Das Kreuz mit der Auferstehung

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Das Kreuz mit der Auferstehung

Von Journal21, 17.04.2014

Das Münsterlinger Fastentuch von 1565 zeigt den gekreuzigten Christus aufrecht stehend – eine überraschend moderne Deutung der Osterthematik. Eine Betrachtung von Matthias Loretan.

Die Auferstehung Jesu ist für Christen ein zentraler Glaubensinhalt. Doch niemand hat das Ereignis als historisches Faktum beobachtet. Auch die Bibel beschreibt nicht den Vorgang der Auferstehung, sondern nur die Folgen dieses Geschehens. Sie überliefert uns Zeugnisse und Visionen von Begegnungen mit dem auferstandenen Christus. Und es folgen später die Ostererzählungen der Evangelien, welche diese Begegnungen narrativ entfalten. Doch auch diese Ostergeschichten liefern keine Beschreibung und kein Bild der Auferstehung. Die Evangelien prägen das Bild vom leeren Grab.

Kein kanonisches Osterbild

In der christlichen Ikonographie kam es deshalb zu keinem einheitlich kanonischen Osterbild, sondern zu einem Nebeneinander unterschiedlicher Darstellungen symbolischer und szenischer Art: die Frauen am Grab, die Höllenfahrt Christi oder die Erscheinungen des Auferstandenen vor den Frauen und den Jüngern.

In der bildenden Kunst wagten zuerst die Reichenauer Maler (um 1000) die Auferstehung Christi zu vergegenwärtigen, zuerst symbolisch und dann zunehmend realistisch. Erst die italienische Malerei (vor allem die Giotto-Schule) komponierte im 14. Jahrhundert schliesslich das Motiv, das zur dominanten Darstellung des Ostergeschehens geworden ist: Der Auferstandene mit den Wundmalen schwebt triumphierend und verklärt über dem Sarg. Seit dem 16. Jahrhundert ist dieses Motiv von Meistern wie Albrecht Dürrer und Matthias Grünewald übernommen worden.

Romanische und gotische Christusdarstellungen

Das im Mittelalter deutlich gesteigerte Interesse am narrativen Bild der Auferstehung Christi dürfte in einem Zusammenhang stehen mit der Entwicklung des Kreuzigungsbildes. Die ersten Darstellungen Christi am Kreuz in der Zeit der Romanik zeigen ihn aufrecht stehend, bekleidet, mit offenen Augen und oft mit einer Krone geschmückt: Christus als der am Kreuz erhöhte Auferstandene, als Sieger und Erlöser der Menschheit.

Um 1200 wandelt sich diese Darstellung. Künstler stellen Jesus als Leidenden und Sterbenden dar, die Füsse aufeinander genagelt, in verkrümmter Haltung und mit schmerzverzerrtem Gesicht. Nicht mehr der Anblick des Siegers über den Tod, sondern die Versenkung in sein Leiden soll dem Betrachter Trost spenden. Die Ablösung des erhöhten und verherrlichten Christus am Kreuz (Romanik) durch den leidenden und toten Christus (Gotik) provoziert ein Gegenbild und verstärkt die narrative Darstellung der Auferstehung.

Die Crux mit der Ästhetik der Auferstehung

Die Kontinuität narrativen Erzählens konstruiert nun allerdings eine lineare Logik zwischen Kreuz und Auferstehung, Karfreitag und Ostern, Leiden und Erlösung. In dieser Linearität kann an Ostern nicht etwas wirklich Neues anbrechen. Vielmehr wiederholt sich das alte Muster der Geschichte. Christus und die seiner Fraktion Angehörenden besiegen die vormals Mächtigen mit deren Waffen. Mit der herrlichen Gewalt ihrer religiösen Macht triumphieren sie über die schlafenden Häscher und deren Auftraggeber.

