Antijüdische Exzesse – eine Motivsuche

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Antijüdische Exzesse – eine Motivsuche

Von Uri Russak, 03.08.2014

Was sind die Antriebe für aggressive anti-israelische und antijüdische Leserkommentare im Internet? Die Meinung unseres in der Schweiz aufgewachsenen und in Israel lebenden Autors.

„Ohne Israel wären die Palästinenser Jordanier und Ägypter geblieben, sie sind nur dank Israel Palästinenser.“ (Friedrich Dürrenmatt in "Zusammenhänge", 1976)

Als jemand, der heute für das Journal 21 schreibt, politische Diskussionen filmt und ins Internet stellt und generell das Maul weit aufmacht, aber, so denke ich, sein Wissen und seine Meinung –hauptsächlich zu Israel, Palästinensern, Terrorismus, Zionismus und den damit verbundenen Problemen in der barbarischen und judenfeindlichen Milieus des Mittleren Ostens – sachlich zum Besten gibt, bin ich den unvermeidlichen Anfeindungen von gewissen Lesern ausgesetzt. Das betrifft nicht nur mich, sondern praktisch jeden Journalisten, der sich pointiert zu diesem Themenkomplex äussert.

Das Internet als Tummelplatz ohne Grenzen

Das sei diesen Leserbriefschreibern unbenommen, ist es doch der Beweis freier Meinungskundgabe, eines der wichtigsten Rechte moderner Demokratie. Und – obwohl ich mich immer wieder selbst daran erinnern muss – es beweist: man wird gelesen. Auch wenn solche Leser-Reaktionen öfter reine Hasstiraden sind und nichts mit dem Thema zu tun haben. Bitte schön, ich stelle mich ja freiwillig als Objekt der Kritik oder des Hasses zur Verfügung, bin also selbst daran schuld.

Was bleibt, ist sich über gewisse Ergüsse menschlicher Bosheit, Ignoranz und Verliebtheit in den eigenen Hass auf andere zu wundern. Zu wundern bleibt, wo diese „Kommentatoren“ die Energie finden, so zu hassen und dokumentierte Fakten auf den Kopf zu stellen. Allerdings ist es so, dass heute in der Zeit des Internets für alles eine Erklärung und eine Plattform zu finden ist, ob wahr oder nicht. Die Wahrheit ist zur Glaubenssache geworden, sie liegt in den Augen des Betrachters. Auch ich kann irgendeine Behauptung ins Internet setzen; sie kann noch so falsch sein, man kann darauf wetten, dass sich „Gläubige“ finden, die solchem Unsinn verfallen, sei die Motivation dazu ideologisch oder religiös.

„Romantischer Arabismus“

Kommen wir zurück zum Konflikt Palästinenser/Islamisten gegen Israel und die Juden allgemein. Was drängt Menschen dazu, sich so besessen damit zu befassen? Warum beschäftigen sie sich nicht mit gleicher Verve mit erheblich schlimmeren Problemen in dieser Welt –ganz besonders in dieser Region, dem Mittleren Osten, wo extremistischer Islam sich breitmacht.

Woher kommen diese meinungsstarken Leserkommentare, die für alles, was mit Israel zu tun hat, sofort ihren pawlowschen Reflex aktivieren? Sie machen Israel für alles Übel verantwortlich, was immer es sein mag. Das sind die Antikolonialisten und Rassisten, die bis heute noch nicht gemerkt haben, dass der Kolonialismus seit langer Zeit tot ist. Aber da sie Arabern offenbar nicht zutrauen, eigene Probleme selbst zu lösen, tun sie es besserwissend für sie. Ich nenne es auch die Karl-May/Kara-Ben-Nemsi-Haltung, den romantischen Arabismus, dem viele, nicht zuletzt Arabisten und Journalisten, verfallen sind. Manche linke Gutmenschen und Verschwörungstheoretiker identifizieren sich ebenfalls damit. Das Resultat dieser im Prinzip rassistischen Haltung ist einer der Grundsteine des heutigen, sich hinter Israelkritik versteckendem Antisemitismus.

