Die Gewerkschaft Unia hat den Abstimmungskampf um die im September vors Volk kommende 1:12-Initiative mit einer Studie lanciert: 2012 bestand bei den 41 grössten börsenkotierten Unternehmen der Schweiz zwischen dem tiefsten und dem höchsten Lohn ein Verhältnis von 1:135. Gemäss Unia lag dieser Faktor 2011 noch bei 1:120. Den wachsenden Abstand zeigen auch Zahlen des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes SGB. Hier wurden nicht Tiefst-, sondern Durchschnitts- mit Toplöhnen verglichen. Sie verhielten sich 1984 wie 1:6, 1998 wie 1:14 und 2011 wie 1:93. Selbstverständlich lässt sich über die Methodiken dieser wie aller derartigen Erhebungen trefflich streiten. Nicht zu bestreiten ist hingegen die Tendenz; und die ist exorbitant. Soll also der Staat mit seiner Verfassung bei den Löhnen für nicht-anstössige Relationen sorgen, indem er tief in die Vertragsfreiheit privater Unternehmen eingreift? Die einen werden diese heikle Frage aus ordnungs- und wettbewerbspolitischer Sicht mit Nein, andere aus einem Empfinden für soziale Gerechtigkeit mit Ja beantworten. Der im Herbst fällige Entscheid des Souveräns wird sich aus vielen Pros und Kontras sowie aus widerstreitenden Emotionen herausschälen. Eines aber werden die Gegner der Initiative im Abstimmungskampf (leider) nicht überzeugend vorbringen können: dass die Wirtschaft ohne staatliche Bevormundung aus eigener Einsicht für Remedur sorgen werde. (Urs Meier)
Damals, an einem 26. Juli:
Geburt von George Bernard Shaw - Tod von Evita Peron - Churchill geht, Fidel kommt
Es geschah an einem 26. Juli
1529: Der Spanier Francisco Pizarro beginnt mit der Eroberung des Inka-Reichs in Peru.
1581: Die Niederlande erklären sich von Spanien für unabhängig.
1856: Geburt von George Bernard Shaw, irischer Schriftsteller.
1875: Geburt von Carl Gustav Jung, Schweizer Psychoanalytiker.
1882: In Bayreuth wird Richard Wagners Parsifal uraufgeführt.
1887: In Russland wird das erste Esperanto-Lehrbuch veröffentlicht.
1945: Churchill verliert die Unterhauswahlen und tritt zurück.
1952: Tod von Evita Peron.
1953: Beginn der kubanischen Revolution unter Fidel Castro.
1956: Ägypten nationalisiert den Suezkanal, zwölf Jahre vor Ablauf der Konzession.
1963: Erdbeben in Skopje, 1300 Tote.
1971: Apollo 15 mit drei Astronauten startet zum Mond.
1998: Das Wunder von Lassing. Ein verschütteter Grubenarbeiter kann zehn Tage nach dem Unglück im österreichischen Lassing vom 17. Juli lebend geborgen werden. Beim Grubeneinsturz starben zehn Männer.
2011: Die Bündner Regierung entscheidet, dass die Schullehrmittel wieder in den fünf lokalen Idiomen gedruckt werden. Seit 2003 waren sie in Rumantsch Grischun verbreitet worden.






















