Ein Verbrechen vor aller Augen

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Ein Verbrechen vor aller Augen

Von René Zeyer, 20.09.2013

Neues aus Absurdistan. Was tut man gegen eine brandgefährliche Geldblase? Man bläst sie weiter auf. Das ist legal, aber kriminell.

Der Erfinder von billigem Geld, Ex-US-Notenbankchef Allan Greenspan, ein Hauptverantwortlicher für die Finanzkrise 1, verabschiedete sich mit dem schönen Satz: «Blasen erkennt man erst, wenn sie platzen.» Sein Nachfolger Ben Bernanke wandelt auf seinen Spuren. Er verkündete, dass das Fed an seiner Politik des QE, der «quantitativen Erleichterung», festhalten wird.

Der Horror-Euphemismus

QE ist eine Wortblase, die beinhaltet: Die US-Notenbank wird weiterhin und ohne absehbares Ende jeden Monat für 85 Milliarden Dollar Staatspapiere und hypothekarbesicherte Wertpapiere aufkaufen. Macht pro Jahr eine runde Billion. Woher kommt der Geldregen? Aus dem Nichts, denn das Fed kann Dollar durch einen Klick auf der Computertastatur erschaffen. Und eine Billion ist selbst für die Dollarwelt und die USA kein Klacks. Zudem bleiben die Leitzinsen faktisch bei Null. Also ist Geld nicht nur gratis, sondern vermehrt sich ungehemmt. Das ist keine «quantitative Erleichterung», das ist die wohl grösste Blase aller Zeiten.

Kurze Blasenkunde

Sei es der Wert von Tulpenzwiebeln, seien es auf angeblichen Goldminen in Amerika beruhende Schuldpapiere, seien es ewig im Wert zunehmende US-Immobilien: Das waren alles Blasen. Aufgepumpt durch Irrationalität, Geldgier, Stampeden, Massenhysterie. Durch den ewigen Trugschluss: Wenn immer mehr, wenn alle anderen einen Haufen Geld verdienen, dann muss ich doch auch dabei sein, sonst wäre ich doch blöd. Alle diese Blasen sind geplatzt. Vorher war das nach allgemeiner Übereinkunft unvorhersehbar, nachher galt im allgemeinen Katzenjammer: Wie konnte ich nur so blöd sein? Das gilt natürlich auch für die aktuelle Geldblase, allerdings sind wir da noch im Zustand des Vorher.

Schon normale Blasen können verheerende Auswirkungen auf eine Volkswirtschaft, auf ein Finanzsystem haben. Wenn aber der Trieb- und Treibstoff unseres gesamten Wirtschaftslebens, eben Geld, zur Blase aufgepumpt wird, dann übersteigt das an Gefährlichkeit alle anderen Formen. Wenn diese Blasenbildung – die Bilanzen der wichtigsten drei Notenbanken der Welt pumpten sich in den letzten fünf Jahren von 3 auf über 9 Billionen Dollar auf – mit Nullzinsen einhergeht, dann ist es so, als ob man geradezu mutwillig und absichtlich die grösste Blase aller Zeiten aufpumpt, damit sie mit einem nie gehörten Knall platzen wird. Denn schon vorher, das unterscheidet eine Geldblase von allen anderen, gerät das ganze Wirtschaftssystem aus den Fugen.

Fehlende Barriere

Zinsen, wir wiederholen uns, sind eine Risikoprämie, eine Barriere. Wer mit einer sicheren Anlage inflationsbereinigt 3 Prozent verdient, ist’s zufrieden. Will er mehr, darf er spekulieren, sollte aber dabei wissen: mehr Ertrag, mehr Risiko. Wer für einen Kredit mehr als 8 Prozent zahlen muss, überlegt es sich sehr gut, ob er in der Lage sein wird, diese Zinsen durch ein Geschäft aufzubringen. Liegt diese Barriere bei Null (oder gar inflationsbereinigt im Negativen), dann herrscht Chaos. Der Gläubiger verliert selbst bei einer nur einigermassen sicheren Anlage Geld, indem er Geld verleiht. Der Schuldner kann sich faktisch gratis Geld leihen und damit nach Lust und Laune spekulieren, im schlimmsten Fall war’s doch umsonst. Diese Nullzinspolitik ist in ihrer Auswirkung nur damit zu vergleichen, als ob in der realen Welt Schwerkraft und Reibung aufgehoben würden.

