Bücher zu Weihnachten

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Bücher zu Weihnachten

Von Journal21, 19.12.2013

Schenken Sie zu Weihnachten ein Buch. Oder schenken Sie sich selbst eins. Journal21-Autorinnen und Autoren machen Ihnen 27 Vorschläge.

Alex Bänninger empfiehlt

Herrlich fabuliert: Michael Fehr, Kurz vor der Erlösung, mit einem Nachwort von Stefan Humbel, Luzern 2013, ISBN 978-3-905825-51-0, 125 Seiten

Weder ein Roman noch eine Erzählung, sondern siebzehn Kapitel mit je einem langen Satz, der sich mit überraschenden Hoch- und Weitsprüngen und immer wieder neuen Anlauf holend herrlich fabulierend zu seinem Ende hin entwickelt. In seinem Erstling geht der Berner Michael Fehr den Wörtern sprachakrobatisch auf den Grund ihrer Bedeutung. Eine Entdeckung.

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Packend erzählt: Jamil Ahmad, Der Weg des Falken, aus dem Englischen von Giovanni und Ditte Bandini, Hamburg 2013, ISBN 978-3-455-40394-7, 187 Seiten

Der in Indien geborene und als pakistanischer Staatsbeamter tätige Jamil Ahmad nimmt uns mit auf eine Reise durch die Stammesgebiete in der Grenzregion von Pakistan, Afghanistan und Iran. Eine uns fremde Welt bleibt uns fremd. Aber wir wissen am Ende des Buches, von den Schicksalen in Atem gehalten, von der nüchternen Sprache gepackt, warum.


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Kenntnisreich beleuchtet: Olivier Moeschler, Der Schweizer Film - Kulturpolitik im Wandel, aus dem Französischen von Claudine Kellenberger, Marburg 2013, ISBN 978-3-89472-861-8, 140 Seiten

Oft wird mehr über Schweizer Filmpolitik diskutiert als über Schweizer Filme. Die Debatten sind feurig, doch die Fakten lassen zumeist kalt. Ihnen verhilft Olivier Moeschler zu ihrem Recht. Er leuchtet Hintergründe aus und legt Zusammenhänge offen. Das kenntnisreiche "Buch zum Film" ist erhellend.

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Klara Obermüller empfiehlt

Joël Dicker: Die Wahrheit über den Fall Henri Quebert. Piper, München 2013, 736 S., Fr. 32.90. ISBN: 978-3-492-05600-7.

Ein Page-Turner für lange Winterabende: spannend, verzwickt, verwirrend und wie eine russische Matroschka-Puppe mit immer wieder neuen Wendungen überraschend. Alles ist anders, als man meint, nichts ist, was es scheint. Auf den ersten Blick ein Krimi, entpuppt sich der Roman des jungen Genfer Autors mit der Zeit auch als ein Buch übers Bücherschreiben – und als eine Referenz an Philipp Roth, der dem Werk überdeutlich Pate gestanden hat.

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Iris Radisch: Das Ideal der Einfachheit. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 2013, 352 S., Fr. 31.90. ISBN: 978-3-498-05789-3.

Ein Must für alle, die in ihrer Jugend von Albert Camus fasziniert waren und heute wissen wollen, warum: kenntnisreich und einfühlsam geschrieben, ein Porträt der Zeit wie des Autors, der bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat. Camus’ Lieblingsworte – der Sommer, die Wüste, das Meer, die Mutter, die Ehre, die Menschen, das Elend, die Erde, der Schmerz – bilden den äusseren Rahmen des Buches und regen an, sich erneut in das Werk des Autors zu vertiefen. 

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Peter Bieri: Eine Art zu leben. Über die Vielfalt menschlicher Würde. Hanser, München 2013, 384 S., Fr. 34.90. ISBN: 978-3-446-24349-1.

