Miss America, Dauerwelle - Historisches Bild

Sie heisst Norma Smallwood und ist „Miss America“ des Jahres 1926. Sie gehört zu den ersten Frauen, die sich eine elektrische Dauerwelle verpassen lassen. Die einzelnen Haarsträhnen werden zunächst mit einem Wässerchen behandelt und dann auf kurze Metallstäbe aufgewickelt. Diese sind mit elektrischen Kabeln verbunden und werden erhitzt. Der Mann auf dem Bild ist Karl Ludwig Nessler, der Erfinder der Dauerwelle. 

Der aus dem Schwarzwald stammende Nessler hatte schon 1906 erste Versuche mit der Dauerwelle angestellt. Schon früh hatte er sich mit Haaren befasst. Als Schafhirte war er erstaunt, dass die Tiere von Natur aus gelocktes „Haar“ haben. Vor allem in Genf perfektionierte Nessler seine Passion. Er erhitzte die Haarsträhnen durch heisse Zangen. Manchmal entstanden auf der Kopfhaut der Damen Blasen und Verbrennungen. Später zog er nach Paris und London, wo er in der Oxford Street reiche Ladies um den Finger wickelte - und ihre Haare einwickelte. Später stellte er der Londoner Coiffeur-Zunft den ersten elektrischen Dauerwellen-Apparat vor. Doch die Friseure waren skeptisch, vor allem, weil sie fürchteten, die Kundinnen würden weniger oft zu ihnen kommen. Später zog er in die USA. Er starb 1951 in Harrington Park (New Jersey). (Foto: Library of Congress, Washington)
Sie heisst Norma Smallwood und ist „Miss America“ des Jahres 1926. Sie gehört zu den ersten Frauen, die sich eine elektrische Dauerwelle verpassen lassen. Die einzelnen Haarsträhnen werden zunächst mit einem Wässerchen behandelt und dann auf kurze Metallstäbe aufgewickelt. Diese sind mit elektrischen Kabeln verbunden und werden erhitzt. Der Mann auf dem Bild ist Karl Ludwig Nessler, der Erfinder der Dauerwelle.

Der aus dem Schwarzwald stammende Nessler hatte schon 1906 erste Versuche mit der Dauerwelle angestellt. Schon früh hatte er sich mit Haaren befasst. Als Schafhirte war er erstaunt, dass die Tiere von Natur aus gelocktes „Haar“ haben. Vor allem in Genf perfektionierte Nessler seine Passion. Er erhitzte die Haarsträhnen durch heisse Zangen. Manchmal entstanden auf der Kopfhaut der Damen Blasen und Verbrennungen. Später zog er nach Paris und London, wo er in der Oxford Street reiche Ladies um den Finger wickelte - und ihre Haare einwickelte. Später stellte er der Londoner Coiffeur-Zunft den ersten elektrischen Dauerwellen-Apparat vor. Doch die Friseure waren skeptisch, vor allem, weil sie fürchteten, die Kundinnen würden weniger oft zu ihnen kommen. Später zog er in die USA. Er starb 1951 in Harrington Park (New Jersey). (Foto: Library of Congress, Washington)