Geld ist Mittel, nicht Zweck

Womit begründet das Fed seine verantwortungslose Politik? Sie diene der Wirtschaftsankurbelung und bekämpfe die Arbeitslosigkeit, trage also dazu bei, das Bruttosozialprodukt zu steigern – ein Aberwitz! Aktuell ist es so, dass in den USA mehr als 6 Dollar ausgegeben, gedruckt, neu hergestellt werden, um eine Steigerung des BIP um 1 Dollar zu erzielen. Man muss nicht an der HSG oder in Harvard studiert haben, um zu sehen: Da ist doch etwas falsch. Denn Geld ist ja nur ein Mittel, um den Austausch von Waren und Dienstleistungen zu befördern. Nur ein Mittel, um akkumulierte Gewinne möglichst flüssig wieder für neue Wertschöpfung zu investieren. Wenn es so einfach wäre, dass mehr Geld mehr Wohlstand bedeuten würde, dann lebten wir schon längst im Paradies.

In der Vorhölle

Stattdessen leben wir in der Vorhölle. Lassen uns durch die Kraft des Faktischen blenden. Das Mantra aller Notenbankchefs lautet: Unsere vornehmste Aufgabe ist die Vermeidung einer Inflation. Nach der klassischen Lehre entsteht eine Inflationsgefahr durch eine Geldschwemme, der keine Steigerung des BIP gegenübersteht. Aber: Wir drucken inzwischen seit Jahren Geld wie Heu, und siehe da, es gibt keine galoppierende Inflation. Ehrlich gesagt, verstehen wir auch nicht, wieso das so ist. Aber hallo: Dann zerbrechen wir uns doch nicht den Kopf darüber, sondern drucken einfach weiter Geld wie Heu.

Dummerweise hat das zwar bislang entgegen der Erwartung die Konjunktur nicht richtig angekurbelt. Das verstehen wir ebenfalls nicht, aber man muss ja auch nicht alles verstehen. – Genau dies ist das typische Gebaren der meisten Marktteilnehmer vor dem Platzen einer Blase. Niemand versteht’s, aber alle machen mit.

Die Unumkehrbarkeit

Es gibt allerdings ein Argument, das eine teuflische Richtigkeit hat. Die Geldblase ist bereits zu einer Grösse aufgepumpt, bei der ein Luftablassen, also Geldabschöpfung plus Heraufsetzen des Leitzinses, dramatische Auswirkungen hätte. Und zwar sofort. Also pumpen wir doch lieber weiter, die Börsen jubilieren, die Immobilienbesitzer in der Schweiz lehnen sich beruhigt zurück, kein Grund zu Besorgnis, gar Panik. Dafür ist dann immer noch Zeit und Gelegenheit, wenn diese Blase platzt. Aber das war dann unvorhersehbar. Und die Frage, wer war’s, wie konnten wir alle nur so blöd sein, die interessiert dann niemanden mehr wirklich.

Übrigens: Den 1. und den 15. Oktober kann man sich schon mal als mögliches Platz-Datum vormerken. Bis zum 1. Oktober müssen sich Republikaner und Demokraten auf einen neuen Staatshaushalt einigen. Tun sie das nicht, dann kann der US-Staat zwar weiter Geld drucken lassen, aber ab 15. Oktober dürfen keine neuen Schulden aufgenommen werden. Und der Staat müsste ab 1. Oktober alle seine Aktivitäten, ausser den überlebenswichtigen, einstellen. Man erinnert sich, das ist die sogenannte Fiskalklippe, das Problem hatten wir auch schon mal. Das letzte Mal einigte man sich in letzter Minute und provisorisch. Dieses Mal ist es neuerlich ein echter Versuch, Staatsbankrott zu begehen. Wäre dann aber, richtig, unvorhersehbar gewesen. Im Nachhinein. 

Kommentare

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Dass wir es mit einer Blase zu tun haben und dass diese platzen wird, ist wohl unbestritten. Aber wie und wann?
Das wie können am besten erfahrene Finanzleute prognostizieren. Was das wann betrifft, tippe ich als Wirtschaftsastrologe auf die Jahre 2017/2018, wenn Pluto wieder in die Ekliptik eintritt. Das letzte Mal tat er das im September 1930, das nächste Mal im Oktober 2018. Der Schwarze Freitag kam etwa 1 Jahr vor dem genauen astronomischen Aspekt. Wenn man das extrapoliert, kommt man auf den Herbst 2017 für den nächsten Crash.
Es gibt für die Jahre 2017-2021 noch andere unerfreuliche astronomische Parallelen zu den Jahren 1929-1933.
Hoffen wir das Beste für uns und unsere Familien und Freunde.

