Die Gewerkschaft Unia hat den Abstimmungskampf um die im September vors Volk kommende 1:12-Initiative mit einer Studie lanciert: 2012 bestand bei den 41 grössten börsenkotierten Unternehmen der Schweiz zwischen dem tiefsten und dem höchsten Lohn ein Verhältnis von 1:135. Gemäss Unia lag dieser Faktor 2011 noch bei 1:120. Den wachsenden Abstand zeigen auch Zahlen des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes SGB. Hier wurden nicht Tiefst-, sondern Durchschnitts- mit Toplöhnen verglichen. Sie verhielten sich 1984 wie 1:6, 1998 wie 1:14 und 2011 wie 1:93. Selbstverständlich lässt sich über die Methodiken dieser wie aller derartigen Erhebungen trefflich streiten. Nicht zu bestreiten ist hingegen die Tendenz; und die ist exorbitant. Soll also der Staat mit seiner Verfassung bei den Löhnen für nicht-anstössige Relationen sorgen, indem er tief in die Vertragsfreiheit privater Unternehmen eingreift? Die einen werden diese heikle Frage aus ordnungs- und wettbewerbspolitischer Sicht mit Nein, andere aus einem Empfinden für soziale Gerechtigkeit mit Ja beantworten. Der im Herbst fällige Entscheid des Souveräns wird sich aus vielen Pros und Kontras sowie aus widerstreitenden Emotionen herausschälen. Eines aber werden die Gegner der Initiative im Abstimmungskampf (leider) nicht überzeugend vorbringen können: dass die Wirtschaft ohne staatliche Bevormundung aus eigener Einsicht für Remedur sorgen werde. (Urs Meier)
Damals, an einem 30. Juli:
Tod von Bismarck, Ingmar Bergmann - neue Mondlandung - Eröffnung des "Stade de Suisse"
Es geschah an einem 30. Juli
1511: Vor 500 Jahren. Geburt von Giorgio Vasari, italienischer Kunsthistoriker, Maler, Architekt (siehe Artikel).
1818: Geburt von Emily Brontë, britische Schriftstellerin.
1839: Britische Truppen erobern Kabul.
1863: Geburt von Henry Ford, amerikanischer Industrieller.
1898: Geburt von Henry Moore, englischer Bildhauer.
1898: Tod von Otto von Bismarck, Reichskanzler.
1930: Uruguay gewinnt die erste Fussball-Weltmeisterschaft.
1935: In London erscheinen die ersten Penguin-Taschenbücher.
1947: Geburt von Arnold Schwarzenegger, Terminator etc.
1971: James Irwin und David Scott landen auf dem Mond.
1975: Die OAS, die Organisation Amerikanischer Staaten, hebt die Sanktionen gegen Kuba auf.
1977: Jürgen Ponto, Chef der Dresdener Bank, wird von den RAF-Terroristen Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt erschossen.
1980: Die Knesset beschliesst, dass ganz Jerusalem „ewige Hauptstadt Israels“ sei.
2000: Hugo Chavez wird zum zweiten Mal zum venezolanischen Präsidenten gewählt.
2005: In Bern wird das neue Stadion „Stade de Suisse“ eröffnet. Vier Jahre zuvor war das legendäre Wankdorf-Stadion gesprengt worden.
2007: Tod von Ingmar Bergmann, schwedischer Regisseur.
2009: Tod von Peter Zadek, deutscher Regisseur.
2011: In der Türkei ist die gesamte militärische Führung zurückgetreten. Diese reagierte damit auf die Verhaftung von dutzenden Generälen und über 200 Offizieren, denen die Regierung Erdogan einen Putschversuch vorwirft.






