Eine Begriffsklärung und eine Anleitung zum Nachdenken über ein Wort, das in aller Munde ist, ohne dass man sich bewusst macht, wovon eigentlich die Rede ist. Peter Bieri definiert nicht, er geht von Erfahrungen aus und erzählt Geschichten, die deutlich machen, was Würde bedeutet und wodurch sie verletzt werden kann. Endgültige Antworten hält der Autor keine bereit. Er stellt Ansichten zur Diskussion, er regt zur Selbstreflexion an und macht die Lektüre dadurch zum intellektuellen Gewinn.

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Urs Meier empfiehlt

Rüdiger Safranski: Goethe

Das neue Buch des Philosophen und Publizisten ist die Goethe-Biographie für unsere Zeit. Der Untertitel sagt treffend, was Safranski an dieser weiss Gott längst gründlich traktierten Figur zeigt. Was für eine Zeit! Was für ein Leben! Wir sind mit dieser von Genialität berstenden Epoche und mit dieser unglaublichen Person noch längst nicht fertig.

Rüdiger Safranski: Goethe. Kunstwerk des Lebens. Biographie, Carl Hanser Verlag, München 2013, 748 S., Fr. 39.90, ISBN 978-3-446-23581-6 

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Paul Auster: Winterjournal

Was dieses autobiographisch-intime Buch auszeichnet, ist die unbekümmerte Neugier und unprätentiöse Ehrlichkeit, mir der Auster sein Leben inspiziert. Man liest es berührt, beeindruckt vom Mut zur Wahrhaftigkeit, und man freut sich an Glücksmomenten dieses Lebens, als wären sie einem selber widerfahren.

Paul Auster: Winterjournal. Aus dem Englischen von Werner Schmitz, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2013, 254 S., Fr. 23.90, ISBN 978-3-498-00087-5

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Zeitschrift MERKUR

Er hält trotzig fest an seinem Untertitel «Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken» und ist ein intellektueller Leuchtturm in der postmodernen Unübersichtlichkeit: der «Merkur». Von Mal zu Mal ist da Zentrales und Peripheres in einer Weise ausgebreitet und durchdacht, dass man Lust aufs Lesen und Denken bekommt.

Merkur, herausgegeben von Christian Demand im Verlag Klett-Cotta, Stuttgart. Erscheint monatlich. Abonnement: Fr. 146.30  www.merkur-online.de

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Christoph Kuhn empfielt

Schweizer Poesie

Ein edleres Weihnachtsgeschenk im Bereich der Literatur als dieses Buch ist kaum denkbar. Und von den 53.- die das Ding kostet darf man behaupten: sie sind bestens angelegt. Empfohlen sei die von Roger Perret zusammengestellte und kommentierte Anthologie „Moderne Poesie in der Schweiz“ (Limmat Verlag und Migros-Kulturprozent). Kühne Experimente, wilde Leidenschaften, Gedankenartistik wird man antreffen, alle Landesteile sind berücksichtigt. Ein kaum geahnter Reichtum wird da zutage gefördert und mit aller wünschenwerter Kompetenz und Gründlichkeit präsentiert.

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Nichts als der Mensch

Vor vier Jahren hat Georg Brunold den fast unisono bejubelten Prachtsband „Nichts als die Welt“ vorgelegt, eine Sammlung von Reportagen aus der Zeit 500 vor Christus bis heute. Jetzt folgt, nach ähnlichem Muster gestrickt, „Nichts als der Mensch“ (Galiani Verlag, 108.--), wieder ein Prachtsband, wieder einen Zeitraum von 2500 Jahren abdeckend. 300 Autoren hat der Herausgeber ausgesucht, von Sophokles bis Schirrmacher. Was einem, voreilig, wie die Wiederholung eines Erfolgprojekts vorkommen mochte, erweist sich als Geniestreich. Die von Brunold prägnant eingeführten Texte zum Thema Mensch – eine eigenwillige Auswahl mit wunderbaren Ueberraschungen – verfügen über Suchtpotential.

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Stephan Wehowsky empfiehlt

Upton Sinclair, Öl!, übersetzt von Andrea Ott, Manesse 2013

In diesem Jahr ist eine neue Übersetzung von Upton Sinclair, Öl!, herausgekommen. Dieser Roman bietet alles, was man sich wünscht: Er ist spannend und höchst informativ. Man erfährt sehr viel über die Förderung von Öl und über den Run auf die amerikanischen Ölquellen Anfang des vorigen Jahrhunderts. Sinclair ist ein scharfer Beobachter und Analytiker. Nicht umsonst war er in den 1920er Jahren in Deutschland der meistgelesene amerikanische Autor.

