Drei Affen

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Drei Affen

Von René Zeyer, 11.01.2013

Schweizer Banken müssen den Gürtel enger schnallen. Ganz oben gibt es radikalen Optimierungsbedarf.

Ein kleiner Händler verzockt in London Multimilliarden, der Verlust wird mit Müh und Not auf 2,3 Milliarden runtergestuhlt? Davon haben die Vorgesetzten und die Geschäftsleitung der Bank nichts gewusst. Schweizer Grossbanken beteiligten sich an der Manipulation des Libor-Zinssatzes, des Urmeters im Bankgeschäft? Die UBS muss eine Busse von 1,4 Milliarden zahlen. Davon haben die Vorgesetzten und die Geschäftsleitung nichts gewusst. Vor und nach 2009 wurden flächendeckend von den meisten der 320 Schweizer Banken aus dem In- und Ausland Schwarzgelder angenommen? Davon, aber wir wiederholen uns.

Riskmanagement grauenvoll

Wie für alles haben die Banker blödsinnige Ausdrücke, um einfache Dinge zu umschreiben. Jede Bank sollte jederzeit wissen, wie gross der mögliche Gesamtschaden wäre, wenn alle Handelspositionen in Verlust drehen. Das nennt man auf Banglisch «Value at Risk», und das bildet einen Bestandteil des «Risk Management». Banken beschäftigen für das Spekulieren mit Derivaten und für den millisekundenschnellen Hochgeschwindigkeitshandel (Banglisch: High Frequency Trading) ganze Heerscharen von Physikern und Mathematikern, die von Supercomputern unterstützt ellenlange Algorithmen basteln, die nicht mal sie selbst wirklich verstehen. Aber wie funktioniert denn die Risikokontrolle? Wie zu Zeiten, als der Buchhalter noch eine Schirmmütze und Ärmelschoner trug.

Die Welt der Excel-Tabellen

Immerhin werden solche Datenerhebungen über Verlustrisiken nicht mehr mit Federkielen in Kontorbücher eingetragen. Aber das Mittel der Wahl, das ist kein Scherz, sind bis heute Excel-Tabellen. Die dann gerne noch per Fax übermittelt und in den Verarbeitungszentren, auch kein Witz, von Hand ergänzt werden. Während also sozusagen oben die Händler (Banglisch «Trader») mit dem modernsten High-tech-Schnickschnack ausgerüstet zocken, werden unten im Maschinenraum mit fast mittelalterlichen Methoden mögliche Schadensbegrenzungen durchgerechnet. Schon alleine dafür müsste man die gesamte Geschäftsleitung plus Verwaltungsräte wegen erwiesener Unfähigkeit entlassen. Wenn es nicht noch einen besseren Grund dafür gäbe.

Verdienst und Verantwortung

Die angestellten Bankenlenker, ob sie Grübel, Ermotti, Dougan oder wie auch immer heissen, begründen ihre Millionengehälter und Boni damit, dass das der Ausgleich für ungeheuerliche Verantwortung und übermenschliche Leistung sei. Abgesehen davon, dass die Aktionäre der meisten Banken von Leistung in den letzten Jahren nichts gemerkt haben: Wo bleibt denn die Verantwortung? Entweder äussert sie sich in einem schnellen Abgang. Oder im gebetsmühlenartig wiederholten Dreisatz: Wir haben davon nichts gehört. Wir haben das nicht gesehen (bzw. es war «unvorhersehbar»). Wir haben dazu keinen Kommentar. Da hätte ich einen grosse Ersparnisse bewirkenden Vorschlag: Wieso ersetzen wir diese Geschäftsleitungen nicht durch die berühmten drei Affen? Sauber rasiert und in feinen Zwirn gekleidet sind sie problemlos in der Lage, ungeheuerliche Verantwortung zu tragen. Die richtigen Kernkompetenzen bringen sie mit: nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. Erst noch zu überschaubaren Kosten.

