Mata Hari - Historisches Bild

Mata Hari, die am 15. Oktober vor 100 Jahren von einem französischen Exekutionskommando wegen Hochverrats hingerichtet wurde, beflügelt bis heute Fantasien. Sie war nicht nur eine exotische Schönheit, die das Publikum mit ihren Tänzen, zum Teil auch nackt, faszinierte. Die gebürtige Holländerin firmierte als „buddhistische Tempeltänzerin“ und war verheiratet. Offenbar fürchtete sie, an Attraktivität und damit an Einkommen zu verlieren. So verdingte sie sich vermutlich im Spätherbst 1915 beim deutschen Geheimdienst. Das ist inzwischen unstrittig. Gleichzeitig lieferte sie aber auch den Franzosen Informationen, war also eine Doppelagentin. Als ihr von den Deutschen in einem Pariser Hotel ein Geldbetrag übergeben werden sollte, wurde sie verhaftet. Aus englischen Akten geht hervor, dass sie keine wirklich wichtigen Geheimnisse an die Deutschen verriet. Jetzt, nach 100 Jahren seit ihrem Tod, sollen französische Archive geöffnet werden. Vielleicht erfährt man dann mehr. Aber auch ohne genaues Wissen bot ihr Leben Stoff für mehr als 250 Bücher, Theaterstücke und Filme. Foto: (Keystone/Keystone/Str.)
Mata Hari, die am 15. Oktober vor 100 Jahren von einem französischen Exekutionskommando wegen Hochverrats hingerichtet wurde, beflügelt bis heute Fantasien. Sie war nicht nur eine exotische Schönheit, die das Publikum mit ihren Tänzen, zum Teil auch nackt, faszinierte. Die gebürtige Holländerin firmierte als „buddhistische Tempeltänzerin“ und war verheiratet. Offenbar fürchtete sie, an Attraktivität und damit an Einkommen zu verlieren. So verdingte sie sich vermutlich im Spätherbst 1915 beim deutschen Geheimdienst. Das ist inzwischen unstrittig. Gleichzeitig lieferte sie aber auch den Franzosen Informationen, war also eine Doppelagentin. Als ihr von den Deutschen in einem Pariser Hotel ein Geldbetrag übergeben werden sollte, wurde sie verhaftet. Aus englischen Akten geht hervor, dass sie keine wirklich wichtigen Geheimnisse an die Deutschen verriet. Jetzt, nach 100 Jahren seit ihrem Tod, sollen französische Archive geöffnet werden. Vielleicht erfährt man dann mehr. Aber auch ohne genaues Wissen bot ihr Leben Stoff für mehr als 250 Bücher, Theaterstücke und Filme. Foto: (Keystone/Keystone/Str.)