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Breaking Bad, Staffel 1-5, Amazon

Die Liste der Awards für die amerikanische Fernsehserie „Breaking Bad“ ist fast endlos. Sie beschäftigt inzwischen auch das absolut gehobene Feuilleton und wird vom Kultursender ARTE ausgestrahlt. Bei Amazon kann man jetzt die kompletten fünf Staffeln kaufen. Es ist nicht möglich, nicht fasziniert zu sein: vom Chemieprofessor, der aufgrund einer als unheilbar eingestuften Krebserkrankung mit der Herstellung von Methamphetamin das grosse Geld machen will und immer tiefer in Konflikte gerät.

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Jorge Semprún, Überlebensübungen, übersetzt von Eva Moldenhauer, Suhrkamp 2013

Als junger Mensch hat der gebürtige Spanier Jorge Semprún in der Résistance gekämpft. Er wurde verhaftet und gefoltert. Semprún schildert, wie er diese Qualen durchstand. Und er setzt sich mit der Frage auseinander, was die Folter für das weitere Leben bedeutet – in klarer Abgrenzung zu Jean Améry. Im zweiten Teil dieser leider unvollendet gebliebenen Lebenserinnerungen schildert er seinen Untergrundkampf für die kommunistische Partei in Spanien.

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Reinhard Meier empfielt

Martin Miller: Das wahre Drama des begabten Kindes, Kreuz Verlag, Freiburg i.Br. 2013, 175 Seiten

Mit ihrem Buch „Das Drama des begabten Kindes“ ist die viele Jahre in Zürich lebende Psychoanalytikerin Alice Miller berühmt geworden.   Nun berichtet ihr Sohn Martin Miller über seine eigene unglückliche Kindheit und die biographischen Hintergründe seiner Mutter.  Sie war nicht fähig, ihre Empathie-Grundsätze  gegenüber ihrem Sohn umzusetzen.  Auch ein Anstoss zum Nachdenken über Lehre und Praxis.

 

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Ian McEwan: Honig, Diogenes Verlag , Zürich,  2013, 463 Seiten

Serena Frome, die attraktive Tochter eines anglikanischen Bischofs, fängt nach dem Studium als Büro-Hilfskraft beim Geheimdienst MI5 an. Daraus entwickelt sich eine mehrschichtige Liebesgeschichte,  subtil-ironisch eingebettet im Agentenmilieu zur Zeit des Kalten Krieges. Ein intelligentes Lesevergnügen, inhaltlich und sprachlich  – natürlich auch im englischen Original (Titel: Sweet Tooth).

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Gerd Imbsweiler: Will singen bis ans Ende vom Lied. Friedrich Reinhardt Verlag, Basel 2013,  102 Seiten.

Gerd Imbsweiler war zusammen mit seiner Frau Ruth Oswalt Mitbegründer des Vorstadttheaters Basel. Im April 2012 erhielt er die Diagnose der unheilbaren Krankheit ALS.  Dieses Buch ist die poetische Bilanz der letzten zehn Monate seines Lebens in zehn Liedern –  wach, unsentimental, tapfer, realistisch, mit Humor und Wärme.  

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Roland Jeanneret empfiehlt

Eben erschienen: Dalai Lama - Rückkehr zur Menschlichkeit

Bevölkerungswachstum, Klimawandel, Finanzkrise, Terrorismus – viele Probleme unserer Zeit sind global und machen es schwierig, uns sorgenfrei glücklich zu fühlen. Gefragt sind neue Wege, auf die sich alle Völker und Religionen dieser Erde einigen können. Der Dalai Lama entwirft in seinem neusten Werk ein Wertesystem, das sich nicht nur auf gesellschaftlicher, sondern auch auf individueller Ebene umsetzen lässt. Lektüre für etwas ruhigere Tage über die Advents- und Weihnachtszeit. (Bastei Lübbe Taschenbuch 60759, ISBN 978-3-404-60759-4)