Wiederbelebung des alten Feindbildes

Ein anderer pawlowscher Reflex ist der gute alte Antisemitismus, besser Judenhass genannt, denn als solchen hat ihn der Erfinder (über dessen Person keine Klarheit besteht) des Ausdrucks empfunden. An Araber hatte er dabei bestimmt nicht gedacht. Nach Kriegsende 1945 wurde Antisemitismus zum Tabu. Die sechs Millionen ermordeten Juden machten ihn zum Nichtthema. In den letzten Jahrzehnten ist er jedoch wieder erwacht.

Der arabisch-muslimische Judenhass, der bei vielen Linken Europas und frustrierten Nazi-Sympathisanten „Verständnis“ findet, wurde als Vorwand genommen, das alte Feindbild neu zu aufzumöbeln: Man darf Juden – heute als Zionisten – wieder offen und öffentlich hassen. An jeder pro-palästinensischen Demonstration in Europa sind sie zu erleben, zusammen mit ihren islamistischen Kumpanen Palästinafahnen und Plakate mit rassistischen Drohungen gegen Juden schwingend, wild und aggressiv schreiend und zufällig anwesende Juden tätlich bedrohend.

Dürrenmatt als Prophet

Schon 1976, in seinem Buch „Zusammenhänge“, schrieb Friedrich Dürrenmatt: „Die Schwierigkeit, heute in Europa für Israel Stellung zu beziehen, und die Isolation, in die dieser Staat geraten ist, hat verschiedene Gründe. Schämte man sich nach dem Zweiten Weltkrieg, Antisemit zu sein, wurde man mit Stolz nach dem Sechstagekrieg Philosemit, wagt man nun erleichtert nach dem Jom-Kippur-Krieg, Antizionist zu werden. Kein Mensch ist heute mehr Antisemit, man versteht nur die Araber. Der Siegesrausch der Araber vor dem Sechs-Tagekrieg ist vergessen, vergessen die Sperrung des Golfs von Akaba durch Nasser, vergessen die Prahlereien Arafats, vergessen, dass jedermann den Angriff der Araber vermutete, vergessen der gewaltige Aufmarsch der ägyptischen, jordanischen und syrischen Truppen (...) Vergessen das alles, die Juden hätten die Araber nur nicht ernst nehmen sollen, es war alles gar nicht so gemeint gewesen.“

Veränderungen im Israel-Bild und in Israel selber

In den Jahren nach der Staatsgründung war Israel in der westlichen Welt sehr populär, ganz besonders in linken Kreisen. Das soziale Experiment der Kibbuzim wurde bewundert, sie wurden mit jungen europäischen Freiwilligen überflutet, die für Monate und noch länger dort lebten, arbeiteten, ja Israelis heiraten, Juden und Israelis wurden. Sie hatten das wirkliche sozialistische Leben gesucht und gefunden. Ältere Europäer bewunderten den Aufbauwillen und die technologischen und landwirtschaftlichen Erfolge des jungen Staates. Die Juden Israels wurden dafür bewundert, wie sie die Erfahrungen der Judenvernichtung Hitlers verarbeiteten und überwanden.

Das hat sich geändert. Arabische Propaganda, viel erfolgreicher als israelische, hat die Wahrnehmung Israels verändert. Israels interne Politik hat sich, nach Jahrzehnten blutdürstiger arabischer Feindschaft auch verändert. Das nichtextremistische Friedenslager – etwas, das es in der arabischen Welt schlicht nicht gibt, auch nie gegeben hat – ist geschrumpft.

Alibi-Juden?

Das extremistische Friedenslager in Israel besteht vorwiegend aus Einzelpersonen, etwa Akademikern, die akademisch wenig Nennenswertes erreicht haben und sich deshalb gegen ihr eigenes Land profilieren und so zur Prominenz aufgestiegen sind. Genauso wie Schweizer Juden (es gibt sie in andern Ländern auch), die unter dem Motto „nicht in meinem Namen“ und ähnlichem ebenso zum Prototypen des heutigen Alibi-Juden geworden sind, die an der Verantwortung für die heutige antisemitischen Situation mitzutragen haben.

