Sophie Taeuber-Arp - Historisches Bild

Vor 75 Jahren stirbt sie. Es ist kalt in dieser Januarnacht. Eben ist sie aus dem besetzten Südfrankreich nach Zürich geflohen. Im Atelierhaus von Max Bill in Zürich-Höngg findet sie Unterschlupf. In ihrem kalten Zimmer setzt sie einen Ofen in Gang. Sie bemerkt nicht, dass die Abzugsklappe geschlossen ist und Rauch austritt. Am Morgen ist sie tot: Kohlenmonoxidvergiftung.  

54 Jahre alt geworden ist die Schweizer Malerin, Bildhauerin und Tänzerin Sophie Taeuber-Arp – jene Frau, die es auf die Fünfzigernote geschafft hat. Sie ist als Deutsche in Davos geboren worden. Ihr Vater ist ein Apotheker aus Preussen, ihre Mutter eine Appenzellerin aus Gais. Nach dem Tod des Vaters nimmt Sophie die Schweizer Staatsbürgerschaft an. 

Von 1906 bis 1910 studiert sie an der „École des arts décoratifs“ in St. Gallen, von 1910 bis 1914 Kunst und Gestaltung an der „Debschitz-Schule“ in München und in Hamburg. 1915 absolviert sie eine Tanzausbildung und tanzt 1917 am grossen „Sonnenfest“ auf dem Monte Verità. Ab 1916 leitet sie die Textilklasse an der Zürcher Kunstgewerbeschule. 1922 heiratet sie den deutsch-französischen Maler, Dichter und Bildhauer Hans Arp. Die beiden fliehen vor den Nazis nach Südfrankreich. Als diese dann auch nach Südfrankreich dringen, flüchtet das Paar in die Schweiz. 

Das Atelierhaus, in dem Sophie Taeuber-Arp am 13. Januar 1943 starb, steht noch heute. Der vielseitige Künstler und Architekt Max Bill hatte es mit 23 Jahren im Jahr 1932 an der damaligen Zürcherstrasse (an der heutigen Limmattalstrasse 383) in Höngg, das damals noch nicht zur Stadt Zürich gehörte, errichtet. (Foto: Keystone/Photopress Archiv/Hollaender)
Vor 75 Jahren stirbt sie. Es ist kalt in dieser Januarnacht. Eben ist sie aus dem besetzten Südfrankreich nach Zürich geflohen. Im Atelierhaus von Max Bill in Zürich-Höngg findet sie Unterschlupf. In ihrem kalten Zimmer setzt sie einen Ofen in Gang. Sie bemerkt nicht, dass die Abzugsklappe geschlossen ist und Rauch austritt. Am Morgen ist sie tot: Kohlenmonoxidvergiftung.

54 Jahre alt geworden ist die Schweizer Malerin, Bildhauerin und Tänzerin Sophie Taeuber-Arp – jene Frau, die es auf die Fünfzigernote geschafft hat. Sie ist als Deutsche in Davos geboren worden. Ihr Vater ist ein Apotheker aus Preussen, ihre Mutter eine Appenzellerin aus Gais. Nach dem Tod des Vaters nimmt Sophie die Schweizer Staatsbürgerschaft an.

Von 1906 bis 1910 studiert sie an der „École des arts décoratifs“ in St. Gallen, von 1910 bis 1914 Kunst und Gestaltung an der „Debschitz-Schule“ in München und in Hamburg. 1915 absolviert sie eine Tanzausbildung und tanzt 1917 am grossen „Sonnenfest“ auf dem Monte Verità. Ab 1916 leitet sie die Textilklasse an der Zürcher Kunstgewerbeschule. 1922 heiratet sie den deutsch-französischen Maler, Dichter und Bildhauer Hans Arp. Die beiden fliehen vor den Nazis nach Südfrankreich. Als diese dann auch nach Südfrankreich dringen, flüchtet das Paar in die Schweiz.

Das Atelierhaus, in dem Sophie Taeuber-Arp am 13. Januar 1943 starb, steht noch heute. Der vielseitige Künstler und Architekt Max Bill hatte es mit 23 Jahren im Jahr 1932 an der damaligen Zürcherstrasse (an der heutigen Limmattalstrasse 383) in Höngg, das damals noch nicht zur Stadt Zürich gehörte, errichtet. (Foto: Keystone/Photopress Archiv/Hollaender)