Immer die gleiche Leier

Um welches Problem es sich auch immer handelt, die Antwort der aktuellen Verantwortungsträger ist immer die gleiche: Subalterne Angestellte hätten versagt und seien dafür sanktioniert worden. Das Risikomanagement habe gewisse Schwächen aufgewiesen, die seien behoben worden. Ab Ebene Bereichsleiter, von der obersten Führung ganz zu schweigen, habe niemand nichts gewusst. Besonders lachhaft ist das beim Libor-Zinssatz und beim Schwarzgeld. Welchen Tageszins eine Bank im Interbanking-Geschäft zahlen muss, ist eine der wichtigsten Kernziffern, die es im Finanzzirkus gibt. Und da soll der CEO, CFO, COO und wie die Titel in der Geschäftsleitung auch immer heissen, nichts gemerkt haben? Der Bank geht es gerade mal wieder schlechter, aber ihr gemeldeter Schuldzinssatz, aus dem sich der Libor dann zusammensetzt, ist gefallen? Macht nichts. Oder der Zinssatz ist gestiegen, obwohl es, die Ausnahme, der Bank gerade besser geht? Na und. Fällt niemandem auf. Lachhaft.

Und das Schwarzgeld

Milliarden an Verrechnungssteuern werden nicht abgeholt. Zehntausende von Kunden bitten um eine verrechnungssteuerfreie Anlage. Täglich wird in ungezählten diskreten Besprechungszimmern die Frage gestellt (und beantwortet), ob es da vielleicht auch eine steuerneutrale Anlagemöglichkeit gäbe. Ganze Abteilungen unter so blumigen Titeln wie «Relocation Services» mit Dutzenden von Mitarbeitern tun den lieben langen Tag nichts anderes, als Trusts, Stiftungen, Holdings und Steuerdomizile zurechtzuschnitzen. «Legal Departments» schreiben beachtliche interne Honorarnoten, weil sie die Steuervermeidungskonstrukte auf ihre rechtliche Wasserdichtigkeit überprüft haben. Und von all dem will die Geschäftsleitung, vor und nach 2009, nichts gewusst haben? Da laust einen der Affe.

Zwei Alternativen

Sowohl in der von den Bankern so genannten Realwirtschaft wie in der Irrealwirtschaft des Bankings gibt es da nur zwei Alternativen. Sofortige Entlassung der obersten Entscheidungsträger wegen erwiesener und kompletter Unfähigkeit. Und Ersatz durch drei Affen. Oder aber, die Geschäftsleitung (und der Verwaltungsrat) übernehmen endlich einmal Verantwortung und tun was für ihr Geld. Erbringen die übermenschliche Leistung, Offenkundiges einzugestehen. Dann wären sie sogar endlich mal ihr Geld wert. Aber das werden wir wohl weder in der realen noch in der irrealen Welt erleben.

der bericht nicht schlecht !! die folgerung eher maessig !! wie waehrs mal mit banklizenz entzug !! die finma ins pfefferland abservieren und die snb mal gruendlich durchleuchten inkl. bundesraetlicher oberfinzverwalterin ?? unwissenheit schuetzt neuerdings vor strafverfolgung, also auf gutem weg zur bananenrepublik ?? ja die drei affen feiern eine gelungene auferstegung mit patenschaft der bundesanwaltschaft !!wenns ums grobe geht ist letztere total abwesend, weil ueberfordert !!!

Entamerikanisiert den Finanzplatz Schweiz solange er noch besteht!

Dass man in der NZZ nur noch gelegentlich über, aber kaum mehr aus der Feder des klarsichtigen ehem. NZZ-Ausland-Korrespondenten Renè Zeyer lesen kann, hat vielleicht auch etwas mit dem parallelen Niedergang des Finanzplatzes Schweiz mit der Alten Tante zu tun, welche allzuoft den Hofjournalismus pflegt – zumindest was deren Internetauftritt und Kommentarmanagement betrifft. Zeyers Buch „Bank, Banker, Bankrott“ und seine Zusammenfassung „Der größte Bankraub aller Zeiten“ (Manager Magazin, 9.209) erschien zwar 10 Jahre nach „Titanic Hélvétique“ (www.solami.com/ubs.htm#Titanic ), dürfte aber die Arte-Dokumentation vom 2.10.12 mitinspiriert haben. Und kommt nun mit *Drei Affen“ dem Kern der andauernden und verheerend abartigen Entwicklungen sehr nahe.