Doch wie kann die triumphalistische Rechthaberei und damit die Fortsetzung religiöser Gewalt mit ästhetischen Mitteln bei der Darstellung des Ostergeschehens gebrochen werden? An dieser Frage arbeiten sich bis heute die modernen und zeitgenössischen Darstellungen des Motivs ab. Eine konsequente und überraschend modern anmutende Lösung für diese Crux mit der Ästhetik der Auferstehung fand der unbekannte Künstler, der das mit der Jahrzahl 1565 versehene Hungertuch in der Klosterkirche Münsterlingen auf Leinen malte.

Mittelalterliche «Hungertücher» zur Verhüllung des Altars

Die Fastenlaken sind Zeugnisse mittelalterlicher Frömmigkeit. Mit ihnen wurde während der Fastenzeit von Aschermittwoch bis Mitte der Karwoche der Hauptaltar verhüllt. Auf den Retabeln der Hauptaltäre waren in der Regel Visionen eines erfüllten religiösen Lebens dargestellt: die Erhöhung Christi am Kreuz, Himmelfahrt, Pfingsten usw. Durch den Brauch des Verhüllens sollte die Sehnsucht nach der ekstatischen Erfüllung neu entfacht werden.

Die Hungertücher waren zu Beginn meist leer oder nur mit einfachen Ornamenten bestickt oder bemalt. Dann setzten sich zunehmend Fastenlaken durch, welche Szenen aus Jesu Passionsgeschichte zeigten. Wie beim Freiburger Fastentuch (1612) kamen dann zunehmend auch Bilder dazu, welche die das Osterthema als Bestandteil der Heilsgeschichtliche illustrierten: Auferstehung, Himmelfahrt, Pfingsten und Weltgericht.

Das Münsterlinger Hungertuch

Mit dieser frommen Linearität bricht das Münsterlinger Hungertuch. Das Andachtsbild zeigt einen leidenden Christus, umstellt von den Arma Christi, einem Inventar der Folter und der Einschüchterung. Jesus ist mit der Dornenkrone abgebildet. In den Händen hält er zwei Folterwerkzeuge. Links von Jesus der Ysopstab, mit dem Jesus der Essigschwamm gereicht wurde. Er ist gekreuzt mit der Longinus-Lanze, mit der ein römischer Soldat in die Seite des Gekreuzigten stach, um festzustellen, ob er noch lebte.

Das Hungertuch von Münsterlingen (1565)
Das Hungertuch von Münsterlingen (1565)

Dann sind da die 30 Silberlinge als Bestechungsgeld der religiösen Machthaber und der Kopf des Judas, um dessen Hals sich die Schlinge des Geldbeutels zusammenzieht. Rechts von Jesus ein metallener Krug, mit dessen Wasser der römische Statthalter Pilatus sich feig die Hände in Unschuld wusch. Neben ihm der Hahn, der just auf jener Säule posiert, an der Jesus gegeisselt wurde. In seinen Krallen hält er den Schlüssel als Zeichen religiöser Definitionsmacht. Nägel, Hammer und Zange sind die Werkzeuge der brutalen Kreuzigung. Und schliesslich die Würfel, mit denen die Soldaten um das Gewand Jesu spielten, Zeichen zynischer Anonymisierung von Verantwortung.

Die Reihung der Insignien religiöser und politischer Gewalt lassen die Christus-Figur besonders schutzlos erscheinen. Sie ist nackt dargestellt und beschämt mit aneinander gepressten Beinen. Ecce homo: Seht da diesen Menschen, ausgeliefert der offenen Gewalt, der Demütigung und dem Verrat.

Ein radikal andersartiges Bild von Auferstehung

Dieses Ecce homo bricht das ordnende Nacheinander der Leidensgeschichte Jesu vor gut zweitausend Jahren auf. In seiner Darstellung fallen die verschiedenen Motive zusammen: der verhöhnte Unschuldige, an dem Pilatus kein Fehl findet; der Gekreuzigte, der schon nicht mehr am Kreuz hängt, sondern mit verschränkten Armen davor steht. Sein Leib, blass wie ein Leichnam, ist gezeichnet von den Wundmalen. Aber er liegt noch nicht im Grab, nein, er steht.

