Die Gewerkschaft Unia hat den Abstimmungskampf um die im September vors Volk kommende 1:12-Initiative mit einer Studie lanciert: 2012 bestand bei den 41 grössten börsenkotierten Unternehmen der Schweiz zwischen dem tiefsten und dem höchsten Lohn ein Verhältnis von 1:135. Gemäss Unia lag dieser Faktor 2011 noch bei 1:120. Den wachsenden Abstand zeigen auch Zahlen des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes SGB. Hier wurden nicht Tiefst-, sondern Durchschnitts- mit Toplöhnen verglichen. Sie verhielten sich 1984 wie 1:6, 1998 wie 1:14 und 2011 wie 1:93. Selbstverständlich lässt sich über die Methodiken dieser wie aller derartigen Erhebungen trefflich streiten. Nicht zu bestreiten ist hingegen die Tendenz; und die ist exorbitant. Soll also der Staat mit seiner Verfassung bei den Löhnen für nicht-anstössige Relationen sorgen, indem er tief in die Vertragsfreiheit privater Unternehmen eingreift? Die einen werden diese heikle Frage aus ordnungs- und wettbewerbspolitischer Sicht mit Nein, andere aus einem Empfinden für soziale Gerechtigkeit mit Ja beantworten. Der im Herbst fällige Entscheid des Souveräns wird sich aus vielen Pros und Kontras sowie aus widerstreitenden Emotionen herausschälen. Eines aber werden die Gegner der Initiative im Abstimmungskampf (leider) nicht überzeugend vorbringen können: dass die Wirtschaft ohne staatliche Bevormundung aus eigener Einsicht für Remedur sorgen werde. (Urs Meier)
Damals, an einem 17. August:
Erster tödlicher Auto-Unfall - erster Auftritt der Beatles - Semper-Oper unter Wasser
Es geschah an einem 17. August
1835: In der Schweiz wird der Meter eingeführt.
1862: Beginn des Sioux-Aufstandes in Minnesota.
1876: In Bayreuth wird Wagners Götterdämmerung uraufgeführt.
1896: In London stirbt erstmals ein Mensch bei einem Auto-Unfall.
1926: Geburt von Jiang Zemin, chinesischer Parteichef.
1932: Geburt von V. S. Naipaul, Nobelpreisträger für Literatur aus Trinidad, Preisverleihung 2001.
1953: Geburt von Herta Müller, rumänisch-deutsche Nobelpreisträgerin für Literatur, Preisverleihung 2009.
1956: In der Bundesrepublik wird die KPD verboten.
1960: Geburt von Stephan Eicher, Schweizer Sänger.
1960: The Beatles treten erstmals auf, und zwar in Hamburg.
1987: In Spandau begeht Rudolf Hess Selbstmord.
1998: Börsencrash in Russland.
1999: Erdbeben in der westlichen Türkei: 18'000 Tote.
2002: Die Semper-Oper wird von der „Jahrhundertflut“ überschwemmt.
2010: Im Zentrum von Bagdad zündet ein Selbstmordattentäter inmitten junger Rekruten eine Bombe. 60 Menschen sterben.
2011: Die USA und die EU fordern den Rücktritt des syrischen Präsidenten Asad. Die Schweiz ruft ihren Botschafter aus Damaskus zurück.
2012: In Moskau werden die drei jungen Musikerinnen der Rockband Pussy Riot zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilt - wegen Blasphemie.






















