Der neue Mann in Rom

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Der neue Mann in Rom

Von Kommentar 21, 31.03.2013

Was halten Sie vom neuen Papst? Eine Frage, die in Gesellschaft derzeit häufig gestellt wird – und dies zu Recht. Denn was ist wirklich zu halten von diesem neuen Mann in Rom, der sich vatikanischer Prachtentfaltung verweigert, sich furchtlos unters Volk mischt und zu den Leuten redet, als ob er ein einfacher Pfarrer vom Land wäre? Einstweilen sind das alles nur Zeichen. Über die Inhalte sagen sie nichts aus. Klar, es ist ungewöhnlich, dass ein Papst seine Hotelrechnung selber bezahlt, den Gläubigen nach seinem ersten Angelus „buon pranzo“ wünscht und, wie soeben bekannt wurde, das einfache Gästehaus für Prälaten dem Luxusapartment im päpstlichen Palast vorzieht. Was solche Gesten für die Kirche wirklich bedeuten, wird man jedoch erst wissen, wenn erste Personalentscheide gefallen, erste Seligsprechungen verkündet und erste Lehrschreiben veröffentlicht sind. Dann wird sich zeigen, ob die neue Bescheidenheit mehr ist als blosse Symbolik. Dem Erzbischof von Buenos Aires ging der Ruf voraus, ein Erzkonservativer zu sein. Skepsis ist deshalb mehr als berechtigt. (Klara Obermüller)

Kommentare

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Warum so gehässige Kommentare? Sie hat doch recht. Schon mehr als einmal haben sich Symbolhandlungen und Reden als Tünche über erzkonservatives Denken erwiesen. Es würde mich freuen, wenn Franziskus tatsächlich neues Leben in die Kirche brächte. Aber das hindert mich nicht, mit wachsamem Blick auf das Geschehen zu schauen.

Mein Gott, die Autorin hat auch schon intelligentere Kommentare und Texte geschrieben als dieses überflüssige Herumstochern im römischen Heuhaufen. Ob Jean Rudolf von Salis das Niveau dieses Kommentars in seinen Rundfunsendungen akzeptiert hätte?! Ich empfehle stattdessen in italienischer Sprache die Artikel von Claudio Magris, Barbara Spinelli, Massimo Cacciari oder von Eugenio Scalfari als intellektuelle 'Begleitmusik' zur Wahl von Papst Franziskus. Wenn Protestanten, Katholiken und Agnostiker ihre Stärken ( und nicht immer nur ihre Schwächen ) in die gegenseitige Auseinandersetzung einbringen, kann das ja der Welt nur Gutes bringen.
Carl Wilhelm Macke ( München )

Die Welt ist glücklich über Papst Franziskus - daran kann auch die Nörgelei der verbitterten Protestantin und Dr. h.c. theol. prot. nichts ändern. Die Katholiken wollen nicht protestantisch werden. Warum belehrt Frau Obermüller nicht ihre eigene protestantische Kirche? Diese hätte Reformen bitter nötig!

Die Welt ist glücklich über Papst Franziskus - daran kann auch die Nörgelei der verbitterten Protestantin und Dr. h.c. theol. prot. nichts ändern. Die Katholiken wollen nicht protestantisch werden. Warum belehrt Frau Obermüller nicht ihre eigene protestantische Kirche? Diese hätte Reformen bitter nötig!

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