Hamas gegen Israel und Israel gegen Hamas

Arnold Hottinger's picture

Hamas gegen Israel und Israel gegen Hamas

Von Arnold Hottinger, 19.11.2012

In Gaza bombardieren zur Zeit die Israeli, bis der Raketenbeschuss aus Gaza auf Israel aufhören wird. In Gaza schiessen Hamas und die noch radikaleren Kampfgruppen, die Hamas konkurrenzieren, Raketen ab, solange sie es vermögen.

Was bedeuten dürfte, dass der gegenwärtige Kampf solange andauern wird, bis die Raketenvorräte in Gaza erschöpft sind. Vielleicht werden die Israeli noch eine Landaktion lancieren, etwa im Fall, dass sie dies als notwendig erachten, um möglichst alle Raketen aus Gaza zu eliminieren. Doch am Ende wird eine Art von Ruhe eintreten, wie schon vor vier Jahren nach dem ersten Gazakrieg der Israeli.

Die nächste Runde und die Übernächste?

Es ist aber zu erwarten, dass Hamas nach dieser Niederlage, die den islamistischen Kämpfern wohl nur als ein "Rückschlag" gelten wird, neue Raketen einschmuggelt und selbst herzustellen versucht. Was vermutlich dazu führen wird, dass die Israeli einem bestimmten Zeitpunkt, wenn ihre Geheimdienste die Überzeugung erlangen, dass ein neues Raketenarsenal Israel bedrohe, erneut, wie schon diesmal, in kleinen Schritten der Provokation dafür sorgen werden, dass Hamas oder seine inner-gaziotischen Rivalen ein paar Raketen fliegen lassen. Worauf die israelische Regierung erklären wird, sie sei gezwungen, Israel zu verteidigen und ihrerseits erneut Gaza bombardieren.

Wird dies wie bisher in regelmässigen Abständen von vier Jahren wie eine blutige Olympiade geschehen? Jeweils zu der Zeit, in der israelische Parlamentswahlen bevorstehen? Weil Demonstrationen der starken Hand den herrschenden Konservativen nützen und alle zuvor laut gewordenen Sozialbegehren in den Hintergrund schieben? Nach dem ersten Gazakrieg sagten alle Auguren voraus, ein zweiter müsse notwendig folgen. Wird dies nach dem zweiten auch für den dritten gelten?

Welche Strategie auf beiden Seiten?

Angesichts solcher Fragen drängt sich die Grundfrage auf: Was sind die strategischen Ziele solcher Kriege? Gibt es sie überhaupt? Wenn ja, sind sie erreichbar?

Die Frage richtet sich an beide Seiten in der Dauerkonfrontation. Hamas erklärt den Kampf selbst als sein strategisches Ziel. Den islamistischen Anführern geht es darum, den Krieg gegen Israel fortzuführen. Ihren Rivalen von Fatah werfen sie vor, sie hätten den Kampf aufgegeben, und sie merken an, dafür sei die PLO aber nicht belohnt worden.

Symbolischer Krieg

Hamas hat angesichts der gewaltigen Überlegenheit der israelischen Streitkräfte nicht viele Möglichkeiten "zu kämpfen". Die Raketen sind eine der wenigen, wenn nicht die einzige. Dass es sie gibt und dass man sie abschiessen kann, sogar wenn man weiss, dass sie kaum etwas treffen werden, hat für Hamas symbolischen Wert. Es zeigt, dass der Krieg weitergeht. "Wir von Hamas haben den Krieg nicht aufgegeben!"

Doch kann man das eine Strategie nennen? Eine Strategie müsste eigentlich einen Weg zum Erfolg weisen. Die Raketen erweisen sich eher als ein Weg, der zu periodischen Vernichtungsschlägen vonseiten Israels führt. Dennoch scheint der Krieg Hamas als notwendig zu gelten. Ihre Anführer und Sprecher bezeichnen "den Kampf", solange er andauert, gleich zu wie vielen Verlusten er führt, als ihre , schliesslich sieghafte und damit erfolgversprechende Strategie, wie sie versichern.

Ihre Kritiker werden sagen: Ihr bringt euch nur selbst und alle eure Mitbewohner von Gaza ins Unglück. Doch Hamas sieht ein gleich grosses oder grösseres Unglück darin, den Begehren Israels nachzugeben. Dies, so sind sie sich ihre Ideologen gewiss, wird zur Vernichtung der Palästinenser führen, und die Erfahrungen, die diese im Westjordanland machen, scheinen ihnen nicht unrecht zu geben.

