Gerhard Meier - Historisches Bild

33 Jahre lang arbeitete er in einer Lampenfabrik in der Provinz. Dann wurde er einer der ganz grossen Schriftsteller der Schweiz und mit Preisen überhäuft. Vor 100 Jahren, am 20. Juni 1917, wurde Gerhard Meier geboren. - Meier arbeitete zunächst als Designer und technischer Leiter in der Lampenfabrik in Niederbipp im Kanton Bern. Schon während der Studienzeit hatte er erste schriftstellerische Versuche unternommen, die er dann wieder aufgab. 1957 erkrankte er an Tuberkulose. Im Sanatorium begann er wieder zu schreiben. Seit 1971 lebte er als freier Schriftsteller. Er bezeichnete sich selbst als „Provinzler, der immer nur die Welt in der Provinz hereinholen wollte“. Seine Gedichte, Romane und Kurzprosa spielen im Lokalen, meist in Niederbipp. Er verbindet persönliche Erlebnisse und Betrachtungen mit eigenen Interpretationen und Fantasien. 1979 vermachte ihm Peter Handke die Hälfte des ihm zugesprochenen Kafka-Preises. Berühmt wurden seine poetischen, einfühlsamen Texte, die er seiner Frau – nach deren Tod im Jahr 1997 – sozusagen ins Jenseits übermittelte. Er beschrieb die blühenden Apfelbäume und Blumen und sein Leben nach ihr. Obwohl er nun zu den ganz Grossen gehörte, verweigerte er sich dem Literaturbetriebs-Rummel und führte ein zurückgezogenes Leben. Das Bild zeigt ihn im Dezember 1964 in der Lampenfabrik in Niederbipp. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv)
33 Jahre lang arbeitete er in einer Lampenfabrik in der Provinz. Dann wurde er einer der ganz grossen Schriftsteller der Schweiz und mit Preisen überhäuft. Vor 100 Jahren, am 20. Juni 1917, wurde Gerhard Meier geboren. - Meier arbeitete zunächst als Designer und technischer Leiter in der Lampenfabrik in Niederbipp im Kanton Bern. Schon während der Studienzeit hatte er erste schriftstellerische Versuche unternommen, die er dann wieder aufgab. 1957 erkrankte er an Tuberkulose. Im Sanatorium begann er wieder zu schreiben. Seit 1971 lebte er als freier Schriftsteller. Er bezeichnete sich selbst als „Provinzler, der immer nur die Welt in der Provinz hereinholen wollte“. Seine Gedichte, Romane und Kurzprosa spielen im Lokalen, meist in Niederbipp. Er verbindet persönliche Erlebnisse und Betrachtungen mit eigenen Interpretationen und Fantasien. 1979 vermachte ihm Peter Handke die Hälfte des ihm zugesprochenen Kafka-Preises. Berühmt wurden seine poetischen, einfühlsamen Texte, die er seiner Frau – nach deren Tod im Jahr 1997 – sozusagen ins Jenseits übermittelte. Er beschrieb die blühenden Apfelbäume und Blumen und sein Leben nach ihr. Obwohl er nun zu den ganz Grossen gehörte, verweigerte er sich dem Literaturbetriebs-Rummel und führte ein zurückgezogenes Leben. Das Bild zeigt ihn im Dezember 1964 in der Lampenfabrik in Niederbipp. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv)