Der Sparer beim Coiffeur

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Der Sparer beim Coiffeur

Von René Zeyer, 06.11.2013

Enteignung hat viele Formen. Diebstahl und Raub sind illegal. Inflation und Zwangsabgabe legal. Kriminell und schädlich ist alles.

Eigentum ist wohl der zentrale Begriff, um den sich in einer kapitalistischen Wirtschaftswelt alles dreht. Lassen wir einmal beiseite, auf welche Arten es erworben werden kann. Die reichen bekanntlich von «im Schweisse des Angesichts» über Erbschaft bis zu Spekulation und Zockerei. Aber wenn man’s hat, möchte man es auch gerne behalten. Das wird aber immer schwieriger.

Aktiva und Passiva

In der ökonomischen Milchmädchenrechnung steht gesamtwirtschaftlich betrachtet Schulden immer eine gleichgrosse Menge an Guthaben gegenüber. Das stimmt natürlich, wie so viele vermeintliche Finanzregeln, nicht. Denn die jeweilige Notenbank kann aus dem Nichts Geld herstellen. Steht dem keine adäquate Wertschöpfung gegenüber, also Produktivität in jeder Form, gibt es eine Geldentwertung oder Inflation. Dabei gibt es noch Umlaufgeschwindigkeiten und andere Faktoren, die es hübsch kompliziert machen.

Nun haben sich die Bilanzvolumen der wichtigsten Notenbanken der Welt, also in US-Dollar, Euro und Yen, in den letzten Jahren verdreifacht. Also müssten wir eigentlich eine galoppierende Inflation im zweistelligen Prozentbereich haben. Es gibt allerdings Geldentwertung, und die ist auch bedeutend höher, als sie in den offiziellen Statistiken ausgewiesen wird, weil die Messkriterien unzureichend sind. Im Zusammenhang mit den Niedrigstzinsen für sichere Geldanlagen verliert damit der Sparer alleine im Euroraum jährlich einen Multimilliardenbetrag. Aber das ist nur ein Vorbote des nächsten Unheils.

Zwei Komplizen

Die Eurostaaten sind im Durchschnitt zu über 90 Prozent ihres jährlichen Bruttosozialprodukts verschuldet. Ein normaler Schuldner wäre damit ein Hochrisiko für jeden Kreditgeber und müsste dementsprechend eine gewaltige Risikoprämie zahlen, also zweistellige Zinsen. Viele Staatspapierzinsen liegen aber unter der offiziellen Inflationsrate, der Gläubiger verliert Geld, indem er Geld verleiht. Das hat zwei Ursachen. Einerseits kaufen die Notenbanken selbst staatliche Schuldpapiere auf.

Andererseits bieten sie Banken die Möglichkeit, Staatsschuldpapiere als angeblich perfekte Sicherheit ohne nennenswerte Eigenkapitalunterlegung bei den Notenbanken zu deponieren und sich dafür faktisch umsonst Geld zu leihen. Das wiederum landet nicht in der sogenannten Realwirtschaft, um durch Investitionen die Konjunktur anzukurbeln, sondern grösstenteils in virtuellen Zockercasinos. Also ein in jeder Beziehung absurder, unhaltbarer Zustand. Ein Weiterbetrieb dieses Karussells ist nicht unendlich lange möglich. Die grosse Frage lautet, um an die Wurzel des Übels zu gelangen: Wie kommen die Staaten wieder von ihren Schulden runter? Da gibt es nur zwei Lösungen. Lassen wir die Fantasterei, dass ein jahrelanges, kräftiges Wirtschaftswachstum es schon regeln wird, beiseite. Also bleiben Inflation und Schuldenschnitt. Vor dem Staatsbankrott.

Der Haarschnitt

Für einen Schuldenschnitt gibt es den schönen Fachausdruck «Haircut». Das ist wie beim Coiffeur. Um die Haare abschneiden zu können, muss er sie zuerst fassen und aufstellen, dann macht er schnipsel.

Fassen und aufstellen wird zunehmend unter dem schönen Slogan «Kampf gegen Schwarzgeld» oder gleich mit Schnüffelmonstern wie dem US-FATCA erledigt. Also der Nationalstaat verschafft sich völlige Kenntnis aller Vermögen seiner Untertanen, unabhängig davon, ob die im Inland, im Ausland, korrekt versteuert oder unversteuert angelegt sind. Dann setzt er seine Steuergesetze über seine Landesgrenzen hinaus durch, indem er seine Bürger bei einem unverzichtbaren Requisit packt: dem Pass.