Und Israels Ziele?

Doch muss man auch fragen: Haben denn die Israeli eine Strategie? Wie genau? Wie können sie vermeiden, dass neue, wahrscheinlich noch radikalere Führer Hamas übernehmen, wenn die bisherigen umgebracht werden? Wie es ja auch schon erprobt worden ist.

Können die Bewohner von Gaza mit Bomben gezwungen werden, Israel nicht mehr als Feind anzusehen? Oder kann man sie mit Bomben dazu veranlassen, Hamas die Gefolgschaft zu künden?

Die Palästineser sollen "verschwinden"

Die gleiche Pseudo-Strategie wird auch im Westjordanland befolgt. Man könnte sie so definieren: "Wenn man die Palästinenser nur systematisch genug niederhält, werden sie einmal genug bekommen und verschwinden, irgendwie unsichtbar und unschädlich werden, vielleicht sogar auswandern, etwa nach Jordanien. Oder wenn sie bleiben, in ihren Bantustans fortvegetieren..., bis es sie irgendwie nicht mehr gibt."

Wahlverwandtschaften

Auf beiden Seiten sieht es so aus, als ob die jetzigen Führungsgruppen im Fortdauern des Krieges ihr Interesse erblickten. Schon weil das ihnen erlaubt, an der Führung zu bleiben, sie als Anführer unabkömmlich werden lässt. Sie sind mit "ihrer" Politik verbunden und schon daher sind sie dafür, dass diese Politik fortgeführt werde. Wohin sie führt, ist weniger wichtig, als dass sie andauert.

Die Ziele liegen fern, und das ist eigentlich gut so für die Machthaber, denn damit rückt auch ihr Abtreten in die Ferne. Was man alles natürlich ideologisch verbrämen kann, es sei gut für den Glauben oder es sei notwendig für das Vaterland.

Blind für mögliche Alternativen

Gibt es Alternativen? Beide Seiten wollen sie nicht ins Auge fassen. Sie sagen daher, sie seien verderblich, brächten Unsicherheit über Israel, das Ende der Hoffnung in Gaza.

Man schliesst Alternativen aus, schon weil sie eine neue Führung hervorbrächten. - Und die Völker, in Gaza, in Israel, warum folgen sie? Eine Mischung von Angst und von Hass hindert sie daran zu erkennen, dass es brauchbare, menschlichere und hoffnungsvollere Alternativen gäbe. Raketen und Bomben sind gut, um diese Mischung zu perpetuieren.

Der Dauerkrieg bringt die zu ihm gehörigen Führungsschichten hervor, und er sorgt dafür, dass die Geführten angeführt bleiben. Die Führungsschichten wiederum leben vom Dauerkrieg. Deshalb sorgen sie dafür, dass er fortdauert. Ideologie dient dazu, diesen Zustand sich selbst und anderen als unvermeidlich auszugeben, wenn nicht gar gottgegeben.

Ähnliche Artikel

Kommentare

Die Redaktion von Journal21.ch prüft alle Kommentare vor der Veröffentlichung. Ehrverletzende, rassistische oder anderweitig gegen geltendes Recht verstossende Äusserungen zu verbreiten, ist uns verboten. Da wir presserechtlich auch für Weblinks verantwortlich sind, löschen wir diese im Zweifelsfall. Unpubliziert bleiben ausserdem sämtliche Kommentare, die sich nicht konkret auf den Inhalt des entsprechenden Artikels oder eines bereits aufgeschalteten Leserkommentars beziehen. Im Interesse einer für die Leserschaft attraktiven, sachlichen und zivilisierten Diskussion lassen wir aggressive oder repetitive Statements nicht zu. Über Entscheide der Redaktion führen wir keine Korrespondenz.

@Rroger Guth. Ihre Interpretationen und Auslegungen anderer Kommetare benötigen keine weiteren Antworten. Da Sie immer wieder etwas finden würden, dass Sie uminterpretieren könnten um andere des Judenhasses zu beschuldigen. Ahasver

@Roger Guth:

Wenn Sie die fundierte und ausgewogene Analyse von Hr. Hottinger nicht mögen so berechtigt dies nicht zu einem persönlichen Angriff!

