Kosovo - Historisches Bild

Vor zehn Jahren entsteht ein neuer Staat. Die ganze Nacht wird gefeiert. Doch die Euphorie verfliegt schnell.

Am 17. Februar 2008 erklärt das Parlament in Pristina die Unabhängigkeit Kosovos von Serbien. In der Hauptstadt Pristina brechen Freudenkundgebungen aus. (Foto: Keystone/(AP/Visar Kryeziu) 112 der 193 Uno-Mitglieder anerkennen inzwischen die Republik Kosovo als unabhängigen Staat an.

Kosovo war innerhalb Jugoslawiens das rückständigste und ärmste Gebiet. Nach der Unabhängigkeit erlebt das Armenhaus einen kurzen Aufschwung, doch die Entwicklung ist heute zwar da, kommt aber nur schleppend in Gang. Viele Kosovaren beklagen eine Perspektivenlosigkeit. 

Laut Angaben des kosovarischen Fernsehens RTK betrug die Arbeitslosigkeit 2017 30,5 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt nach offiziellen Angaben bei 50 Prozent. Im Human Development Index steht Kosovo an 90. Stelle. Nach einem Bericht der Weltbank leben ein Drittel der 1,9 Millionen Kosovarinnen und Kosovaren unter der Armutsgrenze.

Haupthindernisse für einen Aufschwung sind die schlechte Infrastruktur, das Fehlen von Fachkräften, fehlende Wirtschaftsreformen, die Korruption, die unsichere politische Lage, ein unzuverlässiges Rechtssystem und die harte Hand Serbiens. Die Regierung in Belgrad anerkennt Kosovo nach wie vor nicht als unabhängigen Staat und betrachtet das Gebiet als autonomen Teil Serbiens. 

Die Schweiz hat Kosovo kurz nach der Unabhängigkeitserklärung anerkannt und ist an mehreren Entwicklungsprojekten beteiligt.

Die schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse haben viele Kosovaren in die Migration gezwungen, vor allem nach Deutschland und in die Schweiz. 
In der Schweiz leben über 110'000 Kosovaren.
Vor zehn Jahren entsteht ein neuer Staat. Die ganze Nacht wird gefeiert. Doch die Euphorie verfliegt schnell.

Am 17. Februar 2008 erklärt das Parlament in Pristina die Unabhängigkeit Kosovos von Serbien. In der Hauptstadt Pristina brechen Freudenkundgebungen aus. (Foto: Keystone/(AP/Visar Kryeziu) 112 der 193 Uno-Mitglieder anerkennen inzwischen die Republik Kosovo als unabhängigen Staat an.

Kosovo war innerhalb Jugoslawiens das rückständigste und ärmste Gebiet. Nach der Unabhängigkeit erlebt das Armenhaus einen kurzen Aufschwung, doch die Entwicklung ist heute zwar da, kommt aber nur schleppend in Gang. Viele Kosovaren beklagen eine Perspektivenlosigkeit.

Laut Angaben des kosovarischen Fernsehens RTK betrug die Arbeitslosigkeit 2017 30,5 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt nach offiziellen Angaben bei 50 Prozent. Im Human Development Index steht Kosovo an 90. Stelle. Nach einem Bericht der Weltbank leben ein Drittel der 1,9 Millionen Kosovarinnen und Kosovaren unter der Armutsgrenze.

Haupthindernisse für einen Aufschwung sind die schlechte Infrastruktur, das Fehlen von Fachkräften, fehlende Wirtschaftsreformen, die Korruption, die unsichere politische Lage, ein unzuverlässiges Rechtssystem und die harte Hand Serbiens. Die Regierung in Belgrad anerkennt Kosovo nach wie vor nicht als unabhängigen Staat und betrachtet das Gebiet als autonomen Teil Serbiens.

Die Schweiz hat Kosovo kurz nach der Unabhängigkeitserklärung anerkannt und ist an mehreren Entwicklungsprojekten beteiligt.

Die schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse haben viele Kosovaren in die Migration gezwungen, vor allem nach Deutschland und in die Schweiz.
In der Schweiz leben über 110'000 Kosovaren.