In Griechenland und Zypern schon durchgespielt

Nun spült auch das nicht genügend Geld in die leeren Staatskassen. FATCA, dessen weltweite Umsetzung einen zweistelligen Milliardenbetrag kostet, soll nach seriösen Schätzungen lediglich einen einstelligen Milliardenbetrag für den US-Fiskus abwerfen. Peanuts.

Also bleibt die direkte Enteignung, der Haircut. In Europa in Griechenland und Zypern bereits durchgespielt. Nun ist mit dem Begriff Enteignung, Zwangsabgabe, Solidaritätssteuer oder wie immer man das nennen will, nicht zu spassen. Wenn man dem Kleinsparer durch Inflation scheibchenweise seinen Spargroschen vermindert, dann merkt der das meistens nicht wirklich. Hört er aber das Wort «Sparer-Sondersteuer», stellt es ihm sofort die Nackenhaare auf.

Leise Einspeisung

Also ist es sinnvoll, vorne sozusagen eine Kopfmassage anzubieten: Der Spargroschen ist sicher. Und hinten ganz langsam und leise das Terrain fürs Gegenteil zu ebnen. Einen netten Versuch hat gerade der Internationale Währungsfonds (IWF) unternommen. Schön versteckt in seinem aktuellen «Staatsschuldenbericht» denkt er weit hinten mal so rein theoretisch über eine Sondersteuer auf Spareinlagen nach. Wenn die Staatsschulden bedauerlicherweise ständig steigen, aber in einigen Euroländern, vor allem in Deutschland, die Spareinlagen erfreulicherweise ebenfalls steigen, liegt doch der Gedanke nahe, Aktiva und Passiva miteinander, nun, zu verrechnen.

Spareinlagen werden teilenteignet, die Staatsschulden sinken, ist doch eine feine Sache. Ausser für den Sparer. Aber der braucht doch sein Geld eigentlich sowieso nicht, sonst würde er es ja nicht sparen. Nun könnte er ja auf die überhaupt nicht seinen staatsbürgerlichen Verantwortlichkeiten entsprechende Idee kommen, es dem Zugriff seines Raubritterstaates zu entziehen und im Ausland, warum nicht in der Schweiz, anzulegen. Nicht, um Steuern zu hinterziehen, sondern um sich vor Enteignung zu schützen.

Automatischer Informationsaustausch – nur Fassade

Hehe, sagt da aber der Raubritterstaat, deshalb sind wir ja gerade dabei, den Automatischen Informationsaustausch einzuführen. Die leider dumme Mehrheit der Sparer meint, das sei nur dafür da, steuerhinterziehenden Schweinebacken das Handwerk zu legen. Schön, dass damit alle einverstanden sind. Und kaum einer merkt, dass das nur eine Fassade ist. Hinter der der Zugriff auf alle Sparguthaben aller Untertanen vorbereitet wird. Der Staats-Coiffeur büschelt schon mal die Haare. Und in der anderen Hand hält er die Schere. Wetten, dass das kaum einer merkt, bis es schnipp macht?

Kommentare

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Ja, so ist es. Was machen wir dagegen?

Gut und Böse

Dass der "Baum der Erkenntnis" kein "Apfelbäumchen",…

(Die Schrift ohne Titel / Über die Bäume des Paradieses) "Und der Baum des ewigen Lebens, wie er in Erscheinung getreten ist durch den Willen Gottes, befindet sich im Norden des Paradieses, sodass er die Seelen der Reinen unsterblich mache, die hervorkommen werden aus den Gebilden der Armut zum Zeitpunkt der Vollendung des Äons. Die Farbe des Baumes des Lebens aber gleicht der Sonne. Und seine Zweige sind schön. Seine Blätter gleichen denen der Zypresse. Seine Frucht gleicht einem Bund von Weintrauben, wobei sie weiß ist. Seine Höhe geht hinauf bis in den Himmel.
Und neben ihm befindet sich der Baum der Erkenntnis, wobei er die Kraft Gottes hat. Seine Herrlichkeit gleicht dem Mond, wenn er sehr leuchtet. Und seine Zweige sind schön. Seine Blätter gleichen Feigenblättern. Seine Frucht gleicht guten, appetitanregenden Datteln. Dieser nun befindet sich im Norden des Paradieses, sodass er die Seelen aus dem Schlaf der Dämonen erwecke, damit sie zum Baum des Lebens kommen und von seiner Frucht essen und so die Mächte und ihre Engel verurteilen."

…sondern ein "Feigenbäumchen" ist, findet sich nicht in der Bibel, sondern in den "häretischen" (gotteslästerlichen) Heiligen Schriften von Nag Hammadi.

Auch die Zypresse und der Feigenbaum sind nur Symbole, denn in Schöpfungsmythen geht es nicht um natürliche Gewächse, sondern um kulturelle: "Früchte tragende Bäume" sind Gewinn bringende Unternehmungen; der "Baum des (ewigen) Lebens" (originär: ez pri ose pri "Baum, der Frucht ist und Frucht macht") ist der Geldkreislauf; der "Baum der Erkenntnis" (originär: ez ose pri "Baum, der Frucht macht") ist der Geldverleih; und das Paradies ist die freie Marktwirtschaft, im Gegensatz zur zentralistischen Planwirtschaft noch ohne liquides Geld (Ursozialismus) des vorantiken Ägypten.

Was ist die "Frucht vom Baum der Erkenntnis" bei der Verwendung von Edelmetallgeld? Der Urzins.

Und wenn der Geldverleih "die Kraft Gottes hat" - wer ist Jahwe? Der vom Mythos implizit beschriebene Archetyp "Investor".

Gotteslästerliche Schriften sind äußerst lehrreich. Aber auch die Bibel ist bis Genesis_11,9 eine originale Heilige Schrift, deren ursprüngliche Verfasser die wirkliche Bedeutung der Erbsünde = Privatkapitalismus noch kannten:

(Lutherbibel 1984 / Genesis_3,22) Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist.

Was ist demnach der Mensch geworden, nachdem er "aus dem Paradies vertrieben" wurde, d. h. die Unterscheidungsfähigkeit zwischen Marktwirtschaft und Privatkapitalismus verloren hat? Jemand, der den "großen Investor" spielen will. Darum kann der "Normalbürger" die Natürliche Wirtschaftsordnung (echte Soziale Marktwirtschaft) nicht verstehen, obwohl sie - Zitat: Silvio Gesell - "ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht":

http://opium-des-volkes.blogspot.de/2013/10/wohlstand-fur-alle.html

Der "Normalbürger" versteht nicht ? Klar doch!!!!
Der "Normalbürger" ist schliesslich bloss steuerzahlende Manipulationsmasse - zu blöde, zu faul, um alles zu lesen, geschweige denn zu kapieren, was die Verfasser von Analysen, Abhandlungen, Philosophien, Theorien über alles und jedes was NICHT funktionieren kann in gedruckter Form und heroischen Worten von sich geben.

Heilige Schriften, grossartige Philosphien, Verfassungen von Staaten, Schwüre und Eide von Staatsführern, Priestern und Päpsten, Entwürfe von neuen Staatsformen zum Wohle des Menschen - sie alle ertrinken in Korruption, Erpressung und unvermeidlich darauf folgend in Enteignung, Mord und Totschlag, worunter natürlich nicht die Korrumpierten zu leiden haben, sondern jedesmal die "normale Maipulationsmasse".

Also diejenigen die unter den grossartigen Theoretikern, Philosophen, Staatsführern, Päpsten, Priestern und der sich hinter ihnen versteckenden "Herren des Geldes" (des Universums !) etc. zu leben haben und bis anhin gar nie auf die Idee gekommen sind, es könnte sich bei all' dem Geschwafel und Geschreibel, dem grossartigen Getöne von sog. Eliten, nur um das gut verpackte Geschwätz von vom Geld gekauften und gesteuerten Sklaventreibern handeln.

Die Bibel ist u.a. die Matrix für alle künstlich erschaffenen hierarchischen Systeme, welche die Masse der Gläubigen zugunsten der kleinen Clique von "Herrschern" unter deren Fuchtel halten.
Die Bibel ist in Wahrheit die Matrix eines jeden die Bevölkerung unterdrückenden Systems.