Noch nicht berücksichtigt oder genügend gewichtet hat Zeyer die seit den 60er Jahren gezielt vorbereitete Umleitung der internationalen Geldströme aus der Parallelwirtschaft in die „weisse“ dollar-dominierte US-Wirtschaft zulasten insbesondere des Finanzplatzes Schweiz (www.solami.com/hotmoney.htm S.xvii & 33/34). Ebenso wie deren Schlüsselvehikel, das globale QI-System der US-Steuerbehörde IRS, welches mit Hilfe der Schweizer Aushängebanken UBS und CS der Welt aufoktruiert worden ist. Und welches nun mit dem noch anmassenderen extraterritorialen FATCA-Besteuerungssystem ergänzt werden soll.

Bei dieser höchst alarmierenden Ausgangslage erscheint es angezeigt, sich über die Optionen zum Gegensteuer, für eine Ab- & Gegenwehrstrategie Gedanken zu machen. Und zwar weit hinaus über die auch von Zeyer zurecht geforderte generelle Bankenkultur-Umpflügung und Frühpensionierung der schwarzfahrenden Weissgeld-Pharisäer, welche ihrer blinden Zustimmung zur Abkehr von fundamentalen liberalen Rechtsstaats-Prinzipien - wie Gruppenanfragen und einseitigen Vorauskonzessionen - den global marodierenden IRS-Saubannerzüglern gar noch Vorschub geleistet haben. Dahingehend sei auf die Interpellation 12.4178 "Eigenständige Wahrung der Schweizer Finanzplatz-Interessen" und auf die Gedankenskizze „Lex Helvetica Banking“ (www.solami.com/helvetica.htm ) hingewiesen. Aber auch auf folgende Ab- & Gegenwehr-Strategieskizze, womit versucht werden soll aufzuzeigen was Sache ist, auf dass die verfügbaren Kräfte nicht gegen sich selbst, sondern auf die wahren Gegner gerichtet werden:

I Sache ist: Die am QI-System der IRS teilnehmenden Banken sind eine Vereinbarung mit der US-Steuerbehörde eingegangen, womit sie aus Gründen, die sie zu verantworten haben, freiwillig, rechts- und vernunftswidrig sich dem vorrangigen US-Recht unterstellt haben. Sect. 12.04. des QI-Modellabkommens – www.solami.com/rp-00-12.pdf - lautet: „This Agreement shall be governed by the laws of the United States. Any legal action brought under this Agreement shall be brought only in a United States court with jurisdiction to hear and resolve matters under the internal revenue laws of the United States. For this purpose, QI agrees to submit to the jurisdiction of such United States court.“ (Erläuterung weiterer Sectionen: “Suppose: I’m a kingpin with $100 mio to wash“, www.solami.com/kingpin.htm ).

II Sache ist: Ohne die Ausnahmebewilligung von 2000 zu Art.271 StGB hätte keine CH-Bank beim schon damals – und von der GPK im UBS-Bericht (http://www.admin.ch/ch/d/ff/2011/3099.pdf ) - als verheerend gegeisselten doppelbödigen QI-System der IRS mitmachen können. Schon 2000 wurde auf die Illegalität dieser – «mit dem Messer am Hals» erteilten – Ukase hingewiesen (www.solami.com/stammsbv.htm ). In seiner über 12 Monate zurückgehaltenen Antwort 3.2.3 zu den GPK-Fragen i.S. StGB 271 & QIA (http://www.efd.admin.ch/dokumentation/zahlen/00578/02638/index.html?lang=de ) anerkennt der BR zwar diesen Tatbestand. Während die Parlamentarier aber auf klärende Antwort warteten, erteilte er am 4.4.12 den Banken gerade nochmals eine rechtsstaatlich & staatspolitisch bedenkliche Ausnahmebewilligung zu StGB 271, nämlich zum Verrat von Bankangestellten an die US-Behörden.