Aber wenn Sie unbedingt eine einfche klare Lösung möchten: Die USA sollten endlich aufhören alle Israelischen Übergriffe zu tolerieren. Die Mauer müsste wie in Berlin abgerissen werden. Das zwingt das militärische Establishment in Israel echte langfristige und für beide Seiten ausgewogene Lösungen zu finden.

Recht seltsam ist es schon, wenn im J21 einerseits die Meinung eines Korrespondenten gross verkündet wird, der durch seinen 15- jährigen Aufenthalt in Kairo völlig einseitige Ansichten infiltriert bekam. Befremdend ist anderseits, dass im J21 ausschliesslich weitere Journalisten ihre eigene Sicht darstellen dürfen, die schon lange den Massstab verloren haben und für ihre Einseitigkeit bekannt sind, wie etwa Arnold Hottinger.

Urs. Marthaler erwähnte, dass viele heutige Zeitgenossen zu wenig historische Kenntnisse hätten. Das trifft ganz offensichtlich auch für ihn selbst zu. Hemmungslos erlaubt auch er sich daher mit dem fürchterlichen Ausdruck „Holocaustkeule“ ihm unliebsame Themen tot zu schlagen. Das aber ist doch besonders geschmacklos und widerlich, weil während zwei Jahrtausenden zahllose Juden und auch im Holocaust mit Keulen tot geschlagen, gefoltert und verstümmelt wurden.

Herr Marthaler: Die Welt wurde nicht von jenen aufgebaut und verbessert, die ausschliesslich Negatives, darunter Wahres und Unwahres verkünden. Positive Visionen und Gedanken führten doch zum Fortschritt. Das sage ich Ihnen nicht nur als erfahrener Konstrukteur von Maschinen und Industrie-Einrichtungen, sondern auch als einer der seit der frühesten Jugend mit dabei war, um mit Gesinnungs-Genossen beizutragen das Wüsten-Land zwischen Jordan und Mittelmeer in fruchtbare, das Auge erfreuende Ländereien zu verwandeln, auch mit Geldsammlungen. Negatives zu sehen und beschreiben, um zur Verbesserung Positives auszudenken, zu verkünden und zu schaffen, dient aber bestimmt mehr dem Fortschritt der Menschheit, als eine masslose ausschliessliche Darstellung von Negativem.

Mein eigenes positives Tun führte aber auch zu persönlichen Begegnungen mit manchen, die führende Funktionen beim Aufbau Israels inne hatten. So zeigte sich u.a. auch das Folgende: 1.Kein einziger sprach jemals abfällig oder feindselig wegen arabischen Mitbewohnern. 2.Mancher ist seit Jahren tätig, um bei gemeinsamer Arbeit und Freizeit ein angenehmes Verhältnis zu den Arabern Israels zu gestalten.

Meine eigene Erfahrung sagt aber auch, dass alle beruflichen und privaten Kontakte zwischen Arabern und Juden, die ich in Israel persönlich erlebte, einen erfreulichen, problemlosen Verlauf nahmen. Den schaurigen Nazibegriff „Endlösung“ in Bezug auf Araber den Juden anzuhängen, ist nicht nur widerlich und äusserst geschmacklos, sondern von der Wirklichkeit so entfernt wie die Sonne von der Erde. Neben Gefühllosigkeit zeugt dessen arger Missbrauch wohl von übler Ignoranz oder Vergesslichkeit. So drangen sich eben Fragen auf, wie

Vergessen, dass 1870 in Jerusalem 11‘000 Juden wohnten + 6500 Moslems + 4500 Christen, sowie 1922 in Palästina 83‘790 Juden + 589‘177 Moslems + 71‘464 Christen + 7‘617 Drusen?

Vergessen die Balfour- Deklaration von 1917 als " Zusicherung britischer Unterstützung bei der Errichtung einer jüdischen Heimstätte in Palästina"?

Vergessen, dass der Völkerbund 1922 Grossbritannien das Palästina- Mandat übertrug " um die jüdische Einwanderung und Ansiedlung im Land zu fördern"?

Vergessen, dass 1947 die UNO mit 2/3 - Mehrheit einen Teilungsplan für Palästina genehmigte, der von den Juden akzeptiert wurde?

Vergessen, dass die Ausrufung des Staates Israel am 14.5.1948 mit einem Kriegsangriff von 5 arabischen Staaten beantwortet wurde, mit dem Ziel der völligen Vernichtung Israels?