Damit zeichnet das Münsterlinger Hungertuch ein radikales Bild von Auferstehung. Es zeigt keinen triumphalen Sieger, der zum Himmel flieht, sondern einen Menschensohn, der bleibt. Und zwar bei denen, die Trost und Zuwendung brauchen, damit ihre Not nicht vergessen und vergebens ist. Mit einer schlingenden, ja schon fast tänzerischen Bewegung scheint er sich dem Zugriff der Umstellungen zu entziehen. In dieser Geste ist nichts Heroisches. Eher schon etwas trotzig Närrisches, etwas Verrücktes.

Doch dieses bescheidene Bild von Auferstehung hält eine Hoffnung wach. Es legt den Geschlagenen nicht auf das stumme Einverständnis mit dem Unglück fest. Es verführt aber auch nicht zur Apathie des Leidens. Es nennt die Dinge, die einen umbringen, beim Namen. Und es vertraut noch in der brutalen Situation auf Sympathie und Mitleiden. Mit der Zuversicht seines leisen Humors macht das Münsterlinger Hungertuch die Wirklichkeit bewohnbar.

 

Matthias Loretan ist katholischer Theologe und Gemeindeleiter im Seelsorgeverband Altnau, Güttingen, Münsterlingen (Thurgau)

Kommentare

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Als Gott mich damals, vor dem Urknall fragte: „Meinst du, schafft ihr das“? Antwortete ich ihm:“ Mal schauen, leicht wird es sicher nicht“. Nun gut, acht Millionen Jahre lang hetzen wir nun schon wie die Blöden hinter Beutetieren her, früher mit Knüppel, Speeren, (hat nichts mit Alfred Speer zu tun) dann mit Pfeil und Bogen und schliesslich mit moderner erdachter Technik. Als endlich der Jude Jesus vor gut zweitausend Jahren durch Kontemplation seine Erleuchtung erfuhr, sprach er zu einem Blinden:“ Nicht ich habe dich geheilt, sondern dein Glaube an mich“ und er erinnerte die Bewohner im heiligen Land: „Aus Weinbergen sollt ihr keine Gemüsegärten machen, vergreift euch nie am Hab und Gut des anderen. Schon gar nicht an deren Frauen und Kindern merkt euch das. Da ihr jedoch nur Menschen seid, bleibt gnädig, denn wer von euch ohne Schuld ist werfe den ersten Stein. Einem Zauberwürfel gleich ist meine für euch geschaffenen, zu bewältigende Aufgabe. Fressen und gefressen werden die Ausgangslage Wie löst man so was auf anständige Weise, meine Aufgabestellung. Also geht schonend um mit dem von mir geliehenen. Wir treffen uns dann später wieder in der Singularität auf ein Bier mit Aloisius... Hosianna….cathari

doch auch anders, Herr Loretan.

Nehmen Sie sich ein Beispiel!

ein Beispiel nehmen? Cathari's Beitrag ist zwar orginell oder lustig und absolut ok.

Aber welches Beispiel sollte man da nehmen, wenn manüber das Münsterlinger Fastentuch schreibt? (Auch hier: was man auch immer vom Thema oder vom Text halten mag, vielleicht etwas gar trocken-sachlich? Schadet auch nichts bei diesem Thema.)

beim Namen."
Möglicherweise darf ich das nicht (Zensur).

Ihr Text liest sich so, als würden Sie, Herr Loretan, all diese Bilder und die erzählten Geschichten komplett ernst nehmen, als wären sie eine Darstellung der „Wahrheit“ und „Wirklichkeit“.