III Sache ist: Die de facto amerikanisierten CH-Banken stehen unter andauernder Erpressung. Die politischen Vorgaben zu deren Befreiung sind: Aufhebung der 271er Ausnahmebewilligung, keine CH-Mitwirkung bei extraterritorialen Fiskalsystemen (QI, FATCA & RUBIK), & EDA-ausgehandelte politische Globallösungen gestützt auf bestehende Verträge & strikte in deren Rahmen, dh ohne weitere Bücklinge, einseitige Konzessionen & Ablasszahlungen. Das bedingt konsequente Abkehr von lex americana universalis & lex europae, sowie Rückkehr zur LEX HELVETICA (www.solami.com/helvetica.htm). Aber auch radikale Entamerikanisierung (nicht nur Pass-bezogen) oder Pro-Helvetisierung. Sowie gezielte Hinwendung zu tiefgängigeren, prinzipientreueren & vorrangig auf das Gemeinwohl bedachten Führungskräften. Zu solchen, welche wissen woher sie kommen, welche des Erbes würdig sind das ihnen zur Pflege & zum Erhalt anvertraut worden ist, und welche in der Lage & bereit sind dieses Erbe in guter Ordnung weiterzugeben.

Entamerikanisiert den Finanzplatz Schweiz solange er noch besteht!

Dass man in der NZZ nur noch gelegentlich über, aber kaum mehr aus der Feder des klarsichtigen ehem. NZZ-Ausland-Korrespondenten Renè Zeyer lesen kann, hat vielleicht auch etwas mit dem parallelen Niedergang des Finanzplatzes Schweiz mit der Alten Tante zu tun, welche allzuoft den Hofjournalismus pflegt – zumindest was deren Internetauftritt und Kommentarmanagement betrifft. Zeyers Buch „Bank, Banker, Bankrott“ und seine Zusammenfassung „Der größte Bankraub aller Zeiten“ (Manager Magazin, 9.209) erschien zwar 10 Jahre nach „Titanic Hélvétique“ (www.solami.com/ubs.htm#Titanic ), dürfte aber die Arte-Dokumentation vom 2.10.12 mitinspiriert haben. Und kommt nun mit *Drei Affen“ dem Kern der andauernden und verheerend abartigen Entwicklungen sehr nahe.

Noch nicht berücksichtigt oder genügend gewichtet hat Zeyer die seit den 60er Jahren gezielt vorbereitete Umleitung der internationalen Geldströme aus der Parallelwirtschaft in die „weisse“ dollar-dominierte US-Wirtschaft zulasten insbesondere des Finanzplatzes Schweiz (www.solami.com/hotmoney.htm S.xvii & 33/34). Ebenso wie deren Schlüsselvehikel, das globale QI-System der US-Steuerbehörde IRS, welches mit Hilfe der Schweizer Aushängebanken UBS und CS der Welt aufoktruiert worden ist. Und welches nun mit dem noch anmassenderen extraterritorialen FATCA-Besteuerungssystem ergänzt werden soll.

Bei dieser höchst alarmierenden Ausgangslage erscheint es angezeigt, sich über die Optionen zum Gegensteuer, für eine Ab- & Gegenwehrstrategie Gedanken zu machen. Und zwar weit hinaus über die auch von Zeyer zurecht geforderte generelle Bankenkultur-Umpflügung und Frühpensionierung der schwarzfahrenden Weissgeld-Pharisäer, welche ihrer blinden Zustimmung zur Abkehr von fundamentalen liberalen Rechtsstaats-Prinzipien - wie Gruppenanfragen und einseitigen Vorauskonzessionen - den global marodierenden IRS-Saubannerzüglern gar noch Vorschub geleistet haben. Dahingehend sei auf die Interpellation 12.4178 "Eigenständige Wahrung der Schweizer Finanzplatz-Interessen" und auf die Gedankenskizze „Lex Helvetica Banking“ (www.solami.com/helvetica.htm ) hingewiesen. Aber auch auf folgende Ab- & Gegenwehr-Strategieskizze, womit versucht werden soll aufzuzeigen was Sache ist, auf dass die verfügbaren Kräfte nicht gegen sich selbst, sondern auf die wahren Gegner gerichtet werden:

I Sache ist: Die am QI-System der IRS teilnehmenden Banken sind eine Vereinbarung mit der US-Steuerbehörde eingegangen, womit sie aus Gründen, die sie zu verantworten haben, freiwillig, rechts- und vernunftswidrig sich dem vorrangigen US-Recht unterstellt haben. Sect. 12.04. des QI-Modellabkommens – www.solami.com/rp-00-12.pdf - lautet: „This Agreement shall be governed by the laws of the United States. Any legal action brought under this Agreement shall be brought only in a United States court with jurisdiction to hear and resolve matters under the internal revenue laws of the United States. For this purpose, QI agrees to submit to the jurisdiction of such United States court.“ (Erläuterung weiterer Sectionen: “Suppose: I’m a kingpin with $100 mio to wash“, www.solami.com/kingpin.htm ).

