In eigener Sache

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In eigener Sache

Von Kommentar 21, 16.06.2013

Bin ich gekauft, gemietet, geschmiert? Klandestines Mitglied bei der SVP, auf der Gehaltsliste der Linken? Oder gar bezahlt von der Schweizer Bankenlobby? Lachhaft. Warum habe ich mich als Sprecher des Vereins der Schweizer Lehman-Opfer mit mehr als 1000 Mitgliedern engagiert? Dazu beigetragen, dass die Credit Suisse finanztechnischen Laien, Kleinanlegern immerhin 150 Millionen mehr zurückzahlen musste, als sie am Anfang wollte? Warum schreibe ich Bücher, die auch zu Bestsellern werden? Scheue keine Konfrontation, trete überall öffentlich auf, wo man sich traut, mich einzuladen? So viele merkwürdige Fragen. Die Antwort ist ganz einfach: Ich leiste mir einen offenbar unglaublichen Luxus. Ich nehme mir die Zeit, über Fragen nachzudenken und meine Antworten zu formulieren. Ich mache das Normalste der Welt: Ich sage meine freie Meinung. Öffentlich. Völlig unabhängig, aber engagiert, ohne Rücksichten, ohne Zahlmeister. Der bin ich mir selber, als selbständiger Kleinunternehmer. Da berate ich alle, die von meiner professionellen Kompetenz profitieren wollen. Meine Meinung hören, nicht kaufen wollen. Es gibt genügend Wattebauschwerfer, die nur «einerseits, andererseits, aber vielleicht doch nicht» säuseln. Gähnend langweilig, statt unterhaltsam und anregend. Habe ich Prinzipien? Viele. Was öffentlich interessiert: Wo Zeyer draufsteht, ist auch Zeyer drin. Nicht mehr, nicht weniger. Ein engagierter Bürger, der den Satz mag: Das Unrecht, das einem Einzelnen widerfährt, ist eine Bedrohung für alle. Mich irritiert zunehmend, dass das irritiert. (René Zeyer)

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Sehr geehrter Herr Zeyer

Lassen Sie sich nicht irritieren bleiben Sie weiterhin ihrer Linie treu. Wir haben genug Schwachstrom Politiker und Experten die sich um die Wahrheit drücken und mit dem Strom der Duckmäuser schwimmen. Wenn etwas aussieht wie eine Ente, watschelt wie eine Ente, quackt wie eine Ente, dann bezeichnen Sie die Ente als eine Ente. Es ist egal was die quackenden Gegner dazu sagen.

Aber es stört Sie doch nicht wirklich das Sie angegriffen werden? Sie tanzen aus der Reihe also will man Sie zurückschubsen oder eben ganz hinausdrängen. Normale Reaktion des Rudels nicht wahr?

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