Kabale im Vatikan

Kommentar 21's picture

Kabale im Vatikan

Von Kommentar 21, 24.02.2013

In Rom wird nichts dem Zufall überlassen: nicht, wer die Fasten-Exerzitien hält, nicht welche Indiskretionen ans Tageslicht kommen. Alles ist bedeutsam. Jedes Zeichen ist wichtig. Als versteckter Hinweis auf eine mögliche Nachfolge darf sicher die Tatsache gelten, dass Papst Benedikt XVI. den Kurienkardinal Gianfranco Ravasi mit den diesjährigen Fasten-Exerzitien betraute. Und mehr als ein Zufall dürfte auch sein, dass ausgerechnet jetzt die Existenz eines schwulen Netzwerkes im Vatikan publik gemacht wurde. Es sollen ihm auch Kardinäle angehören, die sich dadurch erpressbar gemacht haben. Egal, ob diese jüngsten Enthüllungen den Anstoss zum Rücktritt gegeben haben oder nicht, verdächtig sind sie allemal. Denn das Thema Homosexualität dürfte bei der kommenden Papstwahl keine geringe Rolle spielen. Michael Meier hat im „Tages-Anzeiger“ aufgezeigt, dass es unter den Papabili einige gibt, deren Einstellung zu Homosexualität intolerabel ist. Da ist einmal der Kanadier Marc Quellet, der sich gegen die Homo-Ehe stark macht. Und da ist vor allem der Hoffnungsträger aus Afrika, Peter Turkson, der die Anti-Gay-Gesetze in Afrika verteidigt und unlängst sogar die Todesstrafe für Schwule befürwortet haben soll. Es dürfte nicht wenige geben, die ein Interesse an solchen Nachrichten haben: sei es, um sich selbst als Kandidaten zu empfehlen, oder sei es, um andere als Konkurrenten auszuschalten. In Rom wird hinter den Kulissen mit harten Bandagen gekämpft. Schmutzige Bankgeschäfte, Schwulenfeindlichkeit und die Nähe zu Unrechtsregimen spielen dabei eine wichtigere Rolle als der christliche Glaube. Kein Wunder, dass da einer vorzeitig das Handtuch wirft. (Klara Obermüller)

Ähnliche Artikel

Kommentare

Die Redaktion von Journal21.ch prüft alle Kommentare vor der Veröffentlichung. Ehrverletzende, rassistische oder anderweitig gegen geltendes Recht verstossende Äusserungen zu verbreiten, ist uns verboten. Da wir presserechtlich auch für Weblinks verantwortlich sind, löschen wir diese im Zweifelsfall. Unpubliziert bleiben ausserdem sämtliche Kommentare, die sich nicht konkret auf den Inhalt des entsprechenden Artikels oder eines bereits aufgeschalteten Leserkommentars beziehen. Im Interesse einer für die Leserschaft attraktiven, sachlichen und zivilisierten Diskussion lassen wir aggressive oder repetitive Statements nicht zu. Über Entscheide der Redaktion führen wir keine Korrespondenz.

Wo, sehr geehrte Frau Obermüller, steht geschrieben, dass Der Papst (einer der vorzeitig das Handtuch wirft....) das Handtuch wirft? Höchstens in oberflächlichen Berichterstattungen. Und schade, dass Sie sich nicht etwas fundierter mit Ihrer Schwesterkirche auseinandersetzten. Ich war Protestantin und habe mir diese "Mühe" gemacht, weil ich nicht bei den Vorurteilen die "uns" Protestanten mit der Muttermilch mitgegeben werden, stehen bleiben wollte. Es muss Ihnen dann ja nicht gehen wie mir: ich bin nun seit 9 Jahren glückliche Katholikin, trotz allem.

Wo, sehr geehrte Frau Obermüller, steht geschrieben, dass Der Papst (einer der vorzeitig das Handtuch wirft....) das Handtuch wirft? Höchstens in oberflächlichen Berichterstattungen. Und schade, dass Sie sich nicht etwas fundierter mit Ihrer Schwesterkirche auseinandersetzten. Ich war Protestantin und habe mir diese "Mühe" gemacht, weil ich nicht bei den Vorurteilen die "uns" Protestanten mit der Muttermilch mitgegeben werden, stehen bleiben wollte. Es muss Ihnen dann ja nicht gehen wie mir: ich bin nun seit 9 Jahren glückliche Katholikin, trotz allem.

Wo, sehr geehrte Frau Obermüller, steht geschrieben, dass Der Papst (einer der vorzeitig das Handtuch wirft....) das Handtuch wirft? Höchstens in oberflächlichen Berichterstattungen. Und schade, dass Sie sich nicht etwas fundierter mit Ihrer Schwesterkirche auseinandersetzten. Ich war Protestantin und habe mir diese "Mühe" gemacht, weil ich nicht bei den Vorurteilen die "uns" Protestanten mit der Muttermilch mitgegeben werden, stehen bleiben wollte. Es muss Ihnen dann ja nicht gehen wie mir: ich bin nun seit 9 Jahren glückliche Katholikin, trotz allem.

Wo, sehr geehrte Frau Obermüller, steht geschrieben, dass Der Papst (einer der vorzeitig das Handtuch wirft....) das Handtuch wirft? Höchstens in oberflächlichen Berichterstattungen. Und schade, dass Sie sich nicht etwas fundierter mit Ihrer Schwesterkirche auseinandersetzten. Ich war Protestantin und habe mir diese "Mühe" gemacht, weil ich nicht bei den Vorurteilen die "uns" Protestanten mit der Muttermilch mitgegeben werden, stehen bleiben wollte. Es muss Ihnen dann ja nicht gehen wie mir: ich bin nun seit 9 Jahren glückliche Katholikin, trotz allem.

Die Protestantin Klara Obermüller hat es offenbar nötig, Gerüchte auf Boulevard-Zeitungs Niveau zu streuen. Schade, dass die Dr. h.c. theol (protestantisch) solche minderwertige Beiträge über die katholische Kirche verfasst. Ich empfehle, fundiertere Informationen z.B. auf www.kath.net zu lesen.

SRF Archiv

Newsletter kostenlos abonnieren