Todesnacht von Stammheim - Historisches Bild

Hier spricht der zukünftige deutsche Innenminister Otto Schily. Es ist der 19. Oktober 1977, und in der Nacht vom 18. Oktober haben sich Gudrun Ensslin,  Andreas Baader und Jan-Carl Raspe in ihren Gefängiszellen im Hochsicherheitstrakt der JVA Stuttgart-Stammheim das Leben genommen. Vorausgegangen war die Geiselbefreiung  aus der Lufthansa-Maschine Landshut. Damit war der Erpressungsversuch, der mit der Entführung Hanns Martin Schleyers begann und zur Freilassung der inhaftierten Terroristen führen sollte, gescheitert. Prompt wurde auch Schleyer ermordet. Auf seiner Pressekonferenz erklärt Schily, der einige der Terroristen als Anwalt verteidigte, dass nicht ganz sicher sei, ob es sich tatsächlich um Suizide handle. Zusammen mit Hans-Christian Ströbele und Karl-Heinz Weidenhammer hält Schily einige Jahre lang an seinen Zweifeln und Verdächtigungen fest, bis er schliesslich selbst Innenminister wird und mit derartig harter Hand regiert, dass auch konservativste Politiker keinerlei Kritik an seiner Amtsführung üben. (Foto: Keystone/Keystone/Fritz Reiss)
Hier spricht der zukünftige deutsche Innenminister Otto Schily. Es ist der 19. Oktober 1977, und in der Nacht vom 18. Oktober haben sich Gudrun Ensslin, Andreas Baader und Jan-Carl Raspe in ihren Gefängiszellen im Hochsicherheitstrakt der JVA Stuttgart-Stammheim das Leben genommen. Vorausgegangen war die Geiselbefreiung aus der Lufthansa-Maschine Landshut. Damit war der Erpressungsversuch, der mit der Entführung Hanns Martin Schleyers begann und zur Freilassung der inhaftierten Terroristen führen sollte, gescheitert. Prompt wurde auch Schleyer ermordet. Auf seiner Pressekonferenz erklärt Schily, der einige der Terroristen als Anwalt verteidigte, dass nicht ganz sicher sei, ob es sich tatsächlich um Suizide handle. Zusammen mit Hans-Christian Ströbele und Karl-Heinz Weidenhammer hält Schily einige Jahre lang an seinen Zweifeln und Verdächtigungen fest, bis er schliesslich selbst Innenminister wird und mit derartig harter Hand regiert, dass auch konservativste Politiker keinerlei Kritik an seiner Amtsführung üben. (Foto: Keystone/Keystone/Fritz Reiss)