Haben Sie das Gebot aus den Anfängen dieser Religion vergessen:
Du sollst Dir KEIN Bildnis machen …“?

Haben Sie auch nicht hinterfragt, warum ein solches Gebot existiert, schon ganz zu Anfang? Nein?
Na aus genau dem Grund, dass keine Sekte oder Kirche mit „Götzenbildern“ den Kern der Religion aushebeln kann und „eigene Geschäfte“ mit dem plakatierten Unsinn machen kann.
Das ist ja nun gründlich in die katholische Hose gegangen. Egal!

Es gibt verschiedene Arten sich an den Feiertagen zu vergnügen;
Sie schauen sich die Kreuzigungsbilder an und vertiefen sich in Leidensgeschichten Christi;
die Dänen lesen blutige Kriminalromane über Ostern (auch schon die Kinder);
ich schaue und lese „Erwachsenen-Märchen“ (sind manchmal auch brutal);
andere machen sich ein schönes „Porno-Wochenende“.

Allerdings halte ich es für ärgerlich, wenn jemand mit seinen Vorstellungen hausieren geht.
Ich halte es für unerträglich, wenn Menschen damit auch schon kleine Kinder belästigen, sie ängstigen und damit in ihrer Entwicklung negativ beeinträchtigen.

Sicher sind sie auch mit diesen Kreuzigungsgeschichten erschreckt worden, als Kind.
Auch normal (aber unerwünscht) ist es, wenn geschlagene Kinder zu schlagenden Eltern heranwachsen.
Gleiches gilt (erst recht abscheulich) für Pädophile, die oftmals eben auch in der Kindheit missbraucht wurden und das an die missbrauchten Kinder weitergeben.

Denken Sie, Herr Loretan, gerade über Ostern (Chance für die Auferstehung), einmal darüber nach, ob man unseren Kindern wirklich diesen alten, blutigen, blöden Unsinn weiterhin (dann halt keine Auferstehung) zumuten muss!

Welchen Zusammenhang haben Ihre etwas extravaganten Ausführungen zu den relativ nüchternen Ausführungen von Herrn Loretan zum Münsterlinger Fastentuch (was auch immer man davon halten mag)?

Der Zusammenhang besteht hauptsächlich durch den Bibelspruch:
"Du sollst Dir KEIN Bildnis machen …" und diesem "Götzentuch" (was auch immer man davon halten mag) und speziell das hier abgelassene Gefasel darüber und allgemein das auf solcher Religions-Cartoonisierung (Christen-Comic, für die Kleinen und Dummen) beruhende kirchliche Konzept.

Das ist hier sicher fehl am Platz!

Vielen Dank für die kurze, aber verständliche Präzisierung. Klar, das ist Ihre Meinung und zu akzeptieren.

Als Laie in Sachen alter Kirchenkunst habe ich den Text von Herrn Loretan interessiert gelesen. Auch wenn Loretan katholischer Theologe ist, könnte ich mir vorstellen, dass er Ihnen nicht einmal sehr widersprechen möchte.

Ohne auf das, was wir heute als Götzen haben könnten eingehen zu wollen, zeigt Loretan's Text meines Erachtens u. a. auf, was Bilder vor fast einem halben Jahrtausend bedeutet haben könnten, wohl verstanden zu einer Zeit, als lesen und schreiben noch nicht selbstverständlich waren und man noch nicht inflationär und instant "Bildnisse" anfertigen konnte!

In diesem Lichte betrachtet liegt uns oder einem katholischen Theologen eher nicht daran, ein altes "Bildnis" (auf diese Deutung wäre damals wohl gar keiner gekommen) als solches zu verherrlichen. Diese Sicht (und Loretan's Interpretation von heute) funktioniert natürlich nur mit einer Unvoreingenommenheit und einer gewissen Distanz.

