Die Gewerkschaft Unia hat den Abstimmungskampf um die im September vors Volk kommende 1:12-Initiative mit einer Studie lanciert: 2012 bestand bei den 41 grössten börsenkotierten Unternehmen der Schweiz zwischen dem tiefsten und dem höchsten Lohn ein Verhältnis von 1:135. Gemäss Unia lag dieser Faktor 2011 noch bei 1:120. Den wachsenden Abstand zeigen auch Zahlen des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes SGB. Hier wurden nicht Tiefst-, sondern Durchschnitts- mit Toplöhnen verglichen. Sie verhielten sich 1984 wie 1:6, 1998 wie 1:14 und 2011 wie 1:93. Selbstverständlich lässt sich über die Methodiken dieser wie aller derartigen Erhebungen trefflich streiten. Nicht zu bestreiten ist hingegen die Tendenz; und die ist exorbitant. Soll also der Staat mit seiner Verfassung bei den Löhnen für nicht-anstössige Relationen sorgen, indem er tief in die Vertragsfreiheit privater Unternehmen eingreift? Die einen werden diese heikle Frage aus ordnungs- und wettbewerbspolitischer Sicht mit Nein, andere aus einem Empfinden für soziale Gerechtigkeit mit Ja beantworten. Der im Herbst fällige Entscheid des Souveräns wird sich aus vielen Pros und Kontras sowie aus widerstreitenden Emotionen herausschälen. Eines aber werden die Gegner der Initiative im Abstimmungskampf (leider) nicht überzeugend vorbringen können: dass die Wirtschaft ohne staatliche Bevormundung aus eigener Einsicht für Remedur sorgen werde. (Urs Meier)
TROUVAILLES [87]:
Berichte in angelsächsischen Medien, ausgewählt von Ignaz Staub [87]
Klicken Sie auf untenstehende Titel
„The New Yorker“: „Silicon Valley’s Strange Politics“ by George Packer
“GQ”: “Dear Leader (Kim Yong-il) Dreams of Sushi” by Adam Johnson
“Newsweek”: “Gun control in America: Kill Zone” by Christopher Dickey
“The Daily Beast”: “Inside the Mind of a Leaker” by Christine Pelisek
“The London Review of Books”: “Scapegoating Immigrants” by Jonathan Portes
“The London Review of Books”: “The Filthy Rich Election: Pakistan’s New Rulers” by Tariq Ali
“The New York Review of Books”: “Syria: Inventing a Religious War” by Toby Mathiessen
“The New York Review of Books”: “Derek Raymond: The Visionary Detective” by Joyce Carol Oates
“The New York Times”: “Reading Marx in Teheran” by Mansour Osanloo
“The New York Times Magazine”: “What Happens to Women Who Are Denied Abortion?” by Joshua Lang
“The New York Times Magazine”: “Can We Imagine the Life of a Terrorist?” by Robert F. Worth
“The Guardian”: “Edward Snowden: how the spy story of the age leaked out” by Ewen MacAskill
“The Guardian”: “Saving us from the United Stasi of America” by Daniel Ellsberg
“The Guardian”: “NSA surveillance: The US is behaving like China” by Ai Weiwei
“The Financial Times”: “Thomas Cook in Switzerland: All abroad, 1863-style” by Diccon Bewes
“The Financial Times”: “Made in Italy” (book review) by John Lloyd
“FT Magazine”: “The Bitcoin Believers” by Stephen Foley and Jane Wild





















