In diesen Tagen begeht man den 200. Geburtstag eines der Grossen der Musikgeschichte. Richard Wagner wird gefeiert. Nur zu gerne lässt man sich von seiner Musik berauschen: ein Genie, nichts weniger. Ein Genie, leider, das uns einen Stachel ins Fleisch treibt. Wagner war ein notorischer Antisemit. Blättert man in seiner Schmähschrift „Das Judenthum in der Musik“, mit der er sich ein Leben lang gebrüstet hat, kann es einem schlecht werden. Kein Zweifel: Das Genie Wagner ist als Mensch mit derartigen Überzeugungen verachtenswert. Den Zwiespalt, Musik zu geniessen, die ein Verachtenswerter komponiert hat, wird man nicht los. Ein ethisch-ästhetisches, ein unlösbares Problem: weder kann man Wagners Antisemitismus kleinreden oder verzeihen, noch liesse sich beweisen, dass dieser Dreck seine Musik vergiften würde. Wie gehen die Regisseure seiner Opern mit dem Konflikt um? Der eine, Burkhard C. Kosminski in Düsseldorf, macht aus Tannhäuser einen Nazi, der Juden erschiesst. Eine Provokation von seltener Einfältigkeit. Sie hat ein paar Besucher buchstäblich krank gemacht und den Intendanten des Theaters dazu bewogen, die Aufführung abzusetzen. Der andere, Hans Neuenfels, der in Zürich eine Aufführung über das Leben des Komponisten inszeniert, kennt das Dilemma, wenn er in einem Interview von dem „grässlichen Etwas“, vom „verbrecherischen Punkt“ in Wagners Biografie spricht - und dann meint, Wagner mit den Nazis gleichzusetzen sei für ihn „absolut indiskutabel“. (Christoph Kuhn)
Damals, an einem 20. August:
Attentat auf Trotzki - Ende des ersten Golfkrieges - Merz in Libyen
Es geschah an einem 20. August
1752: Geburt von Peter Ochs, Schweizer Politiker, Initiant der Helvetischen Republik. Er proklamierte am 12. April 1798 vom Balkon des Aarauer Ratshauses aus die Helvetische Republik. Seine Verfassung für die französische Schwesterrepublik wurde von vielen als "Ochsenbüchlein" abgelehnt.
1866: Der amerikanische Bürgerkrieg geht offiziell zu Ende.
1870: Im deutsch-französischen Krieg beginnt die deutsche Belagerung der Stadt Metz.
1893: In der Schweiz wird eine Volksinitiative gutgeheissen, die das Schächten verbietet.
1898: Oberhalb von Zermatt nimmt die Gornergratbahn den Betrieb auf.
1901: Geburt von Salvatore Quasimodo, italienischer Nobelpreisträger für Literatur, Preisverleihung 1959.
1915: Italien erklärt dem Osmanischen Reich den Krieg.
1940: In Mexico-City verübt der sowjetische Geheimdienst ein Attentat auf Leo Trotzki. Trotzki stirbt am Tag danach.
1941: Geburt von Slobodan Milosevic, jugoslawischer Präsident, serbischer Präsident.
1948: Geburt von Bernhard Russi, Schweizer Skirennfahrer.
1968: Armeen des Warschauer Paktes besetzen die Tschechoslowakei. Der Prager Frühling ist zu Ende.
1980: Der UNO-Sicherheitsrat verurteilt die Annexion Ost-Jerusalems durch Israel.
1980: Tod von Joe Dassin, französischer Sänger.
1980: Reinhold Messner bezwingt im Alleingang ohne Sauerstoffmaske den Mount Everest.
1988: Der erste Golfkrieg, der achtjährige Krieg zwischen Iran und dem Irak, geht offiziell zu Ende.
1990: Das Nachrichtenmagazin „10vor10“ des Schweizer Fernsehens geht erstmals auf Sendung.
1991: Estland erklärt sich von der Sowjetunion unabhängig.
2009: Der Schweizer Bundespräsident Hans-Rudolf Merz reist nach Libyen und entschuldigt sich für die Verhaftung von Muammar Gadhafis Sohn Hannibal in Genf.
2011: In Libyen rücken Augständische auf die Hauptstadt Tripolis vor.






















