„Genug ist genug“

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„Genug ist genug“

Von Journal21, 19.05.2019

Bundeskanzler Sebastian Kurz distanziert sich unmissverständlich von Rechtspopulismus und Rechtsextremismus.

Nach der Publikation des Strache-Enthüllungsvideos löst Kurz die Koalition mit der rechtspopulistischen FPÖ auf und plädiert für Neuwahlen „zum schnellstmöglichen Zeitpunkt“. Zuvor war FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zurückgetreten.

Strache war gefilmt worden, als er einer angeblich russischen Oligarchen-Nichte Staatsaufträge im Austausch für Wahlkampfhilfe in Aussicht stellte. Zudem sprach er davon, dass die angeblich reiche Russin das mächtige Boulevardblatt „Kronen-Zeitung“ kauft und dann für Straches FPÖ Wahlwerbung macht. (Foto: Keystone/EPA/Christian Bruna)

Hier die Rede von Sebastian Kurz vom Samstagabend im Video.

Kommentare

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Kanzler Kurz hat die Rechtspopulisten in die Regierung geholt, er wurde gewarnt, schon damals war "Genug ist genug".

Zur Erhellung der FPÖ ein Artikel aus der Bernerzeitung:
'Als Sammelbecken für Alt-Nazis stand die FPÖ seit ihrer Gründung unter Verdacht, den füh­rende Repräsentanten durch eindeutig zweideutige Anspielungen auch immer wieder nährten. Von Jörg Haiders Lob für die «ordentliche Beschäftigungspolitik im Dritten Reich» im Jahr 1991 über die Beschimpfung von Wehrmachtsdeserteuren als «Kameradenmörder» durch den blauen Bundesrat Siegfried Kampl bis zu offen antisemitischen Karikaturen auf der Facebook-Seite von Parteichef Heinz-Christian Strache reicht die lange Liste.'

Glaubwürdig wäre das 'jetzt ist genug' von Herrn Kunz gewesen, wenn er es längst vor diesem entlarvenden Video gesagt und umgesetzt hätte. Jetzt, nach dem Video und dem Rücktritt des tief gefallenen Vize-Kanzlers ist es lediglich ein schwacher Versuch, den Leuten vorzugauckeln, er hätte diese korrupte Situation noch irgendwie im Griff. Wer mit korrupten und extremistischen Gruppen zusammenspannt, um die eigene Machtposition zu erreichen oder zu festigen, wird früher oder später die Rechnung zu begleichen haben. In diesem Fall eher früher.

Kurz war nicht zu beneiden. Die FPÖ hatte ihn in Geiselhaft. Sie tanzte ihm mit ihrem rechtsextremen Gezündel (Rattengedicht usw.) auf der Nase herum. Jetzt haben sich die FPÖ und ihr abstossender Obmann Strache selbst erledigt und ihre Fratze gezeigt. Dumm gelaufen. Natürlich wurde da eine Falle gestellt. Gut so, nur so erfährt man, wie diese rechtsextremen Brüder ticken. Zum Glück gibt es die Medien, die solches an den Tag bringen. Endlich hatte Kurz den Mut, diese unheilige Allianz platzen zu lassen. Ja, genug ist genug. A.B. Innsbruck

Falle gestellt und hinein getappt. Man muss eben rund um die Uhr vor Menschen, die einem Übles wollen, auf der Hut sein. Allerdings wird das alles insgesamt nach hinten los gehen. Die meisten Bürger können solche Aktionen mittlerweile ganz gut durchschauen, wer da wem ganz bewusst und mit voller Absicht schaden will.

Ihrer Ansicht nach darf die Öffentlichkeit nicht erfahren, wie Politiker wirklich ticken, z.B. wenn sie sich unbeobachtet fühlen? Nein, man muss nicht auf der Hut sein, man muss nur Anstand besitzen, dann gibt es auch keine unliebsamen Enthüllungen.

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