@Zeyer

Danke für die Antwort,

nach meinem Verständnis gehen ihre Artikel aber schon in etwas gegensätzliche Richtungen. Einmal haben sie die Folgen der Austerität in Südeuropa als katastrophales Staatsversagen bezeichnet. Dann geisseln sie "Enteignung" von Sparern z.B. von Sparguthaben in Zypern. Dann den Druck der USA auf die Schweiz (dabei hat natürlich solche Steuer- und Kapitalflucht viel zur Krise beigetragen und ist einer der Gründe weshalb sie nicht leicht zu lösen ist). Und jetzt die lockere Geldpolitik. Mir scheint das widersprüchlich.

Etwas provokativ hier zwei "Lösungen". Die rechte: ganze Bevölkerungsschichten und Länder "absaufen" lassen; Finanzmärkte, Staatshaushalte und die Reichen sind dann ok. Oder die Linke Revolution: Enteignungen, umkrempeln der Vermögensverhältnisse. Alle zufriedenstellen kann man halt wohl nicht, oder?

Lieber Herr Zeyer,

ich verstehe nicht auf was sie hinaus wollen mit ihren apokalyptischen Artikeln. Mir scheint einmal gehen sie in die eine Richtung und ein andermal in die entgegengesetzte. Was schlagen sie denn vor zur Rettung der Welt? Ich verstehe wirklich nicht in welche Richtung ihre Ideen gehen. Oder wollen sie einfach nur vor verschiedenen Gefahren warnen? Man soll es aber damit nicht übertreiben, sonst leidet die Glaubwürdigkeit.

Was passiert mit der Gesellschaft wenn die diversen Blasen platzen? Es besteht doch kein Zweifel mehr daran das sie das in Bälde tun. Jede Menge "Esperten" aus Wirtschaftskreisen warnen davor-- begründet-- jeden Tag.
Also: Was geschieht nach dem Big Bang mit den Menschen auf der Welt?

Wenn sich schon das absolute Desaster nicht vermeiden lässt - sondern anscheinend gezielt inszeniert wird, warum überlegt sich niemand wie alle die Milliarden Menschen weltweit (vor allem aber wir verwöhnten Westler) mit dem endgültigen Sturz aus der Wohlstandsgesellschaft umgehen werden? Gegen den Zusammenbruch dieses maroden Systems können diejenigen die es als Steuerzahler gezwungenenermassen bisher gefüttert haben nicht viel tun.
Aber wenn es erstmal geknallt hat und klar wird dass alle - auch die hinterletzten Schlafkappen - brutal davon bettroffen sind - ausser natürlich die üblichen "Gewinner" deren Vermögen sich ständig mirakulös vergrössert - während der Steuerzahler die funktionsunfähigen Staaten und Banken retten soll - was passiert dann?
Obwohl alles was der Mensch zum Leben braucht auf diesem Globus vorhanden ist, laborieren wir an künstlich erzeugten Schuldenblasen herum und lassen uns von Finanzgiganten in Angst und Schrecken jagen - warum?

Es ist tatsächlich die Angst vor GarNichts. Den einzigen denen es nach dem Kollaps dieses Betrugssystems tatsächlich schlechter geht sind die Initianten desselben die davon profitieren, dass sie seit ein paar hundert Jahren die Menschheit mit ausgeliehenem Nichts = Geld, mit künstlich erzeugten Kriegen, Hunger und Dauerparanoia versklaven.
Man könnte bestimmt unsere gute alte Erde mit den Leichen der Opfer dieses miesen Systems komplett füllen, wenn sie denn innen hohl wäre!

Wenn etwas nichts mehr funktioniert versucht man es zu flicken - hat man versucht (oder so getan - zumindest!). Wenn es sich nicht reparieren lässt, schmeisst man es in den (Sonder)-Müll. Dieses System ist erwiesenermassen für die berühmten 99% der Gesellschaft nicht tauglich, lässt sich anscheinend nicht mehr flicken - also?

Was passiert mit der Gesellschaft wenn die diversen Blasen platzen?

Lesen Sie nach was 1928-30 und danach passierte den zweiten WK können Sie getrost dazu zählen, denken Sie noch dazu, dass es noch nie soviel Giral-Geld gab, also die Blase noch viel lauter Platzt, als je in der Geschichte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftskrise

Wenn Sie vom schlimmst anzunehmenden Szenario ausgehen haben Sie es in etwa.

Ich teile Ihre Meinung nicht, das nichts passieren wird. Ich gehe davon aus, dass es bei uns eine Hungersnot geben wird. Plündernde Banden bis zu Krieg, auch in der Schweiz.

