Der harzige Start des Sebastian Kurz

Journal21's picture

Der harzige Start des Sebastian Kurz

Von Journal21, 13.01.2018

Zehntausende demonstrierten am Samstag in Wien gegen die neue Bundesregierung.

Nach Angaben der Polizei waren es 20’000; die Demonstranten sprachen von 70’000 Teilnehmern. Der Protest richtete sich „gegen Rassismus, Sozialabbau und Rechtsextremismus“. Der FPÖ, dem Koalitionspartner der ÖVP, werden teils rechtsextreme Tendenzen vorgeworfen. „Lasst Nazis nicht regieren“, hiess es auf Transparenten. Menschenrechtler warnten vor einer Wiederholung der Geschichte. Auch jüdische Gruppen nahmen an der Kundgebung teil. Der Start von ÖVP-Bundeskanzler Sebastian Kurz verlief harzig und unglücklich. Der Stern des einzigen Shootingstars droht schon wenige Wochen nach Regierungsbeginn zu verblassen. Bei einem Treffen mit Emmanuel Macron bettelte Kurz darum, ihm doch eine Chance zu geben. (Foto: Keystone/EPA/Florian Wieser)

Die ÖVP und FPÖ werden kritisiert weil Konservative mit Freiheitlichen zusammen regieren wollen und man den Freiheitlichen nationales Denken nachsagt. Von der Anexartiti Ellines
(ANEL) in Griechenland, die weiter rechts angesiedelt ist und vor Nationalismus nur so strotzt, spricht keiner. Kann der Grund dafür sein, dass sie mit dem Sozialisten A. Tsipras koaliert?
Viele vom äusseren linken und rechten Rand sind offensichtlich talentierte Empörungskünstler, die nicht von Selbstreflexion geprägt sind und die eigene Geschichte gerne unter den Teppich kehren, während sie jene des politischen Gegners am liebsten auf dem Tapet präsentieren.

SRF Archiv

Newsletter kostenlos abonnieren