Bis heute, durch alle Kriege die im Namen des "Herrn" (s.o.)) "zum Wohle der Menscheit" geführt wurden, die Greuel der Genozide, Sklaverei, Ausbeutung von Mensch und Erde, ständig "im Namen des Herrn" angestiftet und mit Millionen von toten Menschen und verbrannter Erde zu Ende gebracht, konnten die selbsternannten Stellvertreter und Propheten des "Herrn", die religiösen, politischen, philosophischen, meistens aber wirtschaftlichen Führer, der Herde der "Normalbürger" einreden, oder einprügeln, dass es sie als führende Elite braucht.

Also haben es stets ein paar gebildete skrupellose, machtgierige Besitzende und eigentlich psychisch ziemlich kranke und deshalb für die Gesellschaft als Ganzes todbringende Schwätzer und Schreihälse (plus korrumpierte Gefolgschaft) tatsächlich über Jahrtausende hinweg fertiggebracht, mit ihrem "teile (in gut und böse, hetze beides gegeneinander auf) und herrsche (in der dadurch entstehenden und andauernden blutigen Zwietracht) hoch erhoben über den Strömen von Blut durch Tod, Hunger und Krieg. Übernimm den Besitz des vernichteten Lebens und lass' die Nachkommen der Getöteten als Sklaven auf dem Land ihrer Mütter für dich schuften."

Das System hat sich nicht verändert, es läuft immer noch profitabel zugunsten derselben Eliten. Die Täter und die Opfer sind dieselben geblieben.Wir habes es zur Zeit deutlicher vor Augen als je!

Es wird vielleicht einmal enden, wenn der "blöde, faule, etc. Normalbürger" erkennt, dass es ihm nur dann besser gehen kann, wenn er auf die heuchlerischen Inhalte der so klugen, wortgewaltigen Schriften, Abhandlungen, geschwungenen Reden, Predigten, Drohungen mit der Hölle (= Zusammenbruch der Wirtschaft) bei Ungehorsam gegenüber den Eliten etc. blablabla und deren Verfasser, sowie deren Vertreter und Galionsfiguren nicht mehr hereinfällt.

Dann wird er erkennen wie klein die herrschende Klasse ist und wie wenig sie in Wahrheit zum Wohle der Menscheit und der Erde zu bieten hat, weil sie nichts weiter ist, als ein Haufen ganz einfacher Gangster, die ihr einziges Talent zur vollen Blüte gebracht haben, nämlich:
Auf dem Rücken von Unterdrückten profitabel zu leben, egal was es die Unterdrückten kostet.
Wenn das erkannt worden ist, fällt die Angst weg und man wird anfangen konstruktive Änderungen vorzunehmen. Ohne viel theoretisches, schwer nachvollziehbares Geschwafel, dafür kurzfristig und praktisch.

@Stefan Weihmeier und @Anonymous Auf dieser Welt gibt es bekanntlich Heiliges und Profanes. Meine Gretchenfrage an die Verfechter eines besseren Weges betreffend der Wirtschaft (dem Geldsystem im Besonderen) lautet nun: Was ist Euch heilig ? Auch
Bekenntnisse im Sinne "der Zweck heiligt die Mittel" wären klärend.

Vignetten-Zauber? Finanztransaktionsvignette. Nein! FTT und das weltweit! Zufall? Enrico Fermi gelang 1942 in Chicago die erste nukleare Kettenreaktion nach dem Bugs Moran und Al Capone die Jetztzeit vorausgenommen haben! Ahh… Day by Day Armageddon. Bei der Verschuldung aller Staaten müsste es bei seriöser Politik möglich sein, eine internationale FTT einzuführen. Valium für die Märkte! Auch um Schutz des kleinen Mannes der jedes Jahr von Taranteln durch neue Steuern ausgesaugt wird…..und was sehe ich? Veitstanz, Veitstänze wohin ich schaue…cathari

Stimmt ja alles! Aber Panik schieben bringt nix!
Das kommende Armageddon (Brrrr....!) wird nicht mit den früheren zu vergleichen sein. Denn wir sind auch da, wie in allem anderen auch, ein schönes Stück weitergekommen.
Rock'n Roll!!!!