II Sache ist: Ohne die Ausnahmebewilligung von 2000 zu Art.271 StGB hätte keine CH-Bank beim schon damals – und von der GPK im UBS-Bericht (http://www.admin.ch/ch/d/ff/2011/3099.pdf ) - als verheerend gegeisselten doppelbödigen QI-System der IRS mitmachen können. Schon 2000 wurde auf die Illegalität dieser – «mit dem Messer am Hals» erteilten – Ukase hingewiesen (www.solami.com/stammsbv.htm ). In seiner über 12 Monate zurückgehaltenen Antwort 3.2.3 zu den GPK-Fragen i.S. StGB 271 & QIA (http://www.efd.admin.ch/dokumentation/zahlen/00578/02638/index.html?lang=de ) anerkennt der BR zwar diesen Tatbestand. Während die Parlamentarier aber auf klärende Antwort warteten, erteilte er am 4.4.12 den Banken gerade nochmals eine rechtsstaatlich & staatspolitisch bedenkliche Ausnahmebewilligung zu StGB 271, nämlich zum Verrat von Bankangestellten an die US-Behörden.

III Sache ist: Die de facto amerikanisierten CH-Banken stehen unter andauernder Erpressung. Die politischen Vorgaben zu deren Befreiung sind: Aufhebung der 271er Ausnahmebewilligung, keine CH-Mitwirkung bei extraterritorialen Fiskalsystemen (QI, FATCA & RUBIK), & EDA-ausgehandelte politische Globallösungen gestützt auf bestehende Verträge & strikte in deren Rahmen, dh ohne weitere Bücklinge, einseitige Konzessionen & Ablasszahlungen. Das bedingt konsequente Abkehr von lex americana universalis & lex europae, sowie Rückkehr zur LEX HELVETICA (www.solami.com/helvetica.htm). Aber auch radikale Entamerikanisierung (nicht nur Pass-bezogen) oder Pro-Helvetisierung. Sowie gezielte Hinwendung zu tiefgängigeren, prinzipientreueren & vorrangig auf das Gemeinwohl bedachten Führungskräften. Zu solchen, welche wissen woher sie kommen, welche des Erbes würdig sind das ihnen zur Pflege & zum Erhalt anvertraut worden ist, und welche in der Lage & bereit sind dieses Erbe in guter Ordnung weiterzugeben.

Entamerikanisiert den Finanzplatz Schweiz solange er noch besteht!

Dass man in der NZZ nur noch gelegentlich über, aber kaum mehr aus der Feder des klarsichtigen ehem. NZZ-Ausland-Korrespondenten Renè Zeyer lesen kann, hat vielleicht auch etwas mit dem parallelen Niedergang des Finanzplatzes Schweiz mit der Alten Tante zu tun, welche allzuoft den Hofjournalismus pflegt – zumindest was deren Internetauftritt und Kommentarmanagement betrifft. Zeyers Buch „Bank, Banker, Bankrott“ und seine Zusammenfassung „Der größte Bankraub aller Zeiten“ (Manager Magazin, 9.209) erschien zwar 10 Jahre nach „Titanic Hélvétique“ (www.solami.com/ubs.htm#Titanic ), dürfte aber die Arte-Dokumentation vom 2.10.12 mitinspiriert haben. Und kommt nun mit *Drei Affen“ dem Kern der andauernden und verheerend abartigen Entwicklungen sehr nahe.

Noch nicht berücksichtigt oder genügend gewichtet hat Zeyer die seit den 60er Jahren gezielt vorbereitete Umleitung der internationalen Geldströme aus der Parallelwirtschaft in die „weisse“ dollar-dominierte US-Wirtschaft zulasten insbesondere des Finanzplatzes Schweiz (www.solami.com/hotmoney.htm S.xvii & 33/34). Ebenso wie deren Schlüsselvehikel, das globale QI-System der US-Steuerbehörde IRS, welches mit Hilfe der Schweizer Aushängebanken UBS und CS der Welt aufoktruiert worden ist. Und welches nun mit dem noch anmassenderen extraterritorialen FATCA-Besteuerungssystem ergänzt werden soll.

