Das Putin-Interview

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Das Putin-Interview

Von Medienwoche, 19.11.2014

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Am Sonntagabend zeigte die ARD ein halbstündiges Gespräch mit Wladimir Putin. Der russische Präsident konnte dabei seine Sicht auf den Konflikt um die Ukraine und mit dem Westen weitgehend unwidersprochen darlegen. «Wladimir Putin interviewt sich selbst», schreibt etwa die Wirtschaftswoche. Das MEDIENMONITOR-Dossier zu den Reaktionen auf das Putin-Interview.

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Washington will Russland aus dem Wege räumen, weil es in Russland ein Hindernis für seinen Machtanspruch sieht. Diese Arroganz Washingtons zwingt Russland eine schwierige Entscheidung auf: Unterordnung oder Krieg.

Dass der Westen die Ukraine als NATO-Aufmarschgebiet
beanspruchen wollte, was die gesamte russische
Schwarzmeerflotte außer Gefecht gesetzt hätte, konnte
Russland gar nicht akzeptieren. Man sollte sich fragen,
wie wohl umgekehrt die Reaktion der USA ausgefallen
wäre (Es darf an die Kubakrise von 1962 erinnert werden.),
hätte Russland ein ähnliches geostrategisches Vorgehen
praktiziert. Die unterschiedlichen Maßstäbe, mit denen
der Westen immer wieder misst, sind sicher kein Beitrag
zum Frieden.

Nicht erst seit der Ukraine-Krise laufen den Medien ihre Leser weg, aber die Putin-Hetze wirkt wie ein Brandbeschleuniger und dem Journalismus brennt das Wichtigste ab, was er hat: der Glaube an seine Aufrichtigkeit.
Es wird so einseitig wie schon lange nicht mehr berichtet, immer öfter kommt es zu Unwahrheiten und Verzerrungen in der Berichterstattung. Die Menschen werden auf einen Konflikt mit Russland eingeschworen – besonders auch vom Leitmedium Spiegel. Das Nachrichtenmagazin erklärt sich selbst zum Sprachrohr der Bundesregierung, manipuliert Umfragen und fordert, dass Putin gestoppt wird. Leser, die dahinter Hetze und Manipulation aus Washington sehen, verteufelt der Spiegel als ferngesteuerten Online-Mob aus Russland.

Die uralten Königreicheiche benutzten zur
Eroberung anderer Länder die Relligion.
Die alte Sowjetunion wollte die Welt mit
der Lehre Marxismus-Leninismus erobern.
Der Westen geführt von den USA will die
Welt mit der Demokratie-Idee erobern.
Aber es ist nur eine Scheindemokratie in
der die Verfassung wichtige Volksbegehren
verbietet und die Massen mit Propaganda
ausgetrickst werden.

Auch "der Westen" darf seine Interpretation der Geschichte und seine Sicht der Dinge "unwidersprochen" darlegen.

SRF Archiv

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