Viele Israelis haben genug von diesem unter den Nachbarn zur zweiten Natur gewordenen Israelhass. Aus der aus vorwiegend politischen Gründen bestehenden Feindschaft – wer verliert schon gerne Teile seines Landes, auch wenn er das selbst verursacht – ist heute eine hochreaktionäre religiöse Feindschaft geworden, die sich teilweise mit der Judenfeindschaft der früheren Nazis vergleichen lässt. Unversöhnlich und nur auf frommen Versen beruhend, ein Schritt zurück ins Mittelalter.

Doch man darf nicht unterschlagen, dass es heute Ähnliches auch im israelischen Judentum gibt, wenn auch in seinen Dimensionen kaum mit dem Extremismus in der palästinensischen und arabischen Welt vergleichbar.

Ominöse historische Erinnerungen

Heute haben europäische Juden, auch in der Schweiz, Angst. Die Barbarei aus dem arabisch/islamistischen Nahen Osten und das Gift des lokalen neu-alten Judenhasses von extrem Links und extrem Rechts hat in seinen Exzessen eine Aggressivität erreicht, die Erinnerungen an Kristallnacht-Parolen wachruft. Die Argumentation ist sehr ähnlich, die physische Gewalt hat noch nicht deren Niveau erreicht.

Aufrufe wie „Kauft nicht beim Juden (Israel)“ der Israelfeinde ist Teil dieser argumentativen Aufwiegelung. Frankreichs Juden fliehen zu Tausenden nach Israel und anderswohin. Dies, obwohl dort, wie auch in Deutschland und England, die Regierung und die  Regierungschefs den Antisemitismus verurteilen und bekämpfen, was in der Schweiz, dem Land der Zaghaften, in dieser Form nicht der Fall zu sein scheint.

Immerhin haben sich prominente Schweizer Juden endlich zu Wort gemeldet, und es fanden in den letzten Tagen pro-israelische Demonstrationen statt, die im Gegensatz zu den hysterisch antiisraelischen ruhig und würdig abliefen.

 

 

 

Kommentare

Es interessiert im Zusammenhang mit dem Gazakonflikt nur das Interesse der CH. Und da kann man nicht erkennen, warum man Hetzparolen und Ausschreitungen von kriminellen Muslimen gegen jüdische Schweizer dulden sollte. Die Polizei muss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen diese Volksverhetzer, Hassprediger, Gewalttäter und geistigen Brandstifter vorgehen. Und wenn das nicht ausreicht, muss der Gesetzgeber aktiv werden. Man braucht in der CH keine durch Muslime importierten Konflikte.

Meiner Meinung nach sind beide Seiten gleich böse und gleich gut. Beide Seiten kämpfen für Ihre Ziele und versuchen diese mit Ihren Möglichkeiten zu realisieren. In technischen Hinsicht hat da Israel klar Vorteile. Zur Lösung diese Konfliktes gibt es nur zwei Möglichkeiten, entweder beide Seiten vertragen sich und akzeptieren sich gegenseitig. Oder man strebt die Endlösung an, die Juden töten alle Palästinenser oder umgekehrt. Man wird den Verdacht nicht los, dass die Verantwortlichen auf beiden Seiten die Endlösung bevorzugen. Wie wir aber aus der Geschichte wissen ist das nicht möglich. Es wird immer Überlebende geben die dann auf ihr Geburtsrecht beharren und ihr Eigentum zurück fordern. Somit wird es nie Frieden geben.

PS: Ich habe ganz bewusst das Wort Endlösung gewählt, obschon es aus der Geschichte heraus stark belastet ist, weil es diesen Irrsinn einfach am besten Bezeichnet.