Bei dieser höchst alarmierenden Ausgangslage erscheint es angezeigt, sich über die Optionen zum Gegensteuer, für eine Ab- & Gegenwehrstrategie Gedanken zu machen. Und zwar weit hinaus über die auch von Zeyer zurecht geforderte generelle Bankenkultur-Umpflügung und Frühpensionierung der schwarzfahrenden Weissgeld-Pharisäer, welche ihrer blinden Zustimmung zur Abkehr von fundamentalen liberalen Rechtsstaats-Prinzipien - wie Gruppenanfragen und einseitigen Vorauskonzessionen - den global marodierenden IRS-Saubannerzüglern gar noch Vorschub geleistet haben. Dahingehend sei auf die Interpellation 12.4178 "Eigenständige Wahrung der Schweizer Finanzplatz-Interessen" und auf die Gedankenskizze „Lex Helvetica Banking“ (www.solami.com/helvetica.htm ) hingewiesen. Aber auch auf folgende Ab- & Gegenwehr-Strategieskizze, womit versucht werden soll aufzuzeigen was Sache ist, auf dass die verfügbaren Kräfte nicht gegen sich selbst, sondern auf die wahren Gegner gerichtet werden:

I Sache ist: Die am QI-System der IRS teilnehmenden Banken sind eine Vereinbarung mit der US-Steuerbehörde eingegangen, womit sie aus Gründen, die sie zu verantworten haben, freiwillig, rechts- und vernunftswidrig sich dem vorrangigen US-Recht unterstellt haben. Sect. 12.04. des QI-Modellabkommens – www.solami.com/rp-00-12.pdf - lautet: „This Agreement shall be governed by the laws of the United States. Any legal action brought under this Agreement shall be brought only in a United States court with jurisdiction to hear and resolve matters under the internal revenue laws of the United States. For this purpose, QI agrees to submit to the jurisdiction of such United States court.“ (Erläuterung weiterer Sectionen: “Suppose: I’m a kingpin with $100 mio to wash“, www.solami.com/kingpin.htm ).

II Sache ist: Ohne die Ausnahmebewilligung von 2000 zu Art.271 StGB hätte keine CH-Bank beim schon damals – und von der GPK im UBS-Bericht (http://www.admin.ch/ch/d/ff/2011/3099.pdf ) - als verheerend gegeisselten doppelbödigen QI-System der IRS mitmachen können. Schon 2000 wurde auf die Illegalität dieser – «mit dem Messer am Hals» erteilten – Ukase hingewiesen (www.solami.com/stammsbv.htm ). In seiner über 12 Monate zurückgehaltenen Antwort 3.2.3 zu den GPK-Fragen i.S. StGB 271 & QIA (http://www.efd.admin.ch/dokumentation/zahlen/00578/02638/index.html?lang=de ) anerkennt der BR zwar diesen Tatbestand. Während die Parlamentarier aber auf klärende Antwort warteten, erteilte er am 4.4.12 den Banken gerade nochmals eine rechtsstaatlich & staatspolitisch bedenkliche Ausnahmebewilligung zu StGB 271, nämlich zum Verrat von Bankangestellten an die US-Behörden.

III Sache ist: Die de facto amerikanisierten CH-Banken stehen unter andauernder Erpressung. Die politischen Vorgaben zu deren Befreiung sind: Aufhebung der 271er Ausnahmebewilligung, keine CH-Mitwirkung bei extraterritorialen Fiskalsystemen (QI, FATCA & RUBIK), & EDA-ausgehandelte politische Globallösungen gestützt auf bestehende Verträge & strikte in deren Rahmen, dh ohne weitere Bücklinge, einseitige Konzessionen & Ablasszahlungen. Das bedingt konsequente Abkehr von lex americana universalis & lex europae, sowie Rückkehr zur LEX HELVETICA (www.solami.com/helvetica.htm). Aber auch radikale Entamerikanisierung (nicht nur Pass-bezogen) oder Pro-Helvetisierung. Sowie gezielte Hinwendung zu tiefgängigeren, prinzipientreueren & vorrangig auf das Gemeinwohl bedachten Führungskräften. Zu solchen, welche wissen woher sie kommen, welche des Erbes würdig sind das ihnen zur Pflege & zum Erhalt anvertraut worden ist, und welche in der Lage & bereit sind dieses Erbe in guter Ordnung weiterzugeben.

