In diesen Tagen begeht man den 200. Geburtstag eines der Grossen der Musikgeschichte. Richard Wagner wird gefeiert. Nur zu gerne lässt man sich von seiner Musik berauschen: ein Genie, nichts weniger. Ein Genie, leider, das uns einen Stachel ins Fleisch treibt. Wagner war ein notorischer Antisemit. Blättert man in seiner Schmähschrift „Das Judenthum in der Musik“, mit der er sich ein Leben lang gebrüstet hat, kann es einem schlecht werden. Kein Zweifel: Das Genie Wagner ist als Mensch mit derartigen Überzeugungen verachtenswert. Den Zwiespalt, Musik zu geniessen, die ein Verachtenswerter komponiert hat, wird man nicht los. Ein ethisch-ästhetisches, ein unlösbares Problem: weder kann man Wagners Antisemitismus kleinreden oder verzeihen, noch liesse sich beweisen, dass dieser Dreck seine Musik vergiften würde. Wie gehen die Regisseure seiner Opern mit dem Konflikt um? Der eine, Burkhard C. Kosminski in Düsseldorf, macht aus Tannhäuser einen Nazi, der Juden erschiesst. Eine Provokation von seltener Einfältigkeit. Sie hat ein paar Besucher buchstäblich krank gemacht und den Intendanten des Theaters dazu bewogen, die Aufführung abzusetzen. Der andere, Hans Neuenfels, der in Zürich eine Aufführung über das Leben des Komponisten inszeniert, kennt das Dilemma, wenn er in einem Interview von dem „grässlichen Etwas“, vom „verbrecherischen Punkt“ in Wagners Biografie spricht - und dann meint, Wagner mit den Nazis gleichzusetzen sei für ihn „absolut indiskutabel“. (Christoph Kuhn)
Damals, an einem 21. Juli:
Geburt von Hemingway - Erstbesteigung der Eigernordwand - Neil Armstrong auf dem Mond
Es geschah an einem 21. Juli
1831: Belgien wird ein Staat. Leopold I. wird zum ersten belgischen König erkoren.
1897: In Giessbach bei Brienz (BE) wird die Giessbach-Standseilbahn in Betrieb genommen. Sie ist die erste Standseilbahn.
1893: Geburt von Hans Fallada, deutscher Schriftsteller.
1897: In London wird die Tate Gallery eröffnet.
1899: Geburt von Ernest Hemingway, amerikanischen Nobelpreisträger für Literatur, Preisverleihung 1954.
1917: Alexander Kerensky wird russischer Ministerpräsident.
1920: Geburt von Isaac Stern, amerikanischer Geiger.
1938: Ende des Chaco-Krieges zwischen Bolivien und Paraguay. Bolvien verliert einen Drittel seines Staatsgebietes, Paraguay wird doppelt so gross.
1938: Beginn der Erstbesteigung der Eigernordwand durch Heinrich Karrer und drei andere.
1951: Der Dalai Lama kehrt in den Tibet zurück.
1954: In Genf wird die Teilung Vietnams beschlossen.
1969: Neil Armstrong betritt als erster Mensch den Mond.
1972: Bloody Friday in Belfast. Die IRA zündet 22 Bomben, neun Menschen sterben.
1994: Tony Blair wird Chef der Labour Party.
2008: Radovan Karadzic wird in Belgrad festgenommen.
2011: Das letzte Space Shuttle, die «Atlantis», ist in Cape Canaveral (Florida) gelandet. Die Landung beschliesst die 30-jährige Ära des amerikanischen Space Shuttles.






