Nach meiner Meinung sind exzessive israelische Gewaltexzesse gegen Zivilisten(Bombenangriffe auf Zivilisten in Gaza und im Libanon) und der Umgang mit der palästinensischen Bevölkerung im Westjordanland(illegaler Siedlungsbau, Zerstörung von palästinensischen Olivenhainen und Mauerbau auf fremdem Grund und Boden) die Hauptgründe auf die antiisraelische Stimmung. Ach ja, den israelischen Bombenattacken sind auch schon UN-Beobachter zum Opfer gefallen, die keinem Israeli etwas schlechtes wollten.

Es gibt Aussagen in Ihrer Stellungnahme, Herr Russak, die ich teile, und andere, welche darauf hinweisen, dass Sie genauso hermetisch nur eine Seite des Nahostkonflikts vertreten bzw. erstrebenswerte Werte für ihre Seite in Anspruch nehmen, die sie der andern pauschal nicht zugestehen (und damit genau das tun, was sie anklagen: die andere Seite verteufeln). Undifferenziert und unfair. Mit einer solchen Haltung lässt sich Frieden auf jeden Fall nicht finden.

Der Ausdruck "hermetisch vertreten" gefällt mir.

@Markus: ich hoffe der Autor nimmt sich Deine Worte zu Herzen

Lieber Uri Russack,

ich befürchte, Sie haben etwas den Kontakt mit der Schweiz und Europa verloren. Ihre Einschätzung des Antisemitismus hier ist nicht fundiert. Beispiele:

- Auch mitten im diesjährigen Gaza-Massacker sind unsere einflussreichsten Zeitungen, besonders deren Chefredakteure ausgesprochen pro Netanjahu. Ich weiche da auf Haaretz aus um ausgewogenere Artikel zu finden.

- Sämtliche erfolgreichen POPULISTISCHEN radikalen Rechtsaussenparteien in Westeuropa sind heute MUSLIMfeindlich. Keine versucht es mehr mit Antisemitismus - Antisemitismus ist MEGA-OUT. Ihr PM liebt diese Schwesterparteien.....

- Sie finden auch auf diesem Blog keine Antisemiten aber Muslimfeinde und meschugge PalästinenserhasserInnen.

Wenn sie Herrn Russak persönlich kennen würden, so ist ihr erster Satz bereits Makulatur.
zum 2. frage ich mich, welche Zeitung sie ev. ausser der BAZ gelesen haben. Wenn sie auf den Haaretz ausgewichen sind so lasen sie wahrscheinlich nur Artikel von G. Levy, was natürlich ihre Voreingenommenheit zementiert hat. Was den Antisemitismus betrifft scheinen sie, im Gegensatz zur Muslimfeindlichkeit der rechten, weisse Flecken im Blickfeld zu haben, was die linken betrifft, die den Sack schlagen, aber den Esel meinen. Antisemitismus Mega-out, dass ich nicht lache.

@ H.C.Müller - 05.08.2014 16:35
Schön dass Sie öffentlich darüber rätseln, was ich in Haaretz wohl lese. Ich fühle mich gebauchpinselt. Ich bringe auch gern Leute zum lachen - bitte gern geschehen.

@Meyer. Ich fühle mich geehrt, sie gepinselt zu haben. Vor Lachen haben sie wahrscheinlich nur ihr linkes Auge zugedrückt. Ganz abgesehen davon darf ich in Anspruch nehmen, dass auch ein sehr links eingestellter Mensch, sich Gedanken zur Linken machen darf, und mit Sorge sehen muss, wie sich Rechte und Linke die Hand reichen. Links sein bedeutet nicht alles gut zu heissen, was einem von "Berufslinken" als Parteilinie vorgeschrieben wird.

Nein Rechte und Linke geben sich gar nicht die Hand.

Wir haben einerseits die populistischen Rechtsradikalen in Westeuropa (Haider - Blocher - Le Pen - MSI - kleinere) in enger Koalition mit den Jabotinski-Revisionisten (heute BIBI) in Israel und wiederum mit den Rechtsextremen (Republikaner, Neocons, Israel-Lobby) in den USA. Zudem Christian Zionists, hauptsächlich in den USA.