Dann bedenken Sie bitte auch, dass dieses Postulat "kein Bildnis machen …" eben schon weit vor "einem halben Jahrtausend" aufgestellt wurde, "wohl verstanden zu einer Zeit, als lesen und schreiben noch nicht selbstverständlich waren", um genau zu verhindern, dass "inflationär und instant Bildnisse" angefertigt werden.

Das ist der Sinn dieses Gebotes.
Genau dagegen wird permanent verstossen. Eben auch bei diesem "Hungertuch".
Nur ohne diese "Götzen" ist es "uns oder einem katholischen Theologen" möglich, "mit einer Unvoreingenommenheit und einer gewissen Distanz" religiöse Themen zu denken und zu diskutieren.

Aber welche Sekte oder Kirche will denken und diskutieren?
Die wollen alle nur MEHR!

Eine "denkende und diskussionsfreudige Kirche" will sich ständig messen, verbessern, reiben, und streiten um die eigenen Thesen so "alltagstauglich" zu machen, wie es nur geht.
Dabei haben z.B. Rassismus, Homophobie, Frauenfeindlichkeit, Pädophilie usw. keinerlei Raum in der religiösen Gesinnung.
Und was ist die Realität?
Genau das krasse Gegenteil!
Und "Götzenbilder" helfen permanent dabei!

p.s.
Der neue Papst will auch mehr, aber mehr Wahrheit, mehr Wirklichkeit bei der Auferstehung (Ostern), mehr zurück zum ehrlichen Glauben und Gläubigen!

Sie lesen noch mit !?!

Ja klar, das "Postulat" wurde schon weit länger als vor einem halben Jahrtausend aufgestellt.

Nehmen wir an, ich (oder irgendjemand) gebe Ihnen recht. Sollte jedoch zutreffen, dass Lesen zur Zeit dieses Tuches weniger allgegenwärtig gewesen wäre (was einige Forscher relativieren) und man dafür Kunst zur Be-Schreibung einsetzte, dann lägen wir beide falsch, nämlich insofern als dass es sich hier schon nur deshalb NICHT um Götzen im Sinne des Postulats gehandelt haben könnte. Ohne Wertung, ohne gut/schlecht, müssten wir beide soweit einverstanden sein.

Was ich mich frage: wie wollen Sie dieses "Postulat" heute den Leuten schmackhaft machen? Wie Sie sagen, wird ja heute auch in Kirchen viel diskutiert ... Wenn nicht durch Überzeugung, dann vielleicht durch Aussagen geprägt von "schwarz-weiss", "so ist das Gebot, und zwar wörtlich und Punkt". Damit spricht man allerdings nur diejenigen an, die sowieso schon dieser Linie anhängen. Die andern schreckt man (noch mehr) ab.

Das klingt dann in den Ohren der heutigen Menschen etwa "das Postulat XY gilt, ist gut/schlecht und zwar wörtlich und ausnahmlos, solange ich Postulat XY selber bestimme".

Interessanter(ironischer?)weise entspricht die katholische Kirchenstruktur am ehesten dem archaisch-hierarchischen, "gut-schlecht-" oder "jemand-bestimmt-und das-ist-die-Wahrheit"-Modell. Plakativ gesprochen natürlich. Aber Sie haben Recht: der neue Papst scheint sich noch mehr von diesem Klischee zu entfernen, hoffentlich.

kommen wir beide dann doch wieder etwas näher zusammen!

Zum "Postulat":
Ein solches Postulat und eine solche Kirche ist ein Widerspruch in sich (contradictio in terminis) und aus diesem Grunde geschaffen.
Aus Sicht einer solchen Kirche ist ein Umgehen dieses Postulats immer "notwendig" und wird mit "guten" Argumenten verteidigt.
Aus Sicht des Postulats kann nur eine von Grund auf andere Kirche "gebaut" werden, muss die bestehende "abgerissen" werden, sie kann nicht "umgebaut" werden.
Bei diesem Thema laufen wie beide dann sicher weit auseinander.

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