Dabei wäre es so unnötig. Man müsste nur einige kleine Parameter im System ändern.

Natürlich müsste man nur einige kleine Parameter ändern - aber das will man eben nicht! Und solange es nicht knallt, frönt man weiter seiner Gier nach Profit und Macht, egal wer dabei drauf geht.
Wie sie schreiben: Alles schon mal dagewesen!
Aber für diejenigen die schon immer in den mittleren bis unteren Etagen in dieser Gesellschaft gelebt haben, vor allem die welche nur kleine Lohnkonten haben und nicht mal dazu kamen grosse Schulden zu machen, geschweige denn an der Börse zu zocken, für die ist die Aussicht auf den totalen Absturz nur ein paar Meter von dem Platz entfernt wo ihre Füsse immer schon stehen.
Vielleicht kommen diese Menschen eher mit Armut und ihren Konsequenzen zurecht, weil sie daran gewöhnt sind mit dem Nötigsten auszukommen?
Die anderen, welche sich Vermögen erarbeitet, Geld angelegt und alle möglichen Versicherungen abgeschlossen haben - und die jetzt trotzdem immer schneller mit dem Lift nach unten befördert werden - brechen in Panik aus. Das sind wohl die Schlimmsten. Sie haben an ihre Sicherheiten, an ihren materiellen Besitz und an den Staat geglaubt - und nun müssen sie realisieren, dass weder ihre Renten, noch ihre Versicherungen, noch ihre Vermögen insgesamt sicher sind. Sie kommen langsam zur Erkenntnis das der Staat und das gesamte Finanzsystem dem sie vertraut haben, in dem sie sich unverwundbar fühlten, vor ihren Augen zerplatzt und die alten Gesetze nichts mehr gelten und ihre Vermögen, ihr Besitz ihnen plötzlich nicht mehr gehören könnte, weil man es ihnen wegnimmt um etwas zu retten was in der Form nicht mehr überleben kann.
Vielleicht kriegen wir das nach anfänglichen Tumulten auf die Reihe wenn wir selbständig (!) werden und einander helfen, anstatt wie bis anhin sämtliche Verantwortung an die Wirtschaft und den Staat abzugeben und in engstirnigen manipuliertem Parteiendenken einander ständig zu bekämpfen statt miteinander Lösungen zu suchen.
Einen gemeinsamen Nenner haben wir immerhin:
Wir wollen alle überleben!

Danke für diesen ausgezeichneten Bericht Herr Zeyer.
Meine Freunde und Bekannten nahmen mich nie ernst, wenn ich vor einem möglichen Global-Crash warnte. Zugegeben das tönt so nach Apocalypse, wird aber eines Tages bestimmt Realität. Mann nennt es dann Währungsreform.
Tatsache ist, Geld ist ein von Menschen erschaffenes Instrument und ist somit so Fehleranfällig wie alles von ihm erschaffene. Der mathematische Fehler an dem Geldsystem ist, dass es kein Geld für den Zins und Zinseszins gibt. Und dass Zins und Zinseszins logarithmische Kurven aufweist. Wir sind im Moment an einem Punkt, in dem dieser kleine Fehler gnadenlos zuschlägt, weil die Geld- und Schuldenmenge das Wachstum längst überholte.
Was die Fed und die EZB usw. im Moment tun, sie zögern den Crash auf einen späteren Zeitpunkt heraus, was einfach noch schlimmere Folgen haben wird. (Siehe Folgen vergangener Finanzcrashs)
Persönlich bin ich auch ein Feind des Giralgeldes. Weiss nicht wer auf die dumme Idee kam, ein solches System einzurichten. Es wird Zeit dass wir endlich etwas Besseres auf die Beine stellen. Wenn wir das nicht schnell tun, geht es uns allen massive an den Kragen und zwar nicht nur finanziell.
Trotz grosser Ankündigung nach der Lehmann pleite, haben es sämtliche Politiker auf der Welt nicht geschafft, die Banken an der kurzen Leine zu halten. Die haben einfach weiter gemacht als wäre nichts gewesen. Vermutlich weil ihnen aufging wer auf diesem Planet das sagen hat.
Die Regulierungen von Basel III empfinde ich persönlich eine Beleidigung. Solange die Banken keine Deckung von 70-90 % aufweisen, werden sie immer beim kleinsten Bedrohungsszenario wackeln wie der Schwanz eines freudigen Hundes.
Jetzt ist es noch nicht zu spät. Es gibt mehrere längst bekannte Finanz-Modelle, die unsern Planeten in ein kleines Paradies verwandeln könnte, würde man es nur endlich umsetzten.