Andererseits die Sozialdemokraten + Grüne in Westeuropa + leider nur noch Randgruppen in Israel + in den USA ein schwach organisierter Flügel der Demokraten im Kongress + JStreet

Antisemitismus?
Den gibt es nur in der Rechtsradikalen Koalition unter den Christian Zionists, deren Theologie ja einen zweiten Holocaust als Teil der Apokalypse herbeiwünscht + in Israel und hier unter polarisierten Juden.

Der Rest an "Antisemitismus" is in Wahrheit legitime Israelkritik - genauer Politik gegen die rechtsradikale BIBI-Regierung. Die prominentesten Kritiker sind ja alles Juden: Chomsky, Finkelstein, Ilan Pappe, Avi Shlaim, Hecht-Galinski. Klar ist das verbreitet in der minim vernetzten linken Koalition.

Wenn Sie "Antisemitismus" unter Muslimen ins Spiel bringen: haben sie irgenwelche Fakten, die politisch als 'links' zu verorten. Muslimkritiker verirren sich da eher zu Islamo-FASCHISMUS.

Quelle über die Rechtsradikalen: The Triumph of Israel's Radical Right Ami Pedahzur (Author)

Zur Israel-Lobby: The Israel Lobby and US Foreign Policy. John J. Mearsheimer (Author), Stephen M Walt (Author)

Zu Linke Muslims? Hamed Abdel-Samad in: Der islamische Faschismus: Eine Analyse. (Biographisch interessant aber soziologisch kaum haltbar)

Werner T. Meyer

Gratuliere ihnen zu ihren Alibijuden, denn jeder kennt wenigsten einen der in sein Konzept passt. Wäre schön, wenn sie mir einen Pape, Hecht Galisky, auf der muslimischen Seite zeigen könnten, denn diese Kritiker, wenn es sie gab, haben leider das Zeitliche gesegnet. Selbst ein Samad muss um sein Leben fürchten.
Ich frage mich, weshalb sie sich so energisch mit Israelkritik befassen, denn Juden benötigen ihre Hilfe dazu nicht, siehe ihre Liste. Bemühen sie sich bitte dort, z.B. bei Muslime, wo es kaum einen Kritiker für die Vorkommnisse im Nahen Osten gibt.

Leider kenne ich mich nicht so gut aus, bei DEN Muslimen. Das ist wohl eine zu heterogene Gruppe um einen typischen Sprecher zu haben. Es gibt ja keine "Kirche".

Was Palästinenser betrifft, so empfehle ich den Historiker Rashid Khalidi, Edward Said Professor an der Columbia University. Buchempfehlungen siehe "Rashid Khalidi" in Wikipedia (E). Er ist auch kritisch genug über die schwache Leistung palästinensicher Eliten.

Zu positiven Nahost-Projekten mit palestinensischer und israelischer Basis suchen Sie doch bitte das Netz (z.b Youtube) ab nach ODS, One Democratic State. Das zu stark im Fluss für Bücher.

MfG
Werner T. Meyer

Ich gebe ihnen nur zum teil recht. Mit anderen worten gesagt, ihr juden habt den public relation krieg verloren. Das stimmt nur zum teil, dass die alten wunden aufgerissen werden ist alleine ihre schuld. Warum seit ihr nicht konflikt tauglich. Die extremisten haben ihr land aufgefressen, inkliusive den regierungs chef. Warum bringen die gemaessigten es nicht fertig die oberhand zu kriegen. Das ist ihr problem, hausgemacht. Solange die regierung kein interesse hat am frieden, koennen sie noch jahre pro israel schreiben, es glaubt ihnen jedoch niemand.
SIE koennen einen unterschied machen, propaganda fuer frieden, den ja eigentlich alle wollen, es ist schwer ehrlich zu sein, und auch fehler einzugestehen

Demo für Palestina? Israel als Terrorstaat?
Sollte zufällig ein Christ nach Irak gehen, in die religiöse Gebiete, wird ihm der Kopf mit Schwert abgeschnitten, falls nicht in 24 Stunden das Gebiet verlässt oder zum Islam konvertiert.
Das ist die wahre Gesetzgebung, wo Islam regiert.