Den Leuten fehlt einfach die kriminelle Phantasie um die kriminellen Handlungen der Raubritter vorauszusehen!
Man kann immer noch nicht glauben was das (in unserem Fall) gewählte und von uns bezahlte Staatspersonal klammheimlich einfädelt. Sowas kommt in Filmen vor und in USA und EU, aber es betrifft uns nicht.
Wir sind anders, wir sind eine direkte Demokratie, wir sind die Schweiz, Willy Tell, Widmer-Schlumpf und überhaupt....!

Wenn man genauer hinsehen würde könnte man die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Schachzügen der Raubritter erkennen. Aber dazu fehlt den Leuten in der täglichen Hetze die Zeit. Ausserdem lassen sich immer noch genug Menschen durch die immer gleichen Angstparolen einschüchtern. Dazu ist unser Land überaltert, dass heisst, viele Menschen sind immer noch der Überzeugung Politiker, Banker, Wirtschaftsbosse, Militärs seien fehlerlose, anständige, bessere Wesen und man müsse ihnen alles glauben. Ganz so wie sie es in ihrer Jugend gelernt haben.

Vielleicht waren Politiker und Banker damals wirklich noch ehrenhafte Leute, mittlerweile sollte aber allen klar sein zu was sie fähig sind. Beispiele dafür gibts jeden Tag in der Presse zu lesen (mittlerweile sogar im Mainstream).

Danke für den Artikel. Das mit dem Automatischen Informationsaustausch war mir neu. Ja. das macht Sinn. Und die Schweizer knicken wieder ein. Traurig.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/11/06/iwf-zwangsabgabe-d...
http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/15649-sparer-zwangsabgabe#1383...

@Schnipp! - 06.11.2013 08:28
Auch wenn die Politiker noch so ehrenhafte Leute sind, sie haben schlicht keine Wahl. Das Fundament eines Staates ist neben der Verfassung das Geldsystem. Und in dem liegt das Problem (Zins, Zinseszins). Solange kein Politiker das Spiel durchschaut, hin steht und das Problem wirklich löst, wird es ewig weitergehen. In 60- oder 80 Jahren sind wir dann wieder gleich weit, sofern die Menschheit aus den Fehlern nichts lehrt.
Die EU hat es sich selbst zuzuschreiben, dass der Crash so schnell nach der Einführung der Einheitswährung möglich wird. Sie haben es bei der Gründung unterlassen gute Gesetze einzuführen, die das Geldsystem innerhalb der EU Zone vernünftig reguliert. Deshalb hatte sich ein Teil der Schweizer Regierung erfolgreich gegen die EU gestellt.

Die USA stehen wegen ihrer gigantischen Verschuldung seit Jahren unter Druck, weil ihr Dollar Monopol nicht fallen darf. So haben sie eine ihrer mächtigsten Banken geschickt, um das schwächste Glied Griechenland gezielt anzugreifen. So war die Gefahr für die Amerikaner erst mal weg, dass der Euro den Dollar ablöste. Resultat: über 400'000 Häuser Enteignungen, 33% Obdachlose mehr als 2007, über 12%Arbeitslose, Sozialempfänger nicht eingerechnet.
Nur war der Trick der Amis umsonst, denn jetzt will China den Dollar ablösen. Und die sind nicht so blöd wie die Europäer. Die chinesische Armee ist zwar noch nicht so weit, um die US-Hightech Armee ordentlich einzuschüchtern, deshalb schließen Sie sich mit Russland zusammen, deren Armee mittlerweile moderner ausgerüstet ist, als die Amerikanische! Ja die haben nicht geschlafen.
Was hat dies mit dem Haircut zu tun? Der sich abzeichnende Machtwechsel ist brandgefährlich, wenn man den Schuldenschnitt zusammen mit einer globalen Machtverschiebung sieht. Die Amerikaner werden vermutlich alles tun, um keinen Perto-Yuan zuzulassen. Was leicht zu einem Stellvertreterkrieg ausarten kann. (Z.B. in Iran, Nordkorea, Syrien, Senkaku-Inseln).
Die Schweiz hat in den letzten Monaten einiges richtig gemacht. Sie hat sich mit China vertraglich eingelassen und sich mit Russland angefreundet. Damit hat die Schweiz die Weichen für eine gute wirtschaftliche Zukunft gestellt. Mit den USA und der EU verhandelt die Schweiz weiter, aber ich fühle vermehrt eine Unlust heraus, denn die EU will uns immer tiefer in das Schlamassel mitziehen.
Auch wenn die Zukunft für Europa nach einem Haircut heftig sein wird, und auch wenn die Schweizer anfangs vermutlich extrem leiden, weil die Bestellungen zurückgehen, wird es der Schweiz mit der chinesischen Partnerschaft die nächsten sechzig Jahre vermutlich gut gehen. Wir dürfen nur nie vergessen, dass Innovation unser wichtigster Vorteil ist.