Vergessen, die seither periodisch von Arabern angezettelten Kriege, Aufrufe zur vollständigen Vernichtung Israels, die Terroraktion als Antwort auf Israels Friedensvorschläge von Camp David, die grausamen Morde von Zivilisten, auch Frauen und Kinden?

Vergessen, die Austreibung der Juden seit 2000 Jahren, die Scheiterhaufen für Juden in Europa, auch 1348 bis 1401 in Zofingen, Baden, Basel, Bern, Solothurn, St.Gallen, Schaffhausen,Winterthur, Zürich, etc.etc.?

Vergessen, die sog. Endlösung der Judenfrage von Wannsee und die Folgen in Auschwitz, Bergen-Belsen, Buchenwald, Chelmo, Dachau, Maidanek, Mauthausen, Sobibor, Treblinka, u.a.m., so etwa in Struthof- Natzweiler in den etwa 100 km von Basel entfernten Vogesen, die man von Basel aus mit blossem Auge erblicken kann ?

Wie sagte doch 1985 der deutsche Präsident. Weizsäcker zum 40. Waffenstillstandstag:

“WER ABER VOR DER VERGANGENHEIT DIE AUGEN VERSCHLIESST, WIRD BLIND FÜR DIE GEGENWART. WER SICH DER UNMENSCHLICHKEIT NICHT ERINNERN WILL, DER WIRD WIEDER ANFÄLLIG FÜR NEUE ANSTECKUNGS-GEFAHREN“.

Innenminister Eli Yishai: "Der Gazastreifen muss in mittelalterliche Zustände zurückversetzt werden. Alle Infrastruktur, Strassen und Wasserversorgung, muss zerstört werden."(NZZ, 20.11.2012). Mit solchen Personen einen halbwegs gerechten Frieden auszuhandeln ist nicht möglich. Dass dies auch mit Hamas nicht möglich ist, bestreitet niemand. Aber: Wenn Vertreter der Regierung einer sogenannten Demokratie die Vernichtung von Gaza fordern, dann müsste die Weltöffentlichkeit reagieren. Die EU, die USA und die UNO werden eh nichts tun.

Das einzige Positive am Nahost-Konflikt sind die - vor allem auf jüdischer Seite - zahlreichen Friedensbewegungen, die sich nicht von der jeweiligen Propaganda einnebeln lassen und die Verbrechen sowohl der Regierung, wie der Hamas beim Namen nennen. Dass die Führer beider Seiten keinerlei Interesse an einem halbwegs gerechten Frieden haben, ist wohl mehr als offenkundig.

Herr Hottinger gratullation, ein ausgewogen guter Artikel. @Guth Ich glaube es ist nicht die Aufgabe von Herrn Hottinger eine brauchbare Lösung im Palästinakonflikt vorzuschlagen.

Anscheinend haben viele heutige Zeitgenossen zu wenig historisch Kenntnisse. Der Palästinakonflikt begann schon viel früher, schon vor dem ersten Zionistenkongress in Basel 1897, mit der illegalen Einwanderung der Ostjuden gegen den Willen der Engländer die damals das Mandat des Völkerbundes hatten.

@Emil Erlenmeyer. Ihre sarkastischen Bemerkungen gegenüber J21 passen zu Ihrem Namen. Sie und Ihresgleichen schwingen gleich jedesmal die Holocaustkeule (sprich anti-israelisch und antisemitisch) wenn ein kritischer Artiker über Israel erscheint. dabei ist der Artikel von Herrn Hottinger absolut neutral geschrieben.

Israel sucht meiner Meinung nach eine "Endlösung" für die Palästinenser.

J21 hat sich zum antiisraelischen Medium entwickelt. Offenbar lässt sich so gut leben. Aber das Credo stimmt nicht mehr, J21 schwimmt mit seiner ausgesprochen antiisraelischen Einstellung im Mainstream.

Ich gehe davon aus, dass J21 ein Preisausschreiben veranstaltet hat: Wer schreibt den besten antiisraelischen Artikel, darf auch antijüdisch sein? Zur Zeit Wetteifern die Herren Hottinger (Karl May) und Flottau (Courts-Mahler) um den Preis.

Herr Hottinger, wieder mal eine geniale Analyse und Beleuchtung der Hintergründe.

Hoffentlich lassen Sie sich nicht von teilweise dummen oder extremistischen Kommentaren entmutigen.