Herr Russak zitiert in seinem Artikel auch den 1990 verstorbenen begnadeten Dramatiker F. Dürrenmatt. Ob dieser sich für die aktuell instrumentalisierte Antisemitismusdebatte hätte einspannen lassen, bezweifle ich. Dürrenmatt hat neben den bekannten Klassikern auch viele skurrile nicht immer qualifizierte, ironische Essays verfasst (z.B. Ueber die künstliche Besamung von Rindern oder die Schweiz als Gefängnis).
Die Besetzungen von neuen Gebieten 1967 hat Israel grundlegend verändert. Junge Soldaten schikanieren und drangsalieren die dortigen Bevölkerung und töten bei Einsätzen immer wieder jugendliche Demonstranten mit scharfer Munition. (Gemäss genau dokumentierten Beobachtungen von internationalen Peace- Watchern).
Die Frage der Gerechtigkeit zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen (z. B. Wasserverteilung) ist kaum ein Thema, obwohl genau dies Hass generiert.
Vielmehr ist in Zukunft die Situation der stark aufkommenden Apartheid in Israel zu diskutieren und zu lösen.
Statt Dürrenmatt hätte Herr Russak auch den Abschnitt aus Stéphane Hessels* Buch "Empört euch" (Meine Empörung in der Palästina-Frage) zitieren können. (*Hessel ist dem KZ Buchenwald entkommen und besuchte 2009 nach dem Krieg den Gaza-Streifen)
Die nationale Demo gegen die Kriegsgräuel in Gaza auf dem Bundesplatz vom 3. August verlief zur Information des Autors ruhig und würdig.

Bravo, Henri. Ich bin voll Ihrer Meinung.

Palestinenser als Volk gibt's gar nicht. Diese armen Menschen sind von den Mullahs instrumentalisiert für ihre eigene Zwecke.

Wenn Israel für seine Verbrechen kritisiert und angeklagt wird ist dies nicht nur legitim, sondern für jeden Menschen, der sich Mensch nennt ein MUSS. Was irritiert und verwundert ist, dass Jüdische Menschen (die Mehrzahl), ob Schweizer, Deutsche, Amerikaner oder andere diese Verbrechen der israelischen Armee seit Jahren gutheissen und durch winken. Oder haben Sie schon einmal in der Schweiz eine Demo gegen die israelischen Kriegsverbrechen gesehen, die von Jüdischen Organisationen organisiert wurde? Wir Schweizer sind Mittäter an diesen Verbrechen, und zwar alle auch die Schweizer Juden.

Anti-jüdisch oder anti-israelisch? Anti-israelisch wäre ja eindeutig gegen die heutige israelische Politik gerichtet. Antijüdische Schreib und Wortmeldungen sind und bleiben Aussagen von Hass geprägten ewig gestrigen. Von Leuten die sich einbilden, die allgemein und ewig dauernde Sündenbocksuche erneut rückwärtsgewandt, wieder erneuern zu müssen. Den Teufel in mir such ich bei anderen, so deren Motto. Es muss jedoch für alle erlaubt bleiben Israel zu kritisieren ohne gleich als Antisemit abgestempelt zu werden. Israelkritik, an einer Demokratie, einer die gut eingebunden ist in die Völkergemeinschaft und auch hohes Ansehen hat, müsste solche Kritik aushalten. Die Art und Weise vom Vergeltungsschlag in Gaza (die Unverhältnismässigkeit) kann wirklich niemand akzeptieren….cathari

Viel ist war vom gelesenen. Ich sehe die Islamisierung als weltweites Phänomen. Warum raubt die Boko Haram Gruppe 200 Mädchen von der Schule, warum rauben Gebiete die Isis, Hitzbollah, Taliban und Companion weltweit. Die Mullahs wollen die Welt moslemisieren. In Israel waren früher nie Palestinenser. Sie existierten vor 100 Jahren gar nicht. Israel ist ein willkommener Ort um jetzt aufzufallen im Namen der "Freiheit". Sie koste was es wolle. Hinter all dem ist eine weltweiter Krieg des Islamismus.

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