Lex Helvetica Banking

Dass man in der NZZ nur noch gelegentlich über, aber kaum mehr aus der Feder des klarsichtigen ehem. NZZ-Ausland-Korrespondenten Renè Zeyer lesen kann, hat vielleicht auch etwas mit dem parallelen Niedergang des Finanzplatzes Schweiz mit der Alten Tante zu tun, welche allzuoft den Hofjournalismus pflegt – zumindest was deren Internetauftritt und Kommentarmanagement betrifft. Zeyers Buch „Bank, Banker, Bankrott“ und seine Zusammenfassung „Der größte Bankraub aller Zeiten“ (Manager Magazin, 9.209) erschien zwar 10 Jahre nach „Titanic Hélvétique“ (www.solami.com/ubs.htm#Titanic ), dürfte aber die Arte-Dokumentation vom 2.10.12 mitinspiriert haben. Und kommt nun mit *Drei Affen“ dem Kern der andauernden und verheerend abartigen Entwicklungen sehr nahe.

Noch nicht berücksichtigt oder genügend gewichtet hat Zeyer die seit den 60er Jahren gezielt vorbereitete Umleitung der internationalen Geldströme aus der Parallelwirtschaft in die „weisse“ dollar-dominierte US-Wirtschaft zulasten insbesondere des Finanzplatzes Schweiz (www.solami.com/hotmoney.htm S.xvii & 33/34). Ebenso wie deren Schlüsselvehikel, das globale QI-System der US-Steuerbehörde IRS, welches mit Hilfe der Schweizer Aushängebanken UBS und CS der Welt aufoktruiert worden ist. Und welches nun mit dem noch anmassenderen extraterritorialen FATCA-Besteuerungssystem ergänzt werden soll.

Bei dieser höchst alarmierenden Ausgangslage erscheint es angezeigt, sich über die Optionen zum Gegensteuer, für eine Ab- & Gegenwehrstrategie Gedanken zu machen. Und zwar weit hinaus über die auch von Zeyer zurecht geforderte generelle Bankenkultur-Umpflügung und Frühpensionierung der schwarzfahrenden Weissgeld-Pharisäer, welche ihrer blinden Zustimmung zur Abkehr von fundamentalen liberalen Rechtsstaats-Prinzipien - wie Gruppenanfragen und einseitigen Vorauskonzessionen - den global marodierenden IRS-Saubannerzüglern gar noch Vorschub geleistet haben. Dahingehend sei auf die Interpellation 12.4178 "Eigenständige Wahrung der Schweizer Finanzplatz-Interessen" und auf die Gedankenskizze „Lex Helvetica Banking“ (www.solami.com/helvetica.htm ) hingewiesen. Aber auch auf folgende Ab- & Gegenwehr-Strategieskizze, womit versucht werden soll aufzuzeigen was Sache ist, auf dass die verfügbaren Kräfte nicht gegen sich selbst, sondern auf die wahren Gegner gerichtet werden:

I Sache ist: Die am QI-System der IRS teilnehmenden Banken sind eine Vereinbarung mit der US-Steuerbehörde eingegangen, womit sie aus Gründen, die sie zu verantworten haben, freiwillig, rechts- und vernunftswidrig sich dem vorrangigen US-Recht unterstellt haben. Sect. 12.04. des QI-Modellabkommens – www.solami.com/rp-00-12.pdf - lautet: „This Agreement shall be governed by the laws of the United States. Any legal action brought under this Agreement shall be brought only in a United States court with jurisdiction to hear and resolve matters under the internal revenue laws of the United States. For this purpose, QI agrees to submit to the jurisdiction of such United States court.“ (Erläuterung weiterer Sectionen: “Suppose: I’m a kingpin with $100 mio to wash“, www.solami.com/kingpin.htm ).