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Neu aufgelegt: Stefan Mayr - Dinner for One von A – Z

Kaum eine Fernsehstation, die an Silvester oder Neujahr nicht den wohl weltberühmtesten Sketch abspielt: Dinner for One. Alle kennen ihn, und trotzdem will man/frau ihn immer wieder sehen. Aber kennen Sie auch die Hintergründe dazu? Woher stammt der Name? Wie viele Pannen gabs bei den Dreharbeiten? Wie hoch war die Gage der Schauspieler und: Hatten Butler James und Miss Sophie auch privat eine Affäre? Ein höchst vergnügliches Festtags-Lexikon!

(Eichborn-Taschenbuch ISBN 978-3-8479-05493-3)

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Stef Stauffer: Leben im Onsernonetal

„Grossmutter bewohnte bloss einen einzigen Raum. Das war verständlich. Diese feuchten Steinhäuser waren schwer warm zu bekommen. Ihr Leben fand rund um das Feuer statt. Tisch, Bett und Küche – alles in einem Zimmer. Darunter lagen der Keller und der Stall. Sie hatte zwei Ziegen und ein Huhn“. So beschreibt die Autorin das Leben im Valle Onsernone, dem Tal der Frauen, der Stille, manchmal auch der Träume. Dreihundert Kurven, zwei Läden, das Postauto. Für Stef Stauffer, Lehrerin und Schulleiterin im Bernbiet, noch heute Ein Ort des Rückzugs und der Kraft zugleich.

(Lokwort-Verlag, ISBN 978-3-906786-44-5)

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Ignaz Staub empfiehlt

“House of Cards”, Netflix/Amazon, $29.99.

Seit Aaron Sorkins Siebenteiler “West Wing”, der den idealisierten Alltag im Weissen Haus unter einem schwarzen Präsidenten (vor Barack Obama!) zeigte, sind Fernsehserien, die den politischen Alltag in Washington DC persiflieren oder spiegeln, zu einem eigenständigen Genre geworden. Da gab’s „K-Street“, „Political Animals“ oder „Veep“. Derzeit laufen „Scandal“ und – am ambitioniertesten – „House of Cards“ mit Kevin Spacey als exzellentem Hauptdarsteller.  Spacey spielt einen Kongressabgeordneten, dem keine Taktik und keine Täuschung zu fies sind, um seine Macht (und die seiner Frau) zu mehren. Die Fiktion der TV-Serie bewegt sich dabei gefährlich nahe an der Realität.

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David Finkel: “Thank You for Your Service”, 256 Seiten, Sarah Crichton Books/Farrar, Straus & Giroux. $ 26.

Nach dem Aufsehen erregenden Erstling “The Good Soldiers” bleibt David Finkel auch in seinem zweiten Buch dem Leser nichts schuldig. In „Thank You for Your Service“ begleitet der Korrespondent der „Washington Post“, zurück in Amerika, jene Soldaten, deren tödlichen Alltag im Irak er zuvor eindringlich dokumentiert hatte. Für diese Infanteristen, fast jeder Dritte verwundet an Leib und/oder Seele, sowie für ihre Familien ist selbst in der Heimat der Krieg noch längst nicht zu Ende. Der Krieg verfolgt sie, in Alpträumen, Depressionen und Psychosen, noch Monate, ja Jahre lang. Und die Erinnerung  an ihre Einsätze lässt die Soldaten nicht los, egal wie ritterlich oder wie hinterhältig sie in den Strassen Bagdads gekämpft haben. 

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Gerald Seymour: „The Corporal’s Wife“, 420 Seiten, Hodder & Stoughten Ltd, £14.99.