PS: Wieso die Geldschwemme den Markt nicht ankurbelt? Es ist viel einfacher günstige Staatsanleihen mit einem sicheren Gewinn zu kaufen, als in die unsichere Wirtschaft zu investieren.
Es hat auch den Nebeneffekt, dass der Staat die Bank nicht pleite gehen lassen kann, da ja der Staat dann ja auch pleite ist. Aber das Kartenhaus kann niemals ewig halten. Irgendwann öffnet jemand (die Chinesen?/ Japan?) das Fenster und schupps...

Ob angesichts der aktuellen Verbrechen vielerorts der Titel angebracht ist?

Übrigens: das mit der Geldschwemme hat sicher was. Nur: wir (Zeyer und ich und der grösste Teil des Publikums) wissen es schlicht nicht, welches das grössere "Verbrechen" ist am Bsp. der Staatspapier-Käufe der FED. Dass die Zinsen (auch dadurch) tief bleiben, dürfte schädlicher sein, obschon die Risikobereitschaft der Geldverleiher durch viele andere Punkte womöglich mehr beeinflusst werden. Siehe Beispiel Immobilienmarkt CH.

Beim normalerweise begrenzten Willen von Zeyer zur sauberen Recherche (er weiss es ja immer besser und drastisch bis zu pathetisch austeilen kommt garantiert immer bei vielen gut an) fragt man sich, ob er zur Gilde derjenigen Medienleute gehört, die wirklich glauben, Geld werde tatsächlich gedruckt.

dieser "Anonymous" Kommentar ist überflüssig- mehr gibt es dazu nicht zu sagen-
dieses oben beschriebene Verbrechen wird einem Krieg nicht erst im Endstadium sehr nah sein-
von dem Leid was man seiner eigenen Bevölkerung schon angetan hat ganz angesehen- KRIEGE- ARMUT- ARBEITSLOSIGKEIT- OBDACHLOSIGKEIT-NICHT VORHANDENES GESUNDHEITSSYSTEM-KRIMINALITÄT- MANGELNDE BILDUNG-ÜBERSCHULDUNG DER BEVÖLKERUNG/STAAT-FALSCHERNÄHRUNG-FEHLINFORMATIONEN..........

Um Ihre Liste zu vervollständigen:
Selbstmorde, Hungerkatastrophen, Umweltverschmutzung, Abholzung von Regenwälder, Leerfischen von Meeren, Überbauung, Vergiftung der Böden durch Pestizide, Massenaufstäne, Wildern, aussterbende Tierarten,
Das alles nur, weil das Geldsystem nicht funktioniert.

Vom Leser, besonders dem anonymen, darf man keine Recherchiermühe erwarten, bevor er kommentiert. Aber lesen sollte er schon können: «... das Fed kann Dollar durch einen Klick auf der Computertastatur erschaffen.»

Immer frontal angreifen, frech austeilen und alles besser wissen als alle Andere, das kann er gut, der Dr Zeyer. Einstecken, sich einer anständigen Diskussion stellen und vielleicht auch einmal Nichtwissen oder einen Fehler zuzugeben, nein, das kann und/oder will er nicht - Polemiker, Populist und Kommunikationsberater eben, nicht Journalist und schon gar nicht ein Campaigning Journalist als der er sich sieht. Schade, denn manchmal hat er ja vielleicht doch Recht...

Quantitativ Easing, gemacht um schwer zu erfüllende Forderungen zu bedienen und neue zu generieren. Steigende Zinsen würden zu unerfüllbaren Forderungen führen. Das würde bedeuten: Guten Morgen liebe Sorgen, seid ihr auch schon wieder da. Man rechnet nicht damit vor 2015/16. Das Steuer in der Hand darf keinen falls zur Engelsharfe werden. Der Berg kreisste und gebar eine Maus … Horaz 65-8 vor Christus und endete als Bergsturz. …cathari

Quantitativ Easing, gemacht um schwer zu erfüllende Forderungen zu bedienen und neue zu generieren. Steigende Zinsen würden zu unerfüllbaren Forderungen führen. Das würde bedeuten: Guten Morgen liebe Sorgen, seid ihr auch schon wieder da. Man rechnet nicht damit vor 2015/16. Das Steuer in der Hand darf keinen falls zur Engelsharfe werden. Der Berg kreisste und gebar eine Maus … Horaz 65-8 vor Christus und endete als Bergsturz.

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