In diesen Tagen begeht man den 200. Geburtstag eines der Grossen der Musikgeschichte. Richard Wagner wird gefeiert. Nur zu gerne lässt man sich von seiner Musik berauschen: ein Genie, nichts weniger. Ein Genie, leider, das uns einen Stachel ins Fleisch treibt. Wagner war ein notorischer Antisemit. Blättert man in seiner Schmähschrift „Das Judenthum in der Musik“, mit der er sich ein Leben lang gebrüstet hat, kann es einem schlecht werden. Kein Zweifel: Das Genie Wagner ist als Mensch mit derartigen Überzeugungen verachtenswert. Den Zwiespalt, Musik zu geniessen, die ein Verachtenswerter komponiert hat, wird man nicht los. Ein ethisch-ästhetisches, ein unlösbares Problem: weder kann man Wagners Antisemitismus kleinreden oder verzeihen, noch liesse sich beweisen, dass dieser Dreck seine Musik vergiften würde. Wie gehen die Regisseure seiner Opern mit dem Konflikt um? Der eine, Burkhard C. Kosminski in Düsseldorf, macht aus Tannhäuser einen Nazi, der Juden erschiesst. Eine Provokation von seltener Einfältigkeit. Sie hat ein paar Besucher buchstäblich krank gemacht und den Intendanten des Theaters dazu bewogen, die Aufführung abzusetzen. Der andere, Hans Neuenfels, der in Zürich eine Aufführung über das Leben des Komponisten inszeniert, kennt das Dilemma, wenn er in einem Interview von dem „grässlichen Etwas“, vom „verbrecherischen Punkt“ in Wagners Biografie spricht - und dann meint, Wagner mit den Nazis gleichzusetzen sei für ihn „absolut indiskutabel“. (Christoph Kuhn)
Damals, an einem 24. August:
Pompeji verschüttet - Geburt von Arafat - Demos gegen Stuttgart 21
79 n. Chr. Der Vesuv bricht aus und verschüttet die Städte Pompeji, Herculaneum und Stabiae.
79 n. Chr. Tod von Plinius dem Älteren, römischer Gelehrter.
1215: Papst Innozenz III. lehnt die Magna Charta ab, die vom englischen König Johann Ohneland (John Lackland) ausgehandelt wurde. Die Magna Charta gibt dem Adel politische Freiheiten und schränkt die Macht der Kirche ein.
1341: Juden-Pogrom im Köln. Den Juden wird die Schuld an der Pest zugeschrieben. Tausende sterben.
1572: In der Bartholomäus-Nacht werden in Paris bis zu 10'000 Hugenotten umgebracht.
1899: Geburt von Jorge Luis Borges, argentinischer Schriftsteller.
1916: Geburt von Léo Ferré, französischer Chansonnier.
1929: Geburt von Jassir Arafat, PLO-Chef.
1939: Deutschland und die Sowjetunion einigen sich auf einen Nichtangriffspakt, den Hitler-Stalin-Pakt.
1947: Geburt von Paulo Coelho, brasilianischer Schriftsteller.
1961: Der DDR-Bürger Günter Liftin stirbt als erster Mensch bei einem Fluchtversuch.
1968: Frankreich zündet die erste Wasserstoffbombe.
1991: Die Ukraine wird unabhängig.
2009: Tod von Elisabeth Kübler-Ross, schweizerisch-amerikanische Medizinerin.
2010: Eine Gruppe Schweizer Privatpersonen lanciert eine Initiative zur Einführung der Todesstrafe. Das Vorhaben wird scheitern.
2010: In Stuttgart beginnen Demonstration gegen den Bau des Bahnhofs Stuttgart 21.
2011: Nach der Einigung für eine Abgeltungssteuer mit Deutschland folgt jetzt die Abmachung mit Grossbritannien. Der Steuersatz liegt leicht höher als bei Deutschland.






















