodi). 

Auf Vermittlung von König Sigismund trat der in Rom residierende 82-jährige Papst Gregor XII. „freiwillig“ zurück. Die beiden andern, Benedikt XIII. und Johannes XXIII., wurden zum Rücktritt gezwungen. Benedikt XIII. betrachtete sich bis zu seinem Tod als einzig rechtmässigen Papst. Johannes XXIII. floh, wurde festgenommen und verzichtete schliesslich auf das Papstamt. Unter anderem wurde er im Schloss Gottlieben (TG) gefangen gehalten. 

In der Folge wurde der italienische Kardinal Oddo di Colonna zum Einheitspapst gewählt. 

Das Konzil verurteilte die Lehren von Jan Hus und Hieronymus von Prag als Häresie. Beide wurden als Ketzer verurteilt und verbrannt – obwohl ihnen der König freies Geleit versprochen hatte.
Habemus papam: Ein Geistlicher verkündet in Konstanz die Wahl von Oddo di Colonna zum Papst. Er nimmt den Namen Martin V. an. (Bild aus der Konzilschronik von Ulrich von Richental)

Die Wahl eines Einheitspapstes stand im Zentrum des fast dreieinhalbjährigen Konzils von Konstanz, das vor 600 Jahren, am 22. April 1418, zu Ende ging. Ziel war die Beendigung des Grossen Abendländischen Schismas und die Wiederherstellung der Einheit der Kirche.

Gleich drei Päpste hatten um die alleinige Macht gerungen: Gregor XII. (Rom) und die Gegenpäpste Benedikt XIII. (Avignon) und Johannes XXIII. (Bologna/Lodi).

Auf Vermittlung von König Sigismund trat der in Rom residierende 82-jährige Papst Gregor XII. „freiwillig“ zurück. Die beiden andern, Benedikt XIII. und Johannes XXIII., wurden zum Rücktritt gezwungen. Benedikt XIII. betrachtete sich bis zu seinem Tod als einzig rechtmässigen Papst. Johannes XXIII. floh, wurde festgenommen und verzichtete schliesslich auf das Papstamt. Unter anderem wurde er im Schloss Gottlieben (TG) gefangen gehalten.

In der Folge wurde der italienische Kardinal Oddo di Colonna zum Einheitspapst gewählt.

Das Konzil verurteilte die Lehren von Jan Hus und Hieronymus von Prag als Häresie. Beide wurden als Ketzer verurteilt und verbrannt – obwohl ihnen der König freies Geleit versprochen hatte.