Vielleicht müsste die Moderation ggfs. Ausuferndes löschen, was man nur sehr selten tun sollte. Aber es scheint bei diesen Themen Kommentare in eine Richtung zu gehen, die nichts mehr mit freier Meinungsäusserung, jedoch eher mit Hass und Extremismus zu tun haben.

Auf diesen Artikel habe ich mich, wohl ahnend, dass er „in der Pipeline“ war, gefreut!

Doch, es hapert ein wenig mit dem Verständnis!

„In Gaza bombardieren zurzeit die Israeli (sic!), bis der Raketenbeschuss aus Gaza auf Israel aufhören wird.“

Verstehe ich das richtig, dass, wie Sie schreiben, Israel bereits in Gaza einmarschiert ist, und sich sozusagen von innen heraus gegen den Beschuss auf Israel durch die Terroristen wehrt?

„In Gaza schießen Hamas und die noch radikaleren Kampfgruppen, die Hamas konkurrenzieren, Raketen ab, solange sie es vermögen.“

Aha, es gibt also eine zweite starke Gruppe neben den Hamas Terroristen, die zwar in Konkurrenz zueinander stehen, aber irgendwie doch am gleichen Tropf hängen, denn Waffennachschub läuft nun mal nur über Ägypten, und den wiederum kontrolliert die Hamas. Interessant, Ihre These!

„Vielleicht werden die Israeli noch eine Landaktion lancieren, etwa im Fall, dass sie dies als notwendig erachten, um möglichst alle Raketen aus Gaza zu eliminieren. Doch am Ende wird eine Art von Ruhe eintreten, wie schon vor vier Jahren nach dem ersten Gazakrieg der Israeli.“

Ich muss keine Seherin sein, um das Ziel der Operation „Pillar of Defense“ zu erahnen: nicht „möglichst alle“, sondern alle Vorräte an Raketen, Abschussbasen, Waffen- und Raketenlager müssen zerstört werden. Die gesamte terroristische Infrastruktur muss zerstört werden, ebenso wie alle Tunnel.

Dies, damit eben nicht „eine Art von Ruhe“ eintreten wird, sondern damit endlich Ruhe herrscht im israelischen Süden, der seit Jahren nichts kennt als Raketenterror. Und dies auf Jahre hinaus, genauso, wie es unsere Regierung verlangt, auf mehr als 15 Jahre!

Das, Herr Hottinger ist das Ziel!

Und damit erübrigt sich jede gedanklich Spekulation Ihrerseits darüber, wie die Befindlichkeiten der „den islamistischen Kämpfern“, ich bezeichne sie als das, was sie sind: Terroristen, wohl angesichts der sie erwartenden Niederlage sein werden.

Die Zivilisten in Gaza verdienen es, eine Chance zu bekommen. Die werden sie aber nur dann bekommen, wenn es uns gelingt die Hamas Terroristen und ihre Infrastruktur nachhaltig zu zerstören.

Die geforderten 15 Jahre Frieden sollen auch den Menschen in Gaza helfen, sich zu konsolidieren, demokratische Wahlen durchzuführen und zu entscheiden, wohin ihr Weg gehen soll.

Partner für den Frieden sind wir allemal, aber nur, wenn wir sicher sein können, dass unser Gegenüber uns nicht gleichzeitig anlächelt und gleichzeitig losschlägt!

Uff, Herr Guth sucht Lösungen! Konstruktive Vorschläge! Nun müsste er nur noch den Mut haben, zu sagen, wie er diese ungeliebten Palästinenser loswerden könnte. Na wie denn, Herr Guth?

Ihr seltsame Analyse, im Stile von "wenn und aber, von eventuell und vielleicht, möglicherweise und warum auch nicht", trägt sicherlich nichts, aber auch gar nichts bei zum finden von Wegen zur Lösung eines Konfliktes, der mit dem Ueberfall von 5 arabischen Nachbarstaaten begann, zwecks Auslöschung des einen Tag vorher in Tel Aviv ausgerufenen Staates Israel, nämlich am 14.Mai 1948. Es wäre doch viel sachdienlicher, wenn Sie Ihre Zeit für das Ausdenken und Veröffentlichen von kreativen, konstruktiven Vorschlägen einsetzen würden, für eine Verbesserung der seit 64 Jahren andauernden unlogischen, ungesunden und Entwicklungs behindernden Situation im Nahen Osten.

SRF Archiv

Newsletter kostenlos abonnieren