Der Brite Gerald Seymour gehört zu jenen Thriller-Autoren, welche die landläufige Kritik häufig übersieht. Dabei gehört der 72-Jährige zu den Besten seines Faches. Seymours Protagonisten - Agenten, Soldaten sowie deren Vorgesetzte - sind selten strahlenden Helden, sondern häufig fragile, unsichere Existenzen, deren Erfolge, wenn sie denn welche haben, meist nur kurzlebig sind. In „The Corporal’s Wife“ will der britische Geheimdienst MI6 den Fahrer eines mächtigen Generals der iranischen Revolutionswächter dazu bewegen, zu desertieren und die Republik zu verraten. Nach einer raffinierten Operation gelingt das beinahe. Doch am Ende bleiben auf beiden Seiten nur Verlierer zurück. 

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Heiner Hug empfiehlt

Hans-Joachim Noack: Willy Brandt, ein Leben, ein Jahrhundert, Rowohlt, 2013. CHF 31.90

Der Staatsmann, der das Deutschlandbild der Schweizer und vieler anderer änderte. Endlich ein Mensch im Kanzleramt, mit Ecken und Kanten, mit Emotionen und Schwächen. Willy Brandt: Patriot, Widerstandskämpfer, Visionär, mutiger Entspannungspolitiker, Womanizer, Melancholiker, geliebt und verehrt, gehasst, bekämpft und verraten – die wunderbare Biographie von Hans-Joachim Noack, des früheren Politikchefs des „Spiegel“, zeigt kritisch alle Facetten auf. Auch seine Fehler und vielen Niederlagen. Willy Brandt hat vieles aufgebrochen. Diese Biografie setzt ihm zu seinem 100. Geburtstag ein eindrucksvolles Denkmal. 

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Juliette Greco: So bin ich eben, Erinnerungen einer Unbezähmbaren, btb, erste Taschenbuch-Ausgabe, Dezember 2013, CHF 16.90, ISBN 978-3-442-7409-2

„Déshabillez-moi“: Die Memoiren der „dame en noir“, dieser Galionsfigur der Existentialisten, sind für jeden Frankreich-Liebhaber ein Must. Die Mutter im KZ, sie von der Gestapo verhaftet, dann das Café de Flore, wo alles begann. Detailliert beschreibt sie das Auf und Ab ihrer Existenz, ihr verrücktes Liebesleben, die Begegnung mit den Grossen, Brel, Sartre, de Beauvoir, Gainsbourg, Sagan. Alle lagen ihr zu Füssen.

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Otto Sigg: Hexenprozesse mit Todesurteil, Justizmorde der Zunftstadt Zürich, Frick, CHF 60.-- Das Buch kann gratis heruntergeladen werden

https://www.historicum.net/fileadmin/sxw/Themen/Hexenforschung/Quellen-Einzel/Hexenprozesse_Zuerich.pdf

Haarsträubende Beschuldigungen. Zwischen 1487 und 1701 fanden auf Zürcher Territorium 79 Hexenprozesse statt. Die Verurteilten wurden auf einer Sandbank in der Sihl hingerichtet. Otto Sigg, der frühere Staatsarchivar, beschreibt die Prozesse und Hinrichtungen im Detail. Er spricht von der "grauenhaften Vergangenheit voll religiösen und blutigen Wahns". Anschuldigungen von Nachbarn reichten aus, um eine Hexe zu sein.

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Cécilia Attias (ex Sarkozy): Une envie de vérité, Flammarion (auf Französisch)

Und zum Schluss: Etwas Klatsch muss sein. Die im Oktober erschienenen Memoiren der Ex-Frau von Sarkozy sind in Frankreich ein Knaller. Cécilia Attias, die Vorgängerin von Carla Bruni, berichtet im Detail über ihr Leben an der Seite eines sehr Ich-bezogenen Alpha-Tiers. Sie beschreibt ihre Mühen mit dem Scheinwerferlicht, mit der ständigen Abwesenheit ihres Gatten. Sie beschreibt auch, wie sie Ghadhafi traf und die bulgarischen Krankenschwestern frei bekam. Sie berichtet, wie sie Sarkozy traf und sich verliebte, wie sie ihn später verliess, sich in ihren jetzigen Mann verliebte und wieder zu Sarkozy zurückkehrte. Man kann das Buch als Klatsch abtun, doch es verrät viel über den (wohl nicht nur) französischen Polit-Betrieb. 

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