Die Gewerkschaft Unia hat den Abstimmungskampf um die im September vors Volk kommende 1:12-Initiative mit einer Studie lanciert: 2012 bestand bei den 41 grössten börsenkotierten Unternehmen der Schweiz zwischen dem tiefsten und dem höchsten Lohn ein Verhältnis von 1:135. Gemäss Unia lag dieser Faktor 2011 noch bei 1:120. Den wachsenden Abstand zeigen auch Zahlen des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes SGB. Hier wurden nicht Tiefst-, sondern Durchschnitts- mit Toplöhnen verglichen. Sie verhielten sich 1984 wie 1:6, 1998 wie 1:14 und 2011 wie 1:93. Selbstverständlich lässt sich über die Methodiken dieser wie aller derartigen Erhebungen trefflich streiten. Nicht zu bestreiten ist hingegen die Tendenz; und die ist exorbitant. Soll also der Staat mit seiner Verfassung bei den Löhnen für nicht-anstössige Relationen sorgen, indem er tief in die Vertragsfreiheit privater Unternehmen eingreift? Die einen werden diese heikle Frage aus ordnungs- und wettbewerbspolitischer Sicht mit Nein, andere aus einem Empfinden für soziale Gerechtigkeit mit Ja beantworten. Der im Herbst fällige Entscheid des Souveräns wird sich aus vielen Pros und Kontras sowie aus widerstreitenden Emotionen herausschälen. Eines aber werden die Gegner der Initiative im Abstimmungskampf (leider) nicht überzeugend vorbringen können: dass die Wirtschaft ohne staatliche Bevormundung aus eigener Einsicht für Remedur sorgen werde. (Urs Meier)
Damals, an einem 24. Oktober:
Geburt von Anna Göldi - Tod von Jo Siffert - Inferno im Gotthard-Tunnel
Es geschah an einem 24. Oktober
1531: Schlacht am Gubel bei Menzingen (ZG). Nach dem verlorenen zweiten Kappeler Krieg erleiden die reformierten Truppen am Gubel die entscheidende Niederlage gegen die katholischen Orte.
1648: Ende der Verhandlungen für den "Westfälischer Frieden". Die in Münster und Osnabrück ausgehandelten Friedensverträge beenden den Dreissigjährigen Krieg.
1734: Geburt von Anna Göldi, später als „letzte Hexe Europas“ in Glarus hingerichtet.
1838: Geburt von Emil Frey, Schweizer Bundesrat von 1890 - 1897 (Basel-Land/FDP).
1844: Der von Katholisch-Konservativen regierte Kanton Luzern beruft Jesuiten an die höheren Lehranstalten. In liberalen Kreisen sorgt dies für Empörung.
1902: In Guatemala bricht der Vulkan Santa Maria aus. Die Stadt Quetzaltenango wird völlig zerstört.
1927: Geburt von Gilbert Bécaud, französischer Chansonnier.
1944: Tod von Louis Renault, französischer Autobauer.
1945: Der norwegische Nazi-Führer Vidkun Quisling wird hingerichtet.
1957: Tod von Christian Dior, französischer Modeschöpfer.
1971: Der Schweizer Autorennfahrer Jo Siffert verunglückt tödlich auf der Rennstrecke von Brands Hatch.
1973: Ende des Jom Kippur-Krieges.
2001: Im Gotthard-Strassentunnel stossen zwei Lastwagen zusammen und geraten in Brandt. Elf Menschen sterben. Der Tunnel wird für zwei Monate geschlossen.
2002: In Washington werden zwei Männer festgenommen, die aus dem Hinterhalten zehn Menschen getötet und drei verletzt haben.
2003: Letzter Flug der Concorde von New York nach London.
2009: CDU/CSU und FDP einigen sich auf einen Koalitionsvertrag.
2011: Ein Erdbeben im Osten der Türkei an der Grenze zu Iran fordert 265 Tote.
2012: Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi gibt bekannt, dass er nicht mehr als Ministerpräsident kandidiere.






