II Sache ist: Ohne die Ausnahmebewilligung von 2000 zu Art.271 StGB hätte keine CH-Bank beim schon damals – und von der GPK im UBS-Bericht (http://www.admin.ch/ch/d/ff/2011/3099.pdf ) - als verheerend gegeisselten doppelbödigen QI-System der IRS mitmachen können. Schon 2000 wurde auf die Illegalität dieser – «mit dem Messer am Hals» erteilten – Ukase hingewiesen (www.solami.com/stammsbv.htm ). In seiner über 12 Monate zurückgehaltenen Antwort 3.2.3 zu den GPK-Fragen i.S. StGB 271 & QIA (http://www.efd.admin.ch/dokumentation/zahlen/00578/02638/index.html?lang=de ) anerkennt der BR zwar diesen Tatbestand. Während die Parlamentarier aber auf klärende Antwort warteten, erteilte er am 4.4.12 den Banken gerade nochmals eine rechtsstaatlich & staatspolitisch bedenkliche Ausnahmebewilligung zu StGB 271, nämlich zum Verrat von Bankangestellten an die US-Behörden.

III Sache ist: Die de facto amerikanisierten CH-Banken stehen unter andauernder Erpressung. Die politischen Vorgaben zu deren Befreiung sind: Aufhebung der 271er Ausnahmebewilligung, keine CH-Mitwirkung bei extraterritorialen Fiskalsystemen (QI, FATCA & RUBIK), & EDA-ausgehandelte politische Globallösungen gestützt auf bestehende Verträge & strikte in deren Rahmen, dh ohne weitere Bücklinge, einseitige Konzessionen & Ablasszahlungen. Das bedingt konsequente Abkehr von lex americana universalis & lex europae, sowie Rückkehr zur LEX HELVETICA (www.solami.com/helvetica.htm). Aber auch radikale Entamerikanisierung (nicht nur Pass-bezogen) oder Pro-Helvetisierung. Sowie gezielte Hinwendung zu tiefgängigeren, prinzipientreueren & vorrangig auf das Gemeinwohl bedachten Führungskräften. Zu solchen, welche wissen woher sie kommen, welche des Erbes würdig sind das ihnen zur Pflege & zum Erhalt anvertraut worden ist, und welche in der Lage & bereit sind dieses Erbe in guter Ordnung weiterzugeben.

Sehr guter Artikel Herr Zeyer. Danke. Nur etwas: Vielleicht ist sogar ein Affe schlau genug und findet, ich bin nicht bereit jede Sauerei durch zu winken. Dann wird's schwierig, dass nicht alles beim Alten bleibt.

Nieten in Nadelstreifen

Zudem herrscht Krieg. Ein kalter und heisser Krieg! Der Krieg startete vor dem Jahr 2000. Finanzkrieg, 2001 Krieg gegen den Terror, Krieg gegen die kath. Kirche, Die Destabilisierung des nahen Ostens incl. Syriens und später Putin-Russlands. Nun auch noch der Krieg der Finanzplätze.( Die jedoch alle gleichermassen unsauber arbeiten!) Die Schweiz sollte zu ihrem eigenen Schutz einen effizienteren Geheimdienst etablieren der auch stille Häuser in Banken überwacht. Im Sinne unserer CH-Banken. Alle diese Geschichten sind nicht nur hausgemacht! Die Fragen würden lauten: Wer arbeitet in Wirklichkeit für wen oder wie gefährlich ist Daten- Outsourcing z.B. nach Indien usw. Provinzialische Naivität oder blindes Vertrauen können zu bösem erwachen führen.......hatten wir ja schon bei der Swissair! Wann werden sie endlich verstehen? ( hiermit ist nicht Herr Zeyer gemeint! )

Da soll noch ein Aufgeklärter kommen und die Minder-Initiative nicht unterstützen ! Da wären dann mehr als nur die 3 Affen zum Ersetzen.

Manager (der Banken, aber nicht nur) sind die Feudalherren des neuen Mittelalters, auf das wir uns rasend schnell zubewegen. Demokratie, das war einmal, heute gilt: Lobby-Oligarchie mit demokratischer Spielwiese.

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