Die Schweiz scheint gut aufgestellt. Wieviel ihr das allerdings in den langsam platzenden Blasen aller Länder noch helfen wird - darüber kann man nichts sagen. Vor allem nicht wenn man bedenkt das hinter jedem Abkommen zwischen Regierungen letztlich immer Geld steckt. Die hinter den Staaten wirkenden Geldgeber machen die Politik, dass macht das Ganze so schwer durchschaubar.

Lesenswert:
http://blog.dasmagazin.ch/2013/11/01/die-verpasste-chance/?goslide=0

Das Geldsystem, die Währungshüter, die Banken und warum es so kommen musste, so weitergeht und in einem Riesencrash enden wird.

Ohne den sich aber sicher auch nie was ändern würde!
Denn solange eine Elite mit dem System noch frei von jeder Verantwortung so gigantische Gewinne erwirtschaftet, werden sie sich bestimmt nicht von Vernunft- und anderen Gründen von ihrem schädlichen Tun abhalten lassen.

Man könnte allerdings anders. Modelle dafür gäbe es genug. Schon lange.
Modelle die das Menschsein in den Vordergrund stellen und nicht den Profit den ein Mensch für einen anderen darstellt. Dafür müsste man allerdings alle bereits bekannten bereits abgestürzten und gerade abstürzenden "....ismen" fallen lassen.

Man könnte Profit neu vom Haben zum Sein hin definieren, statt wie immer seinen Profit darauf aufzubauen, dass man mit den Existenzgrundlagen von (schlecht bezahlten, ausgebeuteten, hungernden, unterdrückten, getäuschten) Menschen spekuliert, die Gewinne einstreicht und die Verluste der gleichen Bevölkerung auflädt mit deren Geldern und anderen Werten man sich fahrlässig verzockt hat.

Dieses Verhalten scheint das Grundproblem zu sein und zeugt von einer perfiden kriminellen Energie in Begleitung einer Skrupellosigkeit die mit einem klaren Verstand nichts mehr zu tun hat.
Nur noch mit abgehobener Gier nach Macht, Status, Geld. Zins und Zinseszins und endlosen Reihen von Nuller hinter irgendeiner Zahl.

Der Crash ist permanent am Laufen und strebt unaufhaltsam seinem Finale entgegen, weil die Verursacher und Profiteure des Übels in ihren abgehobenen Welten sich so schwer damit tun zu erkennen das der Gaul sich totgelaufen hat.

Da müssen wir alle durch - egal ob wir wollen oder nicht - gefragt hat uns sowieso keiner.

Danke, guter Kommentar.

"Da müssen wir alle durch - egal ob wir wollen oder nicht - gefragt hat uns sowieso keiner."

Wir können (friedlich) kämpfen für einen Wechsel. Was ich gerade jetzt tue. Steter Tropfen höhlt den Stein.

Mir fällt immer wieder auf, dass Ursache und Wirkung entweder vertauscht, oder dann die Ursache verschwiegen wird. Ich lese täglich von Millionen- und Millarden-Bussen bei Banken, die hier gezockt und da geschräubelt haben. Ausserdem wurden offenbar durch Lobbyarbeit staatliche Gesetze so konstruiert, dass sie Schlupflöcher boten.
Jetzt abzuheulen, die Politik sei an allem Schuld ist wie ein Sühnegebet des Papstes für den Erzbischof in Limburg. Das Geld muss da wieder geholt werden, wo es vorher "hingemusst" hatte!

Da wo da Geld hingemusst hat ist es